PDF-Kommentare sind ein sehr gutes Werkzeug für Korrekturen. Sie sind klar lesbar, schnell verschickt und lassen sich von mehreren Beteiligten deutlich besser verwalten als Anmerkungen auf Papier. Besonders stark wird der Workflow, wenn die Kommentare später in InDesign weiterverarbeitet werden sollen.
Gehe in Acrobat zu Werkzeuge > Freigeben und überprüfen. Dort findest du die Werkzeuge zum Kommentieren. Öffne sie oder füge sie dir als Verknüpfung hinzu, damit du sie künftig schnell zur Hand hast.
Kommentieren in Acrobat: der richtige Einstieg
Seit einigen Jahren reicht der kostenlose „Adobe Acrobat Reader“ (Download-Link) aus, um PDFs mit Kommentaren zu versehen. Die Funktionen sind leistungsfähig und für typische Korrekturläufe völlig ausreichend. Acrobat ist allerdings stark anpassbar. Deshalb kann die Oberfläche je nach Einstellung unterschiedlich aussehen. Fenster, Werkzeugleisten und Seitenleisten können an verschiedenen Stellen eingeblendet oder ausgeblendet sein. Wichtig ist vor allem, dass du den Bereich Kommentieren geöffnet hast.
Du kannst die Kommentarwerkzeuge auch über Anzeige > Werkzeuge > Kommentieren > Öffnen einblenden.
Welche Werkzeuge du verwenden solltest
Acrobat bietet viele Kommentarwerkzeuge. Für einen sauberen Korrekturprozess braucht man davon aber nur wenige. Gerade dann, wenn die Kommentare später in InDesign importiert werden sollen, lohnt sich eine klare Disziplin.
Im Regelfall reichen diese vier Werkzeuge:
- Textpassagen streichen
- Notiz zum Ersetzen des Textes
- Text an Cursorposition einfügen
- Notiz hinzufügen
Mehr braucht es meistens nicht.
Textpassagen streichen
Nutze dieses Werkzeug, wenn Text gelöscht werden soll. Markiere genau die Stelle, die entfernt werden soll. Achte dabei darauf, Satzzeichen und Leerzeichen korrekt mit auszuwählen, wenn sie ebenfalls gelöscht werden sollen. Gerade hier entstehen sonst schnell Missverständnisse.
Notiz zum Ersetzen des Textes
Dieses Werkzeug ist ideal, wenn vorhandener Text durch neuen Text ersetzt werden soll.
Markiere den zu ersetzenden Text. Mit einem Doppelklick erwischst du meist das ganze Wort. Trage in den Kommentar ausschließlich den neuen Text ein, der an diese Stelle treten soll.
Wichtig: Schreibe dort keine zusätzliche Erklärung hinein. Also nicht so etwas wie „bitte ersetzen durch …“, sondern nur den eigentlichen Ersatztext.
Das hat einen großen Vorteil: In InDesign kann man den Kommentar später oft einfach mit Akzeptieren übernehmen.
Wenn du mit diesem Werkzeug nur etwas löschen willst, lässt du den Kommentar leer.
Text an Cursorposition einfügen
Nutze dieses Werkzeug, wenn neuer Text eingefügt werden soll.
Setze den Cursor exakt an die Stelle, an der der neue Text stehen soll. Gib dann im Kommentarfenster genau den Text ein, der eingefügt werden soll.
Achte auch hier auf Details. Leerzeichen am Anfang oder Ende sowie Satzzeichen müssen genauso eingetragen werden, wie sie später im Text erscheinen sollen.
Notiz hinzufügen
Dieses Werkzeug ist nicht für klassische Textkorrekturen gedacht. Es eignet sich für allgemeine Hinweise, zum Beispiel zu:
- Bildern
- Grafiken
- Farben
- Positionen auf der Seite
- gestalterischen Anmerkungen
Setze die Notiz direkt an die betroffene Stelle und formuliere den Hinweis so konkret wie möglich.
Andere Werkzeuge besser sparsam einsetzen
Natürlich lassen sich auch andere Kommentarwerkzeuge verwenden. Für Textänderungen solltest du aber nach Möglichkeit bei den drei genannten Textwerkzeugen bleiben.
Der Grund ist einfach: Diese Werkzeuge sind für die spätere Verarbeitung in InDesign (oder anderen Quelldokumenten) am hilfreichsten. Sie sorgen für weniger Missverständnisse und lassen sich deutlich effizienter umsetzen.
Mit dem richtigen Namen kommentieren
Acrobat hinterlegt bei jedem Kommentar den Namen des Verfassers. Standardmäßig ist das meist der aktuell angemeldete Benutzername. Das ist nicht immer der Name, der im Korrekturprozess erscheinen soll.
Du kannst den Namen direkt in einem Kommentar ändern:
- Öffne bei einem Kommentar das Menü über die drei Punkte.
- Wähle Eigenschaften.
- Ändere unter Allgemein den Namen des Verfassers.
Wenn dieser Name künftig immer verwendet werden soll, aktiviere im selben Fenster die Option Eigenschaften als Standard festlegen.
Falls Acrobat später trotzdem wieder den alten Namen verwendet, prüfe die Voreinstellungen. Unter Kommentieren gibt es die Option Als Verfasser immer Benutzername verwenden. Ist dort ein Haken gesetzt, entferne ihn.
Wer Korrekturen klar und effizient kommunizieren will, ist mit PDF-Kommentaren in Acrobat sehr gut aufgestellt. Der Ablauf ist für alle Beteiligten nachvollziehbar, Kommentare sind sauber lesbar und lassen sich deutlich besser organisieren als Korrekturen auf Papier.
Besonders stark wird der Prozess dann, wenn die Kommentare später in InDesign importiert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die richtigen Werkzeuge verwendet werden und Kommentare präzise formuliert sind.
So sinkt der Interpretationsspielraum, die Umsetzung wird schneller und am Ende gibt es weniger Korrekturschleifen.