War­um Tem­pla­tes in InDe­sign benutzen?

War­um Tem­pla­tes in InDe­sign benutzen?

Das „Tem­pla­te“ – die per­fek­te InDe­sign Vorlage

Wir reden ja immer ger­ne und viel über „Tem­pla­tes“. Doch – was mei­nen wir eigent­lich damit? Wenn man es genau nimmt, ist ein Tem­pla­te zunächst ein­mal das Datei­for­mat *indt, das InDe­sign zur Ver­fü­gung stellt. Letzt­end­lich ist dabei die ein­zi­ge Beson­der­heit, dass eine Datei, die im indt-For­mat vor­liegt, immer als KOPIE geöff­net wird. Es liegt auf der Hand, wes­halb das sinn­voll ist: man kann das Ori­gi­nal auf die­se Art und Wei­se nicht „aus Ver­se­hen“ über­schrei­ben bzw. abän­dern. Eine sol­che Datei erzeugt man in InDe­sign durch „Spei­chern unter“. Dort wählt man den Datei­typ „InDe­sign Vor­la­ge“ und die Datei erhält die Datei­er­wei­te­rung „indt“. Man kann alter­na­tiv auch ganz ein­fach eine exis­tie­ren­de InDe­sign-Datei in eine Vor­la­ge umwan­deln, indem man die Datei­er­wei­te­rung „indd“ in „indt“ ändert! Das hat die glei­che Wir­kung. Die­ser Arti­kel wäre hier zu Ende, wenn das alles ist was wir mei­nen, wenn wir „Tem­pla­te“ sagen. Doch natür­lich ist es das nicht – eine indt-Datei macht noch kei­ne gute Vorlage!

Denn bei „Tem­pla­tes“ reden wir eigent­lich von Mus­ter­sei­ten, Ebe­nen, For­ma­ten, Farb­fel­dern, Text­va­ria­blen, klu­gen Ver­er­bun­gen und Benam­sun­gen. Wir reden von Biblio­the­ken, Snip­pets und manch­mal auch von Skrip­ten. Wir reden von der einen per­fekt vor­be­rei­te­ten InDe­sign-Datei, mit der du Sei­ten sau­ber und effi­zi­ent auf­bau­en kannst. Wir reden davon, mit sol­chen intel­li­gen­ten Tem­pla­tes dei­ne Pro­duk­ti­on zu beschleu­ni­gen und sicher zu machen, da Arbeits­pro­zes­se, die feh­ler­an­fäl­lig sein kön­nen, durch das höhe­re Maß an Auto­ma­ti­sie­rung über­flüs­sig werden.

 

Der Ein­satz einer InDe­sign-Vor­la­ge lohnt sich schnell

Wer sein Geld damit ver­dient, klei­ne Doku­men­te ein­ma­lig und immer wie­der neu zu gestal­ten und bestän­dig neue visu­el­le Erleb­nis­se kre­iert, wird eher weni­ger Ver­wen­dung für Tem­pla­tes haben.

Doch sobald man Pro­jek­te mit meh­re­ren Sei­ten, Aus­ga­ben, Streu­ter­mi­nen oder Rei­hen umsetzt, kommt man an Tem­pla­tes nicht mehr vor­bei. Auch nicht, wenn man zwar vie­le klei­ne Ein­zel­pro­jek­te hat, die sich aber immer an der­sel­ben Optik ori­en­tie­ren, die im sel­ben Cor­po­ra­te Design auf­ge­baut sind.

Ja, man kann ein­fach die Datei von der letz­ten Aus­ga­be dupli­zie­ren und den Inhalt löschen bzw. über­schrei­ben. Aber das ist natür­lich eben­so läs­tig, wie unpro­fes­sio­nell und gefähr­lich und zeit­rau­bend. Feh­ler wer­den hier ver­erbt und über alle Wer­be­mit­tel hin­weg mitgeschleppt.

Viel cle­ve­rer ist es, ein­ma­lig und ordent­lich Gedan­ken, Zeit und Arbeit in eine aus­ge­klü­gel­te Vor­la­ge zu ste­cken. Dann kann man bei jeder neu­en Aus­ga­be, Anzei­ge oder jedem Kun­den­mai­ling die Vor­tei­le genie­ßen, die die neue InDe­sign-Vor­la­ge einem bietet.

 

Bestand­tei­le einer InDesign-Vorlage

In einer Vor­la­ge bzw. einem Tem­pla­te wird alles ange­legt, was spä­ter für die Erstel­lung der InDe­sign-Datei benö­tigt wird. Dazu gehö­ren natür­lich Sei­ten­grö­ße, Rän­der, Anschnitt, Infobe­reich und und und.

Dar­über hin­aus soll­te man sich ein­ge­hend Gedan­ken machen über die For­ma­te. Absatz- , Zei­chen- , Objekt- , Tabel­len- und Zel­len­for­ma­te spie­len bei einer InDe­sign-Vor­la­ge eine, wenn nicht sogar die ent­schei­den­de Rolle.

Über die Ver­wen­dung und schlaue Defi­nie­rung von Absatz- und Zei­chen­for­ma­ten kann man gan­ze Bücher schrei­ben. Hier gilt es, in der Erar­bei­tung von InDe­sign-Vor­la­gen ordent­lich Gehirn­schmalz zu inves­tie­ren um die dar­auf basie­ren­de Pro­duk­ti­on ordent­lich zu befeu­ern. Hier sol­len stell­ver­tre­tend nur mal die Begrif­fe Ver­schach­tel­te For­ma­te und GREP-Stil genannt sein. Wer hier die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen trifft, spart in der fol­gen­den Pro­duk­ti­on bares Geld und sichert eine hohe, bestän­di­ge Qua­li­tät.

Wenn wir in die­sem Zusam­men­hang über For­ma­te reden, dann dür­fen wir Din­ge wie Bar­rie­re­frei­heit, XML-Work­flow oder EPUB nicht ver­ges­sen. Soll­ten die­se Aspek­te in der Publi­ka­ti­on eine Rol­le spie­len, müs­sen ent­spre­chen­de Ein­stel­lun­gen in Zei­chen- und Absatz­for­mat vor­ge­nom­men werden.

Alle Bestand­tei­le einer InDe­sign-Datei kön­nen in die Betrach­tung kom­men, müs­sen aber nicht not­wen­di­ger­wei­se. Pro­fis grü­beln auch über den sinn­stif­ten­den Ein­satz von Ebe­nen, deren Namen und sogar die rich­ti­gen Ebenenfarbe.

Apro­pos Far­ben: Wel­che Farb­fel­der in wel­chen Farb­grup­pen unter­stüt­zen die zukünf­ti­ge Pro­duk­ti­on und was sind rich­ti­ge Namen?

Zen­tra­le Tech­no­lo­gie sind natür­lich die Mus­ter­sei­ten. Je kom­ple­xer die Publi­ka­ti­on ist, des­to mehr Gedan­ken wird man dort inves­tie­ren. Ver­schach­tel­te Mus­ter­sei­ten müs­sen sorg­fäl­tig geplant und Text­va­ria­blen ange­legt werden.

Ins „Ein­ge­mach­te“ geht es dann, wenn man auch an die „Vor­ein­stel­lun­gen“ denkt. Dort fin­det man Pro­gramm­ein­stel­lun­gen aber auch Ein­stel­lun­gen, die am Doku­ment hän­gen. Zu nen­nen wären da Ein­stel­lun­gen zum Grund­li­ni­en- und Doku­men­tras­ter, der Far­be der Hilfs­li­ni­en und so weiter.

Das „gewis­se Etwas” ent­steht natür­lich dann, wenn man all die­se Tech­no­lo­gien geschickt kom­bi­niert und nicht getrennt von­ein­an­der betrach­tet. Die durch­dach­te Kom­bi­na­ti­on von Mus­ter­sei­te, Objekt­for­mat und Absatz- und Zei­chen­for­mat kann schon der hal­be Weg zum Erfolg sein.

 

InDe­sign-Vor­la­ge XXL

Natür­lich sind jetzt die Gren­zen noch nicht erreicht. Es ist nur fol­ge­rich­tig, dass wir wei­te­re Tech­ni­ken, die uns InDe­sign bie­tet, in unse­re Vor­la­ge mit ein­be­zie­hen – nicht tech­nisch, aber orga­ni­sa­to­risch. Was wir sagen wol­len ist, dass fol­gen­de Datei­en nicht Bestand­teil der Vor­la­ge sind, son­dern zusätz­lich zu der .indt in den Pro­zess inte­griert wer­den können.

 

Snip­pets

Die­se Tech­nik, die uns Ado­be vor eini­gen Jah­ren geschenkt hat, ist etwas ins Abseits gera­ten, unter ande­rem durch die „CC Libra­ries”. Snip­pets ent­ste­hen z.B. dadurch, dass man Objek­te oder auch Grup­pen von Objek­ten, ein­fach per drag´n´drop auf den Desk­top zieht. Alter­na­tiv las­sen sich Snip­pets auch expor­tie­ren und dabei auch gleich kor­rekt benen­nen. Es ent­ste­hen klei­ne idms-Datei­en. Die­se kön­nen eben­falls durch drag´n´drop wie­der in eine InDe­sign-Datei und auf eine Sei­te gezo­gen werden.

Hält man beim zie­hen auf die Sei­te die Alt-Tas­te gedrückt oder hat die rich­ti­gen Vor­ein­stel­lun­gen getrof­fen, wer­den die Objek­te des Snip­pets auf die glei­che Posi­ti­on gelegt wie im Ursprung. So las­sen sich auch Logos, Sym­bo­le, Sei­ten­kopf und ‑fuß ein­set­zen. Im Gegen­satz zu den Bestand­tei­len einer „CC Libra­ry” kön­nen Snip­pets von einem Script ange­spro­chen, auf­ge­ru­fen und posi­tio­niert werden.

 

Biblio­the­ken

Wer noch mit InDe­sign CS6 oder älter arbei­tet oder wenn die „CC Libra­ries“ aus Daten­schutz­grün­den nicht in Fra­ge kom­men, nutzt viel­leicht noch „Biblio­the­ken”. Auch die­se kön­nen per­fekt mit InDe­sign-Vor­la­gen kom­bi­niert wer­den. In die­sen indl-Datei­en las­sen sich eben­falls ver­schie­dens­te Objek­te oder Grup­pen able­gen. Der Unter­schied zu den Snip­pets liegt dar­in, dass es sich hier­bei um nur eine Datei han­delt, statt um vie­le ein­zel­ne. Und: da die­se Datei vom Anwen­der geöff­net wird und nicht wie die Snip­pets plat­ziert wer­den, kann zunächst ein­mal nur ein Anwen­der eine Biblio­thek auf einem gemein­sa­men Lauf­werk öff­nen. Aller­dings lässt sich das leicht über den Schreib­schutz (Explo­rer) lösen.

 

CC-Libra­ries

Die „CC Libra­ries“ sind die aktu­el­le Tech­no­lo­gie, um Objek­te zu ver­wal­ten, die kei­nen fixen Platz auf einer Sei­te der Vor­la­ge haben. Ide­al auch in der fir­men­über­grei­fen­den Zusam­men­ar­beit (sofern der Daten­schutz kein Pro­blem dar­stellt). In Ver­bin­dung mit einer InDe­sign-Vor­la­ge kann man in „CC Libra­ries“ Lay­out­be­stand­tei­le ver­wal­ten, die bei Bedarf auf die Sei­te gezo­gen werden.

Ach­tung, ein Arbei­ten mit Daten, die in der „Ado­be Crea­ti­ve Cloud“ lie­gen, ent­spricht lei­der nicht der DSGVO. Wenn du und dein Unter­neh­men oder dei­ne Kun­den Wert dar­auf legen, die Regeln der Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung ein­zu­hal­ten, soll­test du das beachten.

 

Skrip­te

Ja, auch Skrip­te kön­nen einer InDe­sign-Vor­la­ge den letz­ten Schliff geben. Man­che not­wen­di­gen Tätig­kei­ten an einer Datei kön­nen sinn­voll von einem Skript erle­digt wer­den. Ist die­ses abge­stimmt auf die Vor­la­ge, die mit­ge­lie­fer­ten Snip­pets, Biblio­the­ken oder For­ma­ten, kön­nen Skrip­te eine gro­ße Unter­stüt­zung darstellen.

 

Unse­re Meinung

Aus­sa­gen wie „das brau­che ich nicht“ oder „dafür haben wir kei­ne Zeit“ soll­te man kri­tisch hin­ter­fra­gen. Wir bau­en nun seit fast 20 Jah­ren InDe­sign-Tem­pla­tes auf und kön­nen mit Sicher­heit sagen: Jede Minu­te Zeit, die in die Vor­be­rei­tung inves­tiert wird, zahlt sich spä­ter dop­pelt und drei­fach aus. Das gilt für Bücher oder Zeit­schrif­ten gro­ßer Ver­la­ge genau­so wie für Bedie­nungs­an­lei­tun­gen von Kon­zer­nen oder für Mar­ke­ting­ma­te­ria­li­en mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men. Und ganz neben­bei macht es übri­gens irre viel Spaß, sich in die Struk­tur eines Lay­outs rein­zu­den­ken und sich vie­le raf­fi­nier­te Lösun­gen zu ertüfteln 😉

Du bist hier: Start­sei­te / InDe­sign

Tei­len
So stellst du die Ado­be Updates rich­tig ein

So stellst du die Ado­be Updates rich­tig ein

Wir stel­len in unse­ren Work­shops immer wie­der fest, dass es bei Nut­zern der Ado­be Crea­ti­ve Cloud häu­fig Unklar­hei­ten dar­über gibt, wie Ado­be Updates kon­kret funk­tio­nie­ren. Zuge­ge­ben, Ado­be prä­sen­tiert uns hier eine Benut­zer­ober­flä­che, die sich zu Tei­len nicht intui­tiv bedie­nen lässt und unter Umstän­den mit gewis­sen Fall­stri­cken ver­bun­den ist. Wir erklä­ren dir das gerne.

Die fol­gen­den Infor­ma­tio­nen gel­ten für Anwen­der mit Indi­vi­du­al-Lizenz oder Team-Lizenz. Wenn du eine Enter­pri­se-Lizenz nutzt, regelt der Admin die­se Din­ge für dich.

 

Die ver­schie­de­nen Ver­si­ons­num­mern dei­ner Ado­be Programme

Wir müs­sen unter­schei­den zwi­schen der Neben­ver­si­ons­num­mer und der Haupt­ver­si­ons­num­mer; im eng­li­schen Minor­re­lease und Major­re­lease genannt.

Die Haupt­ver­si­ons­num­mer ist die Zahl vor dem Punkt. Also z.B. „17.1“,  „18.2“ oder „19.10“. Die­se Ver­sio­nen sind extrem wich­tig, vor allem für Pro­gram­me wie InDe­sign. Denn InDe­sign-Datei­en sind nicht „abwärts­kom­pa­ti­bel“. Das bedeu­tet, dass man eine Datei, die man in InDe­sign Ver­si­on 18  gespei­chert hat, nicht ohne wei­te­res in InDe­sign Ver­si­on 17 öff­nen kann.

Ande­re Pro­gram­me sind da nicht so emp­find­lich. Zur all­ge­mei­nen Ver­wir­rung „ver­steckt“ Ado­be die­se Haupt­ver­si­ons­num­mer und nennt sie statt­des­sen 2021, 2022. Hier muss der Anwen­der also höl­lisch aufpassen.

Wel­che Ver­si­on aktu­ell auf dem Rech­ner instal­liert ist, sieht man am bes­ten im „Crea­ti­ve Cloud Desk­top“ Pro­gramm. Als ich den Screen­shot gemacht habe, hat­te ich also von Pho­to­shop die „Haupt­ver­si­ons­num­mern“ 23 und 22 installiert.

Die Neben­ver­si­ons­num­mer oder Minor­re­lease ist der Teil rechts vom ers­ten Punkt. Also z.B. „17.1“,  „17.2.3.09“ oder „17.10.800“. Die Datei­en der Pro­gram­me sind (im Nor­mal­fall) inner­halb der Haupt­ver­si­ons­num­mer kompatibel.

Ein­mal hat Ado­be eine Ver­si­on von InDe­sign ver­öf­fent­licht mit Neben­ver­si­ons­num­mer, die nicht kom­pa­ti­bel war: eine InDesign-CS5.5‑Datei konn­te man mit InDe­sign CS5.0 nicht öff­nen. Aber das ist lan­ge her.

Die­se Neben­ver­si­ons­num­mer ver­öf­fent­licht Ado­be für Bug­fi­xes und Sicher­heits­up­dates. Bug­fi­xes behe­ben Pro­gram­mier­feh­ler und Sicher­heits­up­dates schlie­ßen Lücken, die für Schad­code (Viren) genutzt wer­den können.

 

Geschmacks­fra­ge: Update Ja oder Nein oder Beides?

Die Fra­ge, die man sich nun stel­len muss, ist, ob man Updates von Ado­be haben möch­te. Ich den­ke, die rich­ti­ge Ant­wort lau­tet „Ja“. Denn zum einen bezah­len wir Ado­be genau dafür Monat für Monat, dass kon­ti­nu­ier­lich an der Soft­ware gewer­kelt wird. Zudem ist es eine gute Idee, sicher­heits­be­ding­te Updates durch­zu­füh­ren, um sich vor Hackern zu schüt­zen. Aber möch­te man auch immer alle Updates von Haupt­ver­si­onnum­mern? Das ist Geschmacks­sa­che! Ist man neu­gie­rig und arbei­tet immer ger­ne mit dem Neu­es­ten, dann will man das. Arbei­tet man aber in einem gro­ßen Team und muss gewähr­leis­ten, dass die Datei­en kom­pa­ti­bel sind, kann man unter Umstän­den nicht immer sofort auf die neu­es­te Ver­si­on updaten.

Ich sage es vor­weg: Ado­be erlaubt lei­der kei­ne Unter­schei­dung zwi­schen Haupt- und Neben­ver­si­ons­num­mer. Das ist ärgerlich.

Und eine Info noch: Haupt­ver­si­onnum­mern ver­öf­fent­licht Ado­be im Nor­mal­fall nur ein­mal im Jahr und zwar zur Haus­mes­se „Ado­be Max“. Neben­ver­si­onnum­mern erschei­nen monat­lich, teil­wei­se häu­fi­ger. Infor­ma­tio­nen zu den Sicher­heits­up­dates ver­öf­fent­licht Ado­be hier: https://helpx.adobe.com/security.html/security

 

„Crea­ti­ve Cloud Desk­top“ App ist der Dreh- und Angelpunkt

Die wich­tigs­te Ein­stel­lung für die wei­te­ren Schrit­te fin­det man in der „Crea­ti­ve Cloud Desk­top” App unter ( Datei > Vor­ein­stel­lun­gen > ) All­ge­mein > Ein­stel­lun­gen > Crea­ti­ve Cloud bei Anmel­dung star­ten. Nur wenn dies ein­ge­schal­tet ist und damit die App läuft, kann sie über Updates informieren.

Die nächs­te wich­ti­ge Ein­stel­lung befin­det sich unter All­ge­mein > Ein­stel­lun­gen > Crea­ti­ve Cloud lau­fend aktua­li­sie­ren. Auch dies soll­te ein­ge­schal­tet sein, damit die­se wich­ti­ge Soft­ware immer auf dem neu­es­ten Stand ist. Soll­te es in Zukunft eine Ver­si­on der „Crea­ti­ve Cloud Desk­top“ App geben, die nicht kom­pa­ti­bel mit dem eige­nen Betriebs­sys­tem ist, wird das Update nicht aus­ge­führt. Hier kann man sich also sicher wähnen.

Mög­li­che Updates der ein­zel­nen Ado­be-Pro­gram­me kann man sich zunächst ein­mal mel­den las­sen, bevor sie instal­liert wer­den. Dann weißt das „Crea­ti­ve Cloud“ Sym­bol in der Menü­zei­le (macOS) oder Tas­kleis­te (Win­dows) mit einem klei­nen roten Punkt dar­auf hin.

Dies stellt man ein in der „Crea­ti­ve Cloud Desk­top“ App unter Benach­rich­ti­gun­gen > Appli­ka­ti­ons­up­dates. Dies soll­te man nun ein­schal­ten, damit Benach­rich­ti­gun­gen zu ver­füg­ba­ren Updates für die instal­lier­ten Pro­gram­me erscheinen.

 

Wie auto­ma­tisch sol­len Updates gela­den werden?

Schau­en wir uns in der „Crea­ti­ve Cloud Desk­top“ App mal dies an: Datei > Vor­ein­stel­lun­gen > Appli­ka­tio­nen > Auto­ma­ti­sche Aktua­li­sie­rung.

Wenn der Schal­ter aus­ge­schal­tet ist, dann pas­siert nichts, wenn Ado­be eine neue Ver­si­on ver­öf­fent­licht. Du bekommst so kei­ne Soft­ware instal­liert, weder Haupt- noch Neben­ver­si­ons­num­mer. Du behältst die Soft­ware, die du hast.

Wenn der Schal­ter bei „Auto­ma­ti­sche Aktua­li­sie­rung“ ein­ge­schal­tet ist, wird die neue Ver­si­on auto­ma­tisch her­un­ter­ge­la­den und Installiert.

Ich erwähn­te es wei­ter oben schon ein­mal: Ado­be unter­schei­det da lei­der nicht zwi­schen Haupt- und Neben­ver­si­ons­num­mer. Bedau­er­li­cher­wei­se! Denn, wenn man „Bug­fi­xes“ und Sicher­heits­up­dates haben möch­te, muss man die „Auto­ma­ti­sche Aktua­li­sie­rung“ ein­schal­ten. Dann bekommt man aber auch die neu­en Haupt­ver­si­ons­num­mern.

Unter den „Erwei­ter­ten Optio­nen“ kann man nun noch ein­stel­len, ob die Ein­stel­lun­gen und Vor­ein­stel­lun­gen der Vor­gän­ger­ver­si­on über­nom­men wer­den sol­len und ob die älte­re Ver­si­on ent­fernt wer­den soll. Was für jeden per­sön­lich und für die ein­ge­setz­te Soft­ware die rich­ti­ge Ein­stel­lung ist, hängt jetzt von ein paar Para­me­tern ab.

Arbei­tet man im Team oder allein? Wel­che Ver­sio­nen und wel­che PlugIns nut­zen Kun­den und Part­ner­un­ter­neh­men? Arbei­tet man mit Soft­ware, die nicht rück­wärts­kom­pa­ti­ble Datei­en erzeugt? Wie sicher muss der Pro­zess sein? Wie voll ist die Fest­plat­te bzw. der Server?

Ich per­sön­lich habe bei InDe­sign natür­lich ein­ge­stellt, dass jedes Update instal­liert und kei­ne alte Ver­si­on ent­fernt wer­den soll. Bei Bridge möch­te ich auch die neue Ver­si­on aber die alte kann ent­fernt werden.

Mit dem Schal­ter „Update“ kann man im Übri­gen eine manu­el­le Suche star­ten, wenn man die Fäden sel­ber in der Hand hal­ten will. Dies soll­te man wegen der Sicher­heits­up­dates aber auch regel­mä­ßig tun!

Übri­gens: Es hält sich hart­nä­ckig das Gerücht, man kön­ne nicht meh­re­re Ver­sio­nen der Ado­be Pro­gram­me auf einem Rech­ner instal­liert haben. Das gilt für Acro­bat. Die ande­ren Pro­gram­me, InDe­sign, Pho­to­shop, Illus­tra­tor usw. kön­nen aber mit meh­re­ren Ver­sio­nen instal­liert sein. 

Link zur Doku­men­ta­ti­on von Adobe

Kom­men­tar

Bei die­sen Ein­stel­lun­gen soll­te man genau auf­pas­sen. Zum einen besteht die Gefahr ein Update zu ver­pas­sen und sich mit Pro­gramm­feh­lern her­um­zu­schla­gen, die „eigent­lich“ nicht mehr bestehen. Oder man arbei­tet noch mit Sicher­heits­lü­cken, die bereits lan­ge geschlos­sen sind. Zum ande­ren besteht aber auch die Gefahr, dass man sich sei­ne pro­duk­ti­ve Soft­ware updatet und PlugIns nicht mehr funk­tio­nie­ren oder Kun­den und Kol­le­gen die Datei­en nicht mehr öff­nen kön­nen. Letz­te­res ist bei InDe­sign ein gro­ßes Thema.

Aber, jetzt weißt du, wel­che Regeln bei der Ein­stel­lung die­ser Para­me­ter wich­tig sind und es kann nichts mehr schiefgehen!

Chris­toph Steffens

Du bist hier: Start­sei­te / InDe­sign

Tei­len
Spei­cher­ort von Datei­en ermitteln

Spei­cher­ort von Datei­en ermitteln

Hin und wie­der ist es not­wen­dig, den Spei­cher­ort von Datei­en ermit­teln. Es gibt ja vie­le Mög­lich­kei­ten eine Datei in einem Ado­be Pro­gramm zu öff­nen. Ein Dop­pel­klick auf die Datei im Explo­rer oder Fin­der ist natür­lich die nahe­lie­gends­te. Aber es geht auch über „Letz­te Datei­en öff­nen …“ im Menü „Datei“ oder über „Zuletzt ver­wen­det“ im Startfenster.

Aus InDe­sign her­aus ist es ein sehr prak­ti­scher Weg in der Palet­te „Ver­knüp­fun­gen“ die Funk­ti­on „Ori­gi­nal bear­bei­ten“ bzw. „Bear­bei­ten mit“ zu nut­zen. Das ist viel flot­ter, als die Datei im Fin­der oder Explo­rer zu suchen und von dort zu öffnen.

Wenn ich jedoch auf die­sem Weg eine Datei öff­ne, weiß ich nicht wo sie liegt. Der Weg zu der Datei ist unklar. Möch­te ich die Datei nun per E‑Mail ver­schi­cken, muss ich mich unter Umstän­den müh­sam durch ver­schie­de­ne Ord­ner kli­cken, um den Spei­cher­ort zu fin­den. Oder aber ich möch­te zu einer Datei, die im glei­chen Ord­ner liegt wie die gera­de offe­ne. Aber wo ist der „Spei­cher­ort“ auf der Fest­plat­te oder dem Servervolume?

Die Ado­be-Pro­gram­me bie­ten nun ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten das Pro­blem zu lösen. Sehr unan­ge­nehm für uns Anwen­der ist jedoch, dass es hier kei­nen ein­heit­li­chen Weg in allen Pro­gram­men gibt. Jedes Pro­gramm und jedes Ent­wick­ler­team bei Ado­be rührt da sein eige­nes Süpp­chen. Und wir Anwen­der dür­fen es aus­löf­feln. Aber zum Glück gibt es die­sen Blog, der dir erklärt, wie es geht.

 

In allen Programmen

Ein Weg, der in allen Pro­gram­men funk­tio­niert, ist „Spei­chern unter …“. Mit etwas Glück öff­net das Pro­gramm dann den Ord­ner, in dem die gera­de akti­ve Datei liegt. Das kann aber auch dane­ben gehen, wenn man z. B. eine kon­ver­tier­te Datei vor sich hat. Wenn man zum Bei­spiel in einer aktu­el­len InDe­sign-Ver­si­on eine alte InDe­sign CS6-Datei geöff­net hat. Vor allem älte­re Pro­gramm­ver­sio­nen öff­nen dann nicht den „rich­ti­gen“ Ord­ner, son­dern den Ord­ner, in wel­chen die letz­te Datei hin­ein gesi­chert wurde.

Nun schau­en wir aber mal, wie uns die ein­zel­nen Ado­be Pro­gram­me, mit denen wir haupt­säch­lich arbei­ten, den Weg zur Datei anzeigen:

 

InDe­sign

In InDe­sign gibt es im unte­ren lin­ken Fens­ter­rah­men ein klei­nes Sym­bol, das aus­sieht, wie eine lee­re Sei­te oder ein Doku­ment. Ein Klick dar­auf bie­tet uns an, die Datei im Fin­der bzw. Explo­rer oder sogar in der Bridge zu öff­nen. Die­se Funk­ti­on fin­de ich tat­säch­lich am ele­gan­tes­ten. Von allem fol­gen­den und ich wür­de mir wün­schen, dass Ado­be dies in sei­ne Richt­li­ni­en für die Benut­zer­füh­rung für alle Pro­gram­me über­neh­men wür­de. Zu The­ma „Bridge“ müs­sen wir übri­gens in einem ande­ren Blog­ar­ti­kel mal aus­führ­lich reden.

 

Pho­to­shop

In Pho­to­shop klickt man ein­fach mit der rech­ten Maus­tas­te auf den Rei­ter des Datei­fensters. Im Kon­text­me­nü zeigt sich der Befehl „Im Explo­rer anzei­gen“ oder „Im Fin­der öff­nen“.
Sehr scha­de fin­de ich, dass die Ent­wick­ler von Pho­to­shop die „Bridge“ offen­sicht­lich nicht ken­nen und kei­ne Ver­an­las­sung sehen an die­ser Stel­le das Pro­gramm „Bridge“ im Kon­text­me­nü anzubieten.

 

Illus­tra­tor

Für Illus­tra­tor ken­ne ich kei­nen Weg sich den Spei­cher­ort anzei­gen zu lassen.

 

Acro­bat

In Ado­be Acro­bat gibt es auch einen Weg. Der ist aber nicht gera­de ein schnur­ge­ra­der Weg, son­dern ziem­lich „durch die Brust ins Auge“, also alles ande­re als intui­tiv.
Wenn du ein PDF geöff­net hast, dann kli­cke auf den Rei­ter „Start“. Das aktu­el­le Doku­ment soll­te in der Lis­te „Zuletzt ver­wen­det“ ziem­lich weit oben ste­hen. Wenn du die­se Datei nun durch Ankli­cken akti­vierst, erscheint sie in der rech­ten Spal­te mit der Dar­stel­lung eines Thumb­nails, eini­gen weni­gen Meta­da­ten und eini­gen Werk­zeug- und Bear­bei­tungs­vor­schlä­gen.
Unter dem Thumb­nail und dem Datei­na­men wird auch der Pfad ange­zeigt. Die­se Pfad­an­ga­be ist anklick­bar. Da kommt man aber erst drauf, wenn man mit der Maus drü­ber­fährt. Kli­cke ein­fach auf die­se Pfad­an­zei­ge und der Ord­ner wird geöffnet.

War­um Ado­be hier bei jedem Pro­gramm das Rad neu erfin­det und nicht in jedem Pro­gramm die glei­chen Funk­tio­nen anbie­tet, bleibt unklar. OK, die Pro­gram­me haben alle Ihre eige­ne Geschich­te und Not­wen­dig­kei­ten. Und die Anwen­der sind jeweils das Ver­hal­ten ihrer Pro­gram­me gewohnt. Aber das äußerst geschick­te Doku­men­ten­sym­bol aus InDe­sign könn­te doch pro­blem­los den Weg in Pho­to­shop oder Illus­tra­tor fin­den. Oder die Mög­lich­keit, die oben für Pho­to­shop beschrie­ben ist, könn­te pro­blem­los in InDe­sign ein­ge­baut wer­den. Scha­de, dass Ado­be auch hier wie­der die Nut­zung der Pro­gram­me unnö­tig erschwert.
Auch das Pro­gramm „Bridge“ und des­sen Nut­zung könn­te an der Stel­le wei­ter geför­dert werden.

Du bist hier: Start­sei­te / InDe­sign

Tei­len
Hilft beim Durch­bli­cken: Die Doku­ment­chro­nik in InDesign

Hilft beim Durch­bli­cken: Die Doku­ment­chro­nik in InDesign

Wer kennt das nicht? Eine InDe­sign-Datei zickt rum, und dann: Pro­gramm­ab­sturz. Zum Bei­spiel wäh­rend des Druck­vor­gangs. Oder das Blät­tern durch die Sei­ten lässt das Pro­gramm ein­frie­ren. Even­tu­ell funk­tio­niert der PDF-Export nicht oder InDe­sign bricht ein­fach mit­ten im Pro­zess ab. Ein Blick in die „Doku­ment­chro­nik“ gibt dir dar­über Auf­schluss, ob es sich beim betrof­fe­nen Doku­ment um eine älte­re Datei mit einer län­ge­ren Geschich­te han­delt. Dies kann dir bei der Ursa­chen­for­schung behilf­lich sein.

Die Doku­ment­chro­nik gibt es in InDe­sign schon ewig. Wahr­schein­lich seit der ers­ten Ver­si­on im Jahr 1999. Es gibt kei­nen Men­übefehl und kei­nen Hin­weis auf die Doku­ment­chro­nik in der Ober­flä­che des Pro­gramms. Man gelangt zu ihr nur über einen „gehei­men“ Maus­klick. War­um Ado­be den Zugriff nicht prä­sen­ter macht, weiß nie­mand. Es ist echt scha­de, dass Ado­be da ein Geheim­nis dar­aus macht. Lei­der ist die­se Infor­ma­ti­on auch nicht per Script aus­les­bar oder über die Bridge ein­seh­bar; sehr scha­de. Aber die­ses Geheim­wis­sen tei­le ich heu­te mit dir 😉
Um an die „Doku­ment­chro­nik“ zu gelan­gen klickt man unter macOS mit gedrück­ter Befehls­tas­te auf InDe­sign > Über InDe­sign. Am PC klickst du mit gedrück­ter Strg-Tas­te auf Hil­fe > Über InDe­sign. So öff­net sich das Fens­ter mit Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm und zum Dokument.

Im obe­ren Bereich des Fens­ters, dass sich nun geöff­net hat, fin­den sich zunächst Infor­ma­tio­nen zum ver­wen­de­ten InDe­sign. Im Screen­shot sieht man, dass ich aktu­ell InDe­sign in der Ver­si­on 16.1.0.20 ver­wen­de. Die rest­li­chen Infor­ma­tio­nen sind eher unin­ter­es­sant bzw. schwer oder nicht zu interpretieren.

Inter­es­sant sind jedoch die Infor­ma­tio­nen im Bereich „Doku­ment­chro­nik“. Die­se sind im Übri­gen über Klick auf den Knopf „Pro­to­koll­da­tei schrei­ben“ auch expor­tier­bar. So kannst du die­se Archi­vie­ren oder einem Kol­le­gen oder Kun­den oder Dienst­leis­ter zukom­men lassen.

Ach­tung bei Quar­kXress- oder Pagemaker-Quelldaten

Mein Blick geht bei Pro­blem-Datei­en zunächst immer zu den bei­den Punk­ten „Aus Quar­kX­Press umge­wan­delt“ und „Aus Page­ma­ker umge­wan­delt“. Wenn dort „ja“ steht, klin­geln die Alarm­glo­cken. OK, das ist zuneh­mend sel­te­ner der Fall. In den Anfangs­jah­ren, als die Druck­in­dus­trie sich von Quar­kX­Press ab- und InDe­sign zuwand, kam dies sehr oft vor. Aber der Blick lohnt den­noch, denn in dem Fall muss die Datei drin­gend über einen Export ins idml-For­mat berei­nigt werden.

Ich kann zwar nicht genau sagen, war­um es einen Zusam­men­hang gibt zwi­schen Pro­ble­men mit einer InDe­sign-Datei und der Tat­sa­che, dass die­se aus Page­ma­ker oder Quar­kX­press kon­ver­tiert ist. Fakt ist aber, dass die­ser Zusam­men­hang in der Ver­gan­gen­heit extrem oft bestand und die wei­ter unten beschrie­be­nen Maß­nah­men erfolg­reich das Pro­blem lösen konnten.

Wenn man in der Doku­ment­chro­nik nach unten scrollt, kann man die kom­plet­te His­to­rie des Doku­men­tes sehen. In dem Fall im Screen­shot wur­de die Datei auf einem Win­dows-Sys­tem in der InDe­sign Ver­si­on 8 (also CS6) im Jah­re 2010 erzeugt.

Du siehst rich­tig: Jedes „Spei­chern“ der Datei wird in dem Pro­to­koll vermerkt.

 

Wie­so hilft nun die Doku­ment­chro­nik bei der Fehlerbehebung?

Gar­nicht. Aber bei der Ermitt­lung des mög­li­chen Ver­ur­sa­chers. Hät­te ich nun mit die­sem InDe­sign-Doku­ment Pro­ble­me, dann könn­te das am „Alter“ der Datei lie­gen, respek­ti­ve dar­an, dass es seit CS6 in meh­re­ren InDe­sign-Ver­sio­nen gespei­chert wur­de. All das ist in der wei­te­ren His­to­rie sicht­bar. Eben­falls wür­de es mich miss­trau­isch machen, wenn die Datei mit einem ande­ren Betriebs­sys­tem erzeugt oder zwi­schen­zeit­lich gespei­chert wur­de als meinem.

Auf der rech­ten Sei­te des Screen­shots ist zu sehen, dass in mei­nem InDe­sign PlugIns feh­len, die aus Sicht des Doku­men­tes jedoch not­wen­dig sind. Auch hier schril­len die Alarm­glo­cken. Gege­be­nen­falls kannst du mit den Namen, die du in dei­nem Fall dort lesen kannst, nichts anfan­gen. Dann sind es PlugIns, die jemand in sei­nem InDe­sign instal­liert hat­te, als er die Datei bear­bei­tet und gespei­chert hat­te. Auch hier gilt: Kann man machen, aber wenn es Pro­ble­me gibt mit der Datei, könn­te es dar­an lie­gen. Bist du ein Dienst­leis­ter, dann soll­test du dar­über mit dem Kun­den reden. Gege­be­nen­falls musst du das PlugIn kau­fen. Bist du der Kun­de, und eine Datei kommt von einem Dienst­leis­ter, z.B. einem Set­zer, zu dir zurück und es wer­den feh­len­de PlugIns ange­zeigt, dann ist ein Gespräch mit die­sem Dienst­leis­ter angesagt.

Nicht miss­ver­ste­hen: Es ist durch­aus „erlaubt“ mit Datei­en zu arbei­ten, die 10 Jah­re alt sind. Man darf auch mit Datei­en arbei­ten, die in der Ver­gan­gen­heit mit meh­re­ren unter­schied­li­chen InDe­sign-Ver­sio­nen oder unter­schied­li­chen Betriebs­sys­te­men gespei­chert wur­den. Das „Feh­len von Zusatz­mo­du­len“ ist eben­falls an sich kein Problem.

Aber, wenn eine Datei Pro­ble­me macht und die­se Infor­ma­tio­nen aus der Doku­ment­chro­nik her­aus­zu­le­sen sind, könn­te das dar­auf hin­wei­sen, dass hier die Ursa­che für dein Pro­blem liegt. Kei­ner die­ser Infor­ma­tio­nen (außer die „Umwand­lung“ aus Quar­kX­Press und Page­ma­ker) ist „schlecht“ oder „nicht erlaubt“.

Was kann ich mit mei­ner Pro­blem­da­tei also tun, wenn alle bis­he­ri­gen Maß­nah­men ohne Erfolg gekrönt waren und mir nun die Doku­ment­chro­nik einen ver­däch­ti­gen Hin­weis aufzeigt?

Dann wird es Zeit einen „Voll­wasch­gang“ in Erwä­gung zie­hen. Infor­ma­tio­nen zum „Voll­wasch­gang“, also dem Export ins idml-For­mat, gibts hier:

 

Und hier noch ein Video zur Dokumentchronik:

 

Du bist hier: Start­sei­te / InDe­sign

Tei­len
Das Ende von Type‑1

Das Ende von Type‑1

Vor eini­gen Mona­ten kün­digt Ado­be die Unter­stüt­zung von alten Post­script-Level‑1 Schrif­ten in InDe­sign auf. Warum?

Kennst du die­ses Ban­ner? Erscheint es, wenn du dei­ne InDe­sign-Datei­en öff­nest? Dann heißt es: „Auf­pas­sen!“

„Type-1-Schrif­ten (auch bekannt als Post­Script, PS1, T1, Ado­be Type 1, Mul­ti­ple Mas­ter oder MM) sind ein ver­al­te­tes For­mat in der Schrif­ten­in­dus­trie, das durch das Open­Type-For­mat, mit sei­nen grö­ße­ren Gly­phen­sät­ze und robus­te­ren tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten, ersetzt wurde.“

Die­ser Text stammt aus einer Web­site (Link), die Ado­be im Janu­ar 2021 ver­öf­fent­lich­te, mit dem Titel „Post­Script Type 1 fonts end of sup­port“ (Hier auf deutsch)

OK, „Post­script Type 1“ Schrif­ten sind in die Jah­re gekom­men und Open­type ist seit lan­gem Stan­dard. Aber nichts ist bes­ser, nur weil es neu­er ist! Zuge­ge­ben, den Groß­teil der Anwen­der wird die­se Ankün­di­gung kalt­las­sen, denn das Open­Type-For­mat ist längst zur Nor­ma­li­tät gewor­den. Aber auf­grund einer Viel­zahl von Anfra­gen unse­rer Kun­den wis­sen wir, dass es eben doch ein The­ma ist!

 

Ein Blick in das Schrift­me­nü von InDe­sign zeigt, mit wel­chen Schrif­ten man arbei­tet. Hast du noch Schrif­ten instal­liert, die ein klei­nes „a“-Symbol zei­gen, dann ist es rat­sam genau zu prü­fen, ob die­se Schrift auch in 2 Jah­ren noch benö­tigt wird. Denn dann besteht Hand­lungs­be­darf! Die­se Zei­chen­sät­ze müs­sen durch Open­Type- oder True­type-Schrif­ten ersetzt werden.

 

Ein „TT“ steht für „True­Type“, das „O“ für Open­type. Bei­des wird auch im Janu­ar 2023 noch funktionieren.

 

 

Inter­es­san­ter­wei­se zeigt der Dia­log „Schrift­art suchen/ersetzen“ seit InDe­sign 2021 kei­ne Indi­ka­to­ren für die ver­wen­de­te Schrift­tech­no­lo­gie mehr. InDe­sign CS6 konn­te das noch. Soviel zu „Neu­er ist besser“!

 

Ado­be schreibt weiter:

„Benut­zer wer­den ab Janu­ar 2023 nicht mehr die Mög­lich­keit haben, Inhal­te mit Type1-Schrif­ten zu erstel­len. Bis zu die­sem Zeit­punkt kön­nen die Benut­zer mit ihren Type1-Schrif­ten ohne Ände­run­gen arbeiten.

Ado­be-Anwen­dun­gen, die 2023 ver­öf­fent­licht wer­den, erken­nen also das Vor­han­den­sein von Type-1-Schrif­ten nicht, auch wenn Sie Type-1-Schrif­ten in Ihrem Desk­top-Betriebs­sys­tem instal­liert haben:
1. Type1-Schrif­ten wer­den nicht im Menü „Schrift­ar­ten“ ange­zeigt.
2. Es gibt kei­ne Mög­lich­keit, zuvor instal­lier­te Type-1-Schrif­ten zu ver­wen­den.
3. Vor­han­de­ne Type-1-Schrift­ar­ten wer­den im Doku­ment als „Feh­len­de Schrift­ar­ten“ angezeigt.”

Wich­tig ist noch die­ser Hin­weis von Adobe:

„Typ-1-Schrif­ten, die in Datei­ty­pen wie EPS und PDF ein­ge­bet­tet sind, sind von die­ser Ände­rung nicht betrof­fen, solan­ge sie zur Anzei­ge oder zum Druck als gra­fi­sche Ele­men­te plat­ziert wer­den. Wenn die­se Datei­en zur Bear­bei­tung in Anwen­dun­gen wie Illus­tra­tor oder Pho­to­shop geöff­net wer­den, lösen sie den Feh­ler „Feh­len­de Schrift­ar­ten“ aus.“

Auf Nach­fra­ge hat Ado­be bestä­tigt, dass Soft­ware, die bis Janu­ar 2023 ver­öf­fent­licht wird, wei­ter­hin Type-1-Schrif­ten unter­stützt! Das bedeu­tet fol­gen­des: InDe­sign 2021, das ich heu­te benut­ze, wird auch nach dem Janu­ar 2023 im Betriebs­sys­tem instal­lier­te Type-1-Schrif­ten anzei­gen und ver­füg­bar machen wird. Ado­be ist also weder Wil­lens noch in der Lage Pro­gramm­funk­tio­nen aus bereits bestehen­den Desk­top-Pro­gram­men zu ent­fer­nen. Wie beru­hi­gend! *Zwin­kers­mi­ley*

Natür­lich ist es kei­ne gute Idee sich dar­auf zu ver­las­sen noch 2 Jah­re und län­ger mit die­ser Soft­ware zu arbei­ten. Ggf. gibt es wei­te­re Grün­de für ein Update – ein neu­es Betriebs­sys­tem, Sicher­heits­lü­cken, usw. Küm­mern Sie sich also bis dahin um geeig­ne­ten Ersatz ihrer Type-1-Schriften.

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber sei noch erwähnt, dass Ado­be schreibt:

„Eini­ge Pro­duk­te, ein­schließ­lich Docu­ment Cloud-Anwen­dun­gen, wer­den wei­ter­hin Type1-Schrif­ten anzei­gen und mit ihnen arbei­ten, wie sie es schon immer getan haben.“

Zudem gab Ado­be bekannt, dass fol­gen­de Pro­duk­te wei­ter­hin die Inter­pre­ta­ti­on und Aus­ga­be von Text unter­stüt­zen, der mit Type-1-Schrif­ten for­ma­tiert ist, die ent­we­der ein­ge­bet­tet sind oder extern in Post­Script und PDF refe­ren­ziert wer­den: „Ado­be Post­Script“, „APPE“ (Ado­be PDF Print Engi­ne) und „AEPE“ (Ado­be Embed­ded Print Engine)

In der aktu­el­len Ver­si­on von InDe­sign, CC2022 und auch schon in CC2021, wird auf die Nut­zung von Type-1-Schrif­ten mehr­fach hin­ge­wie­sen, näm­lich mit dem oben abge­bil­de­ten blau­en Ban­ner. Dar­auf wie­der­um gibt es kei­nen Hin­weis in dem oben genann­ten Doku­ment von Ado­be, eben­so wenig wie in dem Arti­kel, über die Neue­run­gen von InDe­sign 16.1. Zum einen erscheint eine sol­che Mel­dung beim Öff­nen einer InDe­sign-Datei, die Type‑1 Schrif­ten ent­hält. Zusätz­lich wer­den Type-1-Schrif­ten im Schrift­me­nü und im „Schrift­ar­ten suchen/ersetzen”-Fenster mit einem gel­ben Aus­ru­fe­zei­chen markiert.

Wie also am bes­ten vorgehen?

Tipp 1: Wer einen Schritt wei­ter­ge­hen will, kann in einem InDe­sign-Pre­f­light-Pro­fil prü­fen las­sen, ob sol­che Schrif­ten ver­wen­det wer­den. In den Pro­fi­l­ein­stel­lun­gen unter „Text“ fin­det man die Mög­lich­keit „Unzu­läs­si­ge Schrift­ty­pen“ zu fin­den. Hier soll­te man alle drei Type-1-Arten aus­wäh­len („Type 1 Mul­ti­ple Mas­ter“, „Type 1“ und Type 1 CID)

Tipp 2: Wer es genau­er und ein­fa­cher wis­sen will, der instal­liert das Script von Gre­gor Fel­lenzwarnType1Fonts“, das als Start­up-Script sei­ne Diens­te leistet.

PS: Für Pho­to­shop hör­te die Unter­stüt­zung übri­gens bereits 2021 auf. Pho­to­shop CC2021 zeigt schon kei­ne Type-1-Schrif­ten mehr an. (Link)

Wenn Sie Unter­stüt­zung brau­chen beim Auf­fin­den von pro­ble­ma­ti­schen Schrif­ten und der Lösung des Pro­blems, kom­men Sie ger­ne auf uns zu hallo@satzkiste.de

Du bist hier: Start­sei­te / InDe­sign

Tei­len
Ja, wir lie­ben Tabellen

Ja, wir lie­ben Tabellen

Mit die­ser Aus­sa­ge ern­ten wir gern mal skep­ti­sche Bli­cke  … „Wirk­lich? Tabellen …?“

Aber ja, wenn man die wich­tigs­ten Knif­fe und Tricks kennt, dann bekommt man auch Tabel­len gut in den Griff.

„Wo sind alle Ein­stell­mög­lich­kei­ten, was macht die rech­te Maus­tas­te und wie­so soll­te ich beim Bear­bei­ten von Tabel­len die lin­ke Hand an der Tas­ta­tur haben?“

All das erklä­ren wir euch im Video, bei dem wir uns übri­gens der Her­aus­for­de­rung gestellt haben, unter 5 Minu­ten zu blei­ben. (Klei­ner Spoi­ler: Wir haben unser Ziel knapp verpasst.)

Gern machen wir bei Inter­es­se mal ein „Spe­cial  zu Tabel­len und Zellenformaten!

Habt ihr noch wei­te­re Tabel­len-Stol­per­stei­ne, über die wir mal einen Film machen sollten?

Wir freu­en uns über Euer Feedback!

Du bist hier: Start­sei­te / InDe­sign

Tei­len