Hin und wie­der ist es not­wen­dig, den Spei­cher­ort von Datei­en ermit­teln. Es gibt ja vie­le Mög­lich­kei­ten eine Datei in einem Ado­be Pro­gramm zu öff­nen. Ein Dop­pel­klick auf die Datei im Explo­rer oder Fin­der ist natür­lich die nahe­lie­gends­te. Aber es geht auch über „Letz­te Datei­en öff­nen …“ im Menü „Datei“ oder über „Zuletzt ver­wen­det“ im Startfenster.

Aus InDe­sign her­aus ist es ein sehr prak­ti­scher Weg in der Palet­te „Ver­knüp­fun­gen“ die Funk­ti­on „Ori­gi­nal bear­bei­ten“ bzw. „Bear­bei­ten mit“ zu nut­zen. Das ist viel flot­ter, als die Datei im Fin­der oder Explo­rer zu suchen und von dort zu öffnen.

Wenn ich jedoch auf die­sem Weg eine Datei öff­ne, weiß ich nicht wo sie liegt. Der Weg zu der Datei ist unklar. Möch­te ich die Datei nun per E‑Mail ver­schi­cken, muss ich mich unter Umstän­den müh­sam durch ver­schie­de­ne Ord­ner kli­cken, um den Spei­cher­ort zu fin­den. Oder aber ich möch­te zu einer Datei, die im glei­chen Ord­ner liegt wie die gera­de offe­ne. Aber wo ist der „Spei­cher­ort“ auf der Fest­plat­te oder dem Servervolume?

Die Ado­be-Pro­gram­me bie­ten nun ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten das Pro­blem zu lösen. Sehr unan­ge­nehm für uns Anwen­der ist jedoch, dass es hier kei­nen ein­heit­li­chen Weg in allen Pro­gram­men gibt. Jedes Pro­gramm und jedes Ent­wick­ler­team bei Ado­be rührt da sein eige­nes Süpp­chen. Und wir Anwen­der dür­fen es aus­löf­feln. Aber zum Glück gibt es die­sen Blog, der dir erklärt, wie es geht.

 

In allen Programmen

Ein Weg, der in allen Pro­gram­men funk­tio­niert, ist „Spei­chern unter …“. Mit etwas Glück öff­net das Pro­gramm dann den Ord­ner, in dem die gera­de akti­ve Datei liegt. Das kann aber auch dane­ben gehen, wenn man z. B. eine kon­ver­tier­te Datei vor sich hat. Wenn man zum Bei­spiel in einer aktu­el­len InDe­sign-Ver­si­on eine alte InDe­sign CS6-Datei geöff­net hat. Vor allem älte­re Pro­gramm­ver­sio­nen öff­nen dann nicht den „rich­ti­gen“ Ord­ner, son­dern den Ord­ner, in wel­chen die letz­te Datei hin­ein gesi­chert wurde.

Nun schau­en wir aber mal, wie uns die ein­zel­nen Ado­be Pro­gram­me, mit denen wir haupt­säch­lich arbei­ten, den Weg zur Datei anzeigen:

 

InDe­sign

In InDe­sign gibt es im unte­ren lin­ken Fens­ter­rah­men ein klei­nes Sym­bol, das aus­sieht, wie eine lee­re Sei­te oder ein Doku­ment. Ein Klick dar­auf bie­tet uns an, die Datei im Fin­der bzw. Explo­rer oder sogar in der Bridge zu öff­nen. Die­se Funk­ti­on fin­de ich tat­säch­lich am ele­gan­tes­ten. Von allem fol­gen­den und ich wür­de mir wün­schen, dass Ado­be dies in sei­ne Richt­li­ni­en für die Benut­zer­füh­rung für alle Pro­gram­me über­neh­men wür­de. Zu The­ma „Bridge“ müs­sen wir übri­gens in einem ande­ren Blog­ar­ti­kel mal aus­führ­lich reden.

 

Pho­to­shop

In Pho­to­shop klickt man ein­fach mit der rech­ten Maus­tas­te auf den Rei­ter des Datei­fensters. Im Kon­text­me­nü zeigt sich der Befehl „Im Explo­rer anzei­gen“ oder „Im Fin­der öff­nen“.
Sehr scha­de fin­de ich, dass die Ent­wick­ler von Pho­to­shop die „Bridge“ offen­sicht­lich nicht ken­nen und kei­ne Ver­an­las­sung sehen an die­ser Stel­le das Pro­gramm „Bridge“ im Kon­text­me­nü anzubieten.

 

Illus­tra­tor

Für Illus­tra­tor ken­ne ich kei­nen Weg sich den Spei­cher­ort anzei­gen zu lassen.

 

Acro­bat

In Ado­be Acro­bat gibt es auch einen Weg. Der ist aber nicht gera­de ein schnur­ge­ra­der Weg, son­dern ziem­lich „durch die Brust ins Auge“, also alles ande­re als intui­tiv.
Wenn du ein PDF geöff­net hast, dann kli­cke auf den Rei­ter „Start“. Das aktu­el­le Doku­ment soll­te in der Lis­te „Zuletzt ver­wen­det“ ziem­lich weit oben ste­hen. Wenn du die­se Datei nun durch Ankli­cken akti­vierst, erscheint sie in der rech­ten Spal­te mit der Dar­stel­lung eines Thumb­nails, eini­gen weni­gen Meta­da­ten und eini­gen Werk­zeug- und Bear­bei­tungs­vor­schlä­gen.
Unter dem Thumb­nail und dem Datei­na­men wird auch der Pfad ange­zeigt. Die­se Pfad­an­ga­be ist anklick­bar. Da kommt man aber erst drauf, wenn man mit der Maus drü­ber­fährt. Kli­cke ein­fach auf die­se Pfad­an­zei­ge und der Ord­ner wird geöffnet.

War­um Ado­be hier bei jedem Pro­gramm das Rad neu erfin­det und nicht in jedem Pro­gramm die glei­chen Funk­tio­nen anbie­tet, bleibt unklar. OK, die Pro­gram­me haben alle Ihre eige­ne Geschich­te und Not­wen­dig­kei­ten. Und die Anwen­der sind jeweils das Ver­hal­ten ihrer Pro­gram­me gewohnt. Aber das äußerst geschick­te Doku­men­ten­sym­bol aus InDe­sign könn­te doch pro­blem­los den Weg in Pho­to­shop oder Illus­tra­tor fin­den. Oder die Mög­lich­keit, die oben für Pho­to­shop beschrie­ben ist, könn­te pro­blem­los in InDe­sign ein­ge­baut wer­den. Scha­de, dass Ado­be auch hier wie­der die Nut­zung der Pro­gram­me unnö­tig erschwert.
Auch das Pro­gramm „Bridge“ und des­sen Nut­zung könn­te an der Stel­le wei­ter geför­dert werden.

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