IDUG Stuttgart #87 „Reinzeichnung“ mit Daniel Schulte

IDUG Stuttgart #87 „Reinzeichnung“ mit Daniel Schulte

Am 24. November 2022 fand die 87. Veranstaltung der „IDUG Stuttgart“ statt. Diesmal hatten wir Daniel Schulte zu Gast. Daniel ist Autor des Buchs „Reinzeichnung“, welches im Rheinwerk-Verlag erschienen ist.

Hast du diesen Abend verpasst? Dann schau auf unserer Eventbrite-Seite vorbei oder, besser noch, abonniere unseren Veranstaltungsnewsletter. Dann verpasst du keine Treffen mehr.

 

Reinzeichnung

Über 70 Teilnehmer waren mal wieder dabei, als Daniel zunächst mal in die Runde fragte, wer mit dem Begriff „Reinzeichnung“ überhaupt noch etwas anfangen kann.

Anschließend folge ein Rundumschlag mit tollen Hinweisen, Tipps und Hintergrundinformationen zu diesen Themen:

  • Farbmanagement in der Creative Cloud
  • Umgang mit Transparenz
  • Fremdsprachensatz
  • Vorbereitung der Datenausgabe

Wenn Du den Abend verpasst hast, ist das zwar schade, denn du konntest keine Fragen stellen und auch nicht an der regen Diskussion teilnehmen. Die Aufzeichnung kannst du aber noch gerne nachschauen. Wir haben den Abend in drei handliche Videos aufgeteilt.

 

1) Farbmanagement und Transparenz

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

 

2) Fremdsprachensatz

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

 

3) Ausgabe von Druckdaten plus Fragen

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

Fazit

Ein richtig runder und gelungener Vortrag von Daniel. Vielen Dank dafür.

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Christoph Steffens

Teilen
The Power of GREP

The Power of GREP

GREP

Die Arbeit mit “regulären Ausdrücken” gehört zu unserem Satzkisten-Alltag wie die morgendliche Tasse Kaffee und die GIFs im Firmenchat. Deswegen haben wir vor einem Jahr auch gleich einen der ersten Blog-Artikel diesem Thema gewidmet (sogar mit Film!).

Sind uns nach einem Jahr schon die Themen ausgegangen, dass wir nun schon wieder über GREP schreiben müssen? Nein, ganz sicher nicht!

Aber wir stellen häufig fest, wie schwer manchem der Einstieg in das Thema fällt – weil es sich viel zu sehr nach Informatik und Code anfühlt.

Natürlich: die „regulären Ausdrücke“ kommen aus der Softwareentwicklung. Du musst aber kein Informatiker sein, um diese anzuwenden. Und in der Ausbildung zum Grafiker oder Mediengestalter stehen sie nicht an erster Stelle, sofern sie überhaupt thematisiert werden.

Doch InDesign bietet auch den Kreativen einen leichten Zugang dazu an, ohne dass Du in Deinem Leben auch nur eine Zeile Code programmiert haben musst. Und die Anwendung von GREP spart Zeit, Geld und schont die Nerven von Anwendern und Kunden.

Ich kenne niemanden, der GREP kann und freiwillig darauf verzichtet. Man muss sich nur einmal darauf einlassen, auf diese „neue Sprache“. Und so wie man im realen Leben eine Sprache lernt, verhält es sich auch mit GREP.

 

Vokabeln

Zunächst – ohne Vokabeln, kein Erfolg. Aber es ist ziemlich leicht, da InDesign schon ein Wörterbuch mitliefert. Das befindet sich im Fenster „Suchen/Ersetzen“ und in den Absatzformatoptionen hinter dem @ und bietet eine Menge Sonderzeichen, Platzhalter und weitere Möglichkeiten an.

Und für alles Weitere gilt: Frag Google! Das Netz ist groß und hält hilfreiche Informationen parat, wie z. B. die großartige GREP-Referenz von Gregor Fellenz oder die Foren bei https://www.hilfdirselbst.ch.

Manche Vokabeln haben in unterschiedlichen Sprachen unterschiedliche Bedeutungen. Wie war das gleich?

„Pain is just the french word for bread“.

Pain bedeutet auf Französisch „Brot“, im Englischen „Schmerz“. Ein Punkt ist in unserem Sprachgebrauch ein Satzzeichen – für GREP der Platzhalter für „alle Zeichen“. Das muss man eben lernen oder aus den Wörterbüchern heraussuchen.

Apropos – wenn Du in GREP wirklich einmal einen „Punkt“ suchen willst, musst Du vor den Punkt . ein \ setzen. Dann weiß InDesign, dass Du tatsächlich den Punkt und nicht „alle Zeichen“ meinst. Das gilt für alle Zeichen, die bei GREP eine andere Bedeutung haben als in „unserem“ Sprachgebrauch – also zum Beispiel auch für runde oder eckige Klammern usw.

 

Grammatik und Satzbau

Viele Vokabeln aneinander gereiht ergeben noch nicht unbedingt einen verständlichen Satz. Aber auch hier tastet man sich ran und mit ein paar Regeln wird es verständlich. Suchketten können mit Klammern in einzelne „Päckchen“ untergliedert und somit strukturiert werden. Und auf diese Päckchen (= Fundstellen) kann im Ersetzen-Feld einzeln zugegriffen werden.

Wer eine Vokabel in Bezug zu einer anderen Vokabel setzen möchte, nimmt Lookbehind oder Lookahead zur Hilfe. Ein Beispiel könnte sein „finde a nur dann, wenn danach b kommt“.

Wer einen Platzhalter wie /d in Großbuchstaben schreibt, /D kehrt ihn um. So wird aus der Suche nach „alle Ziffern“ eine Suche nach „alles außer Ziffern“.

 

Übung Übung Übung

Die ersten Versuche in einer neuen Sprache sind vielleicht noch etwas holprig und reichen mal eben so zum Essen bestellen. Auch wenn andere den Satz schöner oder eloquenter formuliert hätten: Der Erfolg gibt uns recht. Das Essen steht auf dem Tisch und wenn es tatsächlich das ist, was wir bestellt haben, umso besser!

Fazit

Wer beherzt Wörterbuch und ein paar Regeln einsetzt und „dran bleibt“ kommt schnell zu den ersten Erfolgserlebnissen. Und wird sich im Anschluss mit zunehmendem Spaß auch an komplexere Suchmuster trauen. 

Wer die oben genannten Beispiele direkt in InDesign sehen möchte, kann sich gerne die beiden Vorträge von Oktober 2022 der IDUG-Stuttgart ansehen.

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

Du bist hier: Startseite / Archive für Christoph Steffens

Teilen
Keine Pantone-Bibliotheken mehr in Adobe Programmen – eine Aktualisierung (🔥Update November 2022)

Keine Pantone-Bibliotheken mehr in Adobe Programmen – eine Aktualisierung (🔥Update November 2022)

Schon vor ein paar Monaten haben wir über das Thema informiert. Nun kocht es wieder hoch. Das liegt unter anderem an diesem Artikel auf Heise.de. Dort steht:

Nutzer sehen nur noch Schwarz

Alle bislang verwendeten Pantone-Farben, die hinter der neuen ‚Paywall‘ verschwinden, werden durch schwarze Flächen dargestellt. Und zwar auch in Dateien, die man vor der Umstellung angelegt hat. Auf Twitter kursieren bereits entsprechende Hinweise und Screenshots sowie verärgerte Kommentare.

Jetzt rufen unsere Kunden an und fragen, was Sache ist und was sie tun sollen. In diesem etwas längeren Artikel wollen wir den Sachverhalt mal klarstellen. Du kannst den Artikel gerne unter Kollegen teilen!

 

Wer sollte weiterlesen und wer nicht?

  • Du hast bisher die Pantone-Bibliotheken nur verwendet, um dich farblich inspirieren zu lassen und am Ende hast du doch mit CMYK-Daten und nicht mit Volltonfarben gearbeitet. Wenn du deshalb die Bibliotheken vermisst, dann ist dieser Abschnitt interessant: Wo bekomme ich die alten Pantone-Bibliotheken her?
  • Wenn du dich fragst: Gibts denn keine Alternative zu Pantone? Dann lies hier weiter.
  • Wenn du in Photoshop mit Duplex-Bildern arbeitest und dort Pantone Farben verwendest, solltest Du diesen Artikel auf jeden Fall weiter lesen
  • Wenn du einfach mal wissen willst, worum es in der ganzen Aufregung eigentlich geht, lies hier weiter und was das größte Problem bei der Geschichte ist, liest du hier.

 

Was hat Adobe denn nun gemacht?

Adobe hat viele Jahre lang Bibliotheken mit Pantone-Farben mit seinen Desktop-Programmen ausgeliefert. Diese sind im Übrigen mindestens seit CS3, also seit 2012 (!), unverändert! Pantone hat in den letzten zehn Jahren seine Farben aber weiterentwickelt und es stellt sich ganz grundlegend die Frage, in welchem Rahmen diese Bibliotheken überhaupt sinnvoll einsetzbar waren!

Wie angekündigt hat Adobe nun im August einen Teil der Bibliotheken aus den Programmen entfernt. Was dieser lapidare Satz konkret bedeutet, ist in meinen Augen nicht weniger als ein Skandal. Denn Adobe von deinem Rechner Dateien entfernt, die du unter Umständen zur Produktion benötigst!

Als Beispiel: In diesem Screenshot siehst du die Bibliotheken, die im Ordner deines InDesign 2022 (Version 17.0) enthalten waren (oder sind). Ich zähle zehn Bibliotheken, unter anderem „Pantone+ Premium Metallics Coated“ und „Pantone+ Pastel & Neon Coated„.

Wenn du das Update auf InDesign 2022 (Version 17.4) durchführst, sieht der Inhalt so aus. Ich zähle nur noch fünf Bibliotheken und unter anderem fehlen die beiden oben genannten Bibliotheken.

Dies ist bei den Updates für Illustrator 2022 und Photoshop 2022 das Gleiche. Adobe hat dir also durch das empfohlenen Update Dateien vom Rechner entfernt!

 

Was bedeutet das für deine Produktionsdateien?

Die gute Nachricht ist, dass sich für deine Dateien, die du in InDesign und Illustrator erstellt hast, selbst wenn diese Pantone-Farben enthalten, nichts zum Nachteil ändert. Mit einer Ausnahme gilt das auch für Dateien aus Photoshop.

Alle Farbfelder in InDesign und Illustrator, die ursprünglich aus einer der betroffenen Pantone-Bibliotheken stammen, sind als „Kopie“ in den Dateien gespeichert und wissen immer noch, wie sie dargestellt werden wollen.

 

Der GAU: Duplex-Bilder in Photoshop

Aktualisierung November 2022:

Adobe hat am 16.11.2022 die Version 24.0.1 von Photoshop veröffentlicht. In dieser Version besteht das „Schwarz-Problem“ nicht mehr! Das heißt, dass Dateien, wie im nächsten Abschnitt beschrieben, in der Version 24.0.1 nicht mehr falsch dargestellt werden. In InDesign und Illustrator hat sich nicht geändert!

Unter zwei Voraussetzungen bekommst du Probleme mit deinen Produktionsdateien aus Photoshop:

  1. Du arbeitest mit Bildern im Modus „Duplex, sei es „Einfarbig„, „Duplex„, „Triplex“ oder „Quadruplex„.
    und
  2. Eine der Farben stammt aus den „verloren gegangenen“ Pantone-Bibliotheken.

Zur Sicherheit sei nochmal gesagt: Wenn du nicht mit dem Modus „Duplex“ arbeitest oder diese Bilder nicht mit Pantone-Farben der betroffenen Bibliotheken eingefärbt hast in Photoshop, dann hast du das hier beschriebene Problem nicht!

Wenn du nun ein solches Bild in Photoshop 2022 öffnest, erscheint eine Fehlermeldung und die Farbe wird schwarz dargestellt!

Jetzt wird es kompliziert: Wenn du ein solches Bild in InDesign platzierst, passieren verwirrende Dinge. Zunächst sieht das Bild, wie in Photoshop, schwarz aus. Das ist schlecht! Aber ein Blick auf die Palette „Farbfelder“ zeigt, dass eine Volltonfarbe hinzugefügt wurde! Das ist natürlich gut! Aber, wenn man sich jetzt die „Separationsvorschau“ in InDesign anschaut, oder ein PDF exportiert und dieses in der „Ausgabevorschau“ in Acrobat betrachtet, stellt man fest, dass die Datei unbrauchbar ist!

Jetzt hast du die Wahl, wie du mit dem Problem umgehst. Entweder, du besorgst dir die verloren gegangenen Bibliotheken oder du wirst Pantone-Kunde und abonnierst Pantone-Connect.

Wo bekomme ich die alten Pantone-Bibliotheken her?

  • Im Backup nachsehen
    Wenn du deine Festplatte regelmäßig sicherst, dann solltest du nach Dateien suchen, deren Dateiname mit „Pantone+“ beginnen und deren Suffix „*.acb“ (InDesign und Illustrator) und „*.aco“ (Photoshop) ist. Diese Dateien legst du in deinem Rechner in den entsprechenden Ordner der genutzten Programmeversion.
  • Alternativ kannst du auch eine alte Version des Programmes installieren!
    Zum Zeitpunkt, wenn ich diese Zeilen schreibe (November 2022) kann man über „CC Desktop App“ noch die Version 17.0 von InDesign, 23.0 von Photoshop und 26.0 von Illustrator installieren. (Man muss wissen, wie das geht, aber das soll an anderer Stelle erklärt werden)
  • Vielleicht hast du einen Kollegen oder netten Dienstleister, den du fragen kannst, ob dort eventuell noch die alten Bibliotheken vorliegen und diese  weitergegeben werden 😁 Ob dies rechtlich zulässig ist, ist umstritten. Aber fragen kann man ja mal!

 

Gibts denn keine Alternative zu Pantone?

Fazit

Ich persönlich finde das Vorgehen von Adobe höchst fragwürdig. Wer nun „Schuld“ an diesem Desaster hat, Pantone oder Adobe, kann ich nicht beurteilen. Fest steht, dass sich beide nicht mit Ruhm bekleckert haben. Die Suppe auslöffeln müssen nur die Anwender, die brav jeden Monat ihre Abogebühren zahlen.

Erschwerend kommt hinzu: Die offizielle Lösung für das Problem, das PlugIn von Pantone kostet nicht nur monatlich Geld. Weil das PlugIn nur in „CEP“ programmiert ist, ist es zudem nicht möglich, dieses auf einem Apple-Rechner mit M1-Prozessor nativ in Photoshop laufen zu lassen. Das bedeutet, dass du Photoshop auf diesen Macs im „Rosetta Modus“ laufen lassen musst, um das Plugin zu nutzen. Die Bewertungen des PlugIns sprechen auch Bände.

Allerdings halte ich die Hysterie, die sich in der „Publishing-Community“ breit macht, für unangemessen. Wir hoffen, dass wir mit diesem Artikel zur Klärung beigetragen haben.

Wir freuen uns, wenn du den Artikel unter deinen Kolleg*innen und Freund*innen teilst. Wenn du Ergänzungen hast oder einen Fehler gefunden hast, freuen wir uns über eine Rückmeldung.

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Christoph Steffens

Teilen
IDUG Stuttgart #86 „Keine Angst vor GREP“

IDUG Stuttgart #86 „Keine Angst vor GREP“

Am 27. Oktober 2022 fand die 86. Veranstaltung der „IDUG Stuttgart“ statt. Das Thema war dieses Mal wieder ein sehr „indesigniges“, nämlich „GREP“.

 

Das Thema ist GREP

GREP ermöglicht es dir in InDesign mit „Mustern“ nach Text zu suchen. Das macht die „Suchen/Ersetzen“ Funktion zu einem mächtigen Werkzeug. Zusätzlich erweitert es die Automatisierungsmöglichkeiten über den sogenannten „GREP-Stil“ in den Absatzformaten von InDesign. Alle E-Mail-Adressen blau und unterstreichen – kein Problem. Das 2 von m² automatisch hochgestellt setzen – kein Problem.

Der Abend war zweigeteilt. Zuerst holte Christoph Steffens alle Teilnehmer mal grundsätzlich ab. Was ist dieses „GREP“ überhaupt? Welches Potenzial schlummert in dieser Technik und warum brauche ich keine Angst zu haben, mich damit zu beschäftigen. Dieser Vortrag ist bereits freigeschaltet und kann hier angeschaut werden:

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

Anschließend stieg Katharina Frerichs tiefer ein und zeigt Beispiele aus dem Produktionsalltag der Satzkiste. Dieser Vortrag wird am Donnerstag, den 10. November 2022 um 12.00 Uhr freigeschaltet:

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

 

Hast du diesen Abend verpasst? Dann schau auf unserer Eventbrite-Seite vorbei oder, besser noch, abonniere unseren Veranstaltungsnewsletter. Dann verpasst du keine Treffen mehr.

Fazit

Mit 70 Teilnehmern war der Abend mal wieder richtig schön gut besucht. Es hat mal wieder großen Spaß gemacht, selbst einen Vortrag zu halten. Auch die Fragen und die Diskussion waren sehr interessant!

Was meinst du, sollen wir mehr InDesign-Basics machen?

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Christoph Steffens

Teilen
Was gibt es Neues in InDesign 2023 (Version 18) 🆔

Was gibt es Neues in InDesign 2023 (Version 18) 🆔

Im Rahmen der Hausmesse „Adobe Max“ hat der Softwarehersteller unseres Herzens neue Versionen der Programme der „Creative Cloud“ veröffentlicht. Seit dem 18. Oktober glüht die „Creative-Cloud-Desktop-App“ und verkündet, dass massig Updates auf uns warten. Wir schauen uns die Neuerungen für InDesign 2023 genauer an.

Als ich den „Splashscreen“ beim ersten Starten gesehen habe, habe ich mich zunächst sehr gefreut. Der „Splashscreen“ ist das Bild, dass das Programm beim Starten zeigt. Das von InDesign ist oben als Beitragsbild eingefügt. Warum es mich gefreut hat? Weil es aus der Printwelt stammt (und nicht mehr Werbung für eine Amazon-Serie enthält). Hier zu sehen ist etwas Geducktes, sind Druckfarben und Papier. Irgendwie macht mich das zuversichtlich, dass Adobe unsere Industrie nicht komplett vergessen hat.

Der Splashscreen wurde im Übrigen von Julia Schimautz gestaltet, einer österreichischen, in Berlin ansässigen, Künstlerin.

Im Internet hat Adobe diese Seite veröffentlicht, und die Neuerungen erläutert.

 

Automatisch formatieren

Der erste Punkt auf der Seite von Adobe ist schon falsch. Denn diese „Technologievorschau“ ist bis auf Weiteres (Stand Oktober 2022) für englische Benutzer vorbehalten. Die Palette „Stilpakete“ oder „Formatpakete“ oder wie die auf Deutsch auch immer heißen wird, ist nur sichtbar, wenn man InDesign installiert und als Standardinstallationssprache „Englisch“ eingetragen hat. Unsereins muss also noch etwas warten. Hinter dieser Funktion steckt eine neue Funktion, die Text mit Unterstützung von KI formatieren kann. Naja…

 

Effizientes Kopieren und Einfügen zwischen Illustrator und InDesign

Kommen wir hier zur ersten, unter Umständen interessanten, Neuerung. Bisher war es ein rechter Mist, Text von Illustrator nach InDesign zu kopieren. Dort, im InDesign, kamen nämlich nur Vektorgrafiken an. In den neuen Versionen von Illustrator und InDesign ist es möglich, Text als Text von Illustrator nach InDesign zu übernehmen.

Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass in Illustrator 2023 in den Voreinstellungen unter „Zwischenablageoptionen“ nicht eingestellt ist, dass beim Kopieren das PDF-Format genutzt werden soll.

Nebenbei hat uns Adobe noch eine zusätzliche Option beschert, die beim Einfügen von Text über die Zwischenablage hilft. Ist in den Voreinstellungen, unter „Zwischenablageoptionen“ aktiviert „Einfügeoptionen anzeigen“, dann erscheint an einem Textrahmen, der durch das Einfügen aus der Zwischenablage entsteht, dieses „Anhängsel“. Das konturlose „T“ führt dazu, dass der Text ohne Formatierung eingefügt wird. Das „T“ mit Outline fügt den Text mit Formatierung ein. Natürlich überleben die elaborierten Illustratoroptionen unter „Aussehen“ den Weg über die Zwischenablage nicht. Schade.

 

Neu in InDesign unterstützte Grafikformate

In InDesign 2023 kannst Du jetzt Dateien in den Formaten HEIF, HEIC, WEBP und JP2K importieren. Wir werden uns hier im Blog in den kommenden Wochen diesen neuen Formaten intensiver widmen.

 

Besseres einfügen von duplizierten Seiten

Was passiert, wenn man im Seiten-Bedienfeld eine Seite oder einen Druckbogen dupliziert? Bis inklusive InDesign 2022 wurden die neu erstellten Seiten immer ganz am Ende der bestehenden Seiten eingefügt. In InDesign 2023 werden diese nun direkt nach den ausgewählten Seiten eingefügt.

Wer dennoch möchte, dass die Duplikate, die „früher“, am Ende der Seiten landen, kann eine neue, zusätzliche Option auswählen: „Druckbogen am Ende der Seiten duplizierten“ respektive „Seite am Ende der Seiten duplizierten“.

Wir im Team freuen uns und meinen, diese kleine neue Funktion war längst überfällig.

Leider ist im Zuge des Updates eine Funktion verschwunden: Bis inklusive InDesign 2022 konnte man eine Seite in der Seitenpalette mit gedrückter Alt-Taste duplizieren. Dies funktioniert in InDesign 2023 nicht mehr.

 

Vorschau von InDesign-Dokumenten

Die in meinen Augen aber interessanteste Neuerung ist, dass man sich nun durch eine Seitenvorschau der InDesign-Dateien klicken kann, und das sowohl im Finder unter macOS als auch im Explorer unter Windows! Das wünsche ich mir tatsächlich seit Jahren! Eine InDesign-Datei zu öffnen, nur um nachzuschauen, ob das die „richtige“ ist, schien mir bisher immer aufwändiger als es sein müsste.

Zwei wichtige Informationen dazu: Zum einen ist es wichtig, was Du in InDesign in den Voreinstellungen unter „Dateihandhabung > InDesign-Dateien speichern“ eingestellt hast. Die Anzahl der Seiten und die Vorschaugröße entscheiden, welche Seiten und in welcher Qualität Du diese im Finder oder Explorer siehst.

Und der Hammer ist folgendes: Diese Neuerung betrifft nicht nur InDesign Dateien, die mit InDesign 2023 gespeichert werden! Nein, dies betrifft alle InDesign-Dateien, auch von älteren InDesign-Versionen! Wie kommt es? Die Möglichkeit eine Vorschau in die indd zu speichern gibt es schon seit Jahren! Wenn Du InDesign 2023 auf Deinem Mac oder PC installierst, erhält dein Betriebssystem eine Erweiterung, welche es ermöglicht, die Vorschauen darzustellen! Das heißt, auch wenn Du mit InDesign 2023 gar nicht arbeiten willst, kann es eine gute Idee sein, die Version dennoch zu installieren, nur um die Vorschauen Deiner (alten) Dateien zusehen! Cool, oder?

 

UXP-Scripting

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Entwickler von InDesign-Scripten nun „UXP-Scripting“ zu den bisherigen Sprachen „VBScript“, „AppleScript“ und „JavaScript“ verwenden können. Viele Programmierer begrüßen das.

 

Eine große Kleinigkeit

Wenig beachtet hat sich ein Detail verbessert, dass einen Fehler der letzten Versionen behebt. In den Voreinstellungen gibt es unter „Satz“ eine neue Option namens: „Beachten Sie Texteinzüge zusätzlich zum Textumfluss“. Dies ändert das bisherige Verhalten von Listen, wenn deren Text von einem Rahmen verdrängt wird.

 

InCopy

Kurz und knapp: Enttäuschenderweise gibts hier nix Neues. Schade!

Kleine Erinnerung zum Thema „Softwareupdate“

Wie immer gilt, mit dem Updaten sehr vorsichtig zu sein. Warte lieber vor dem produktiven Einsatz der neuen Versionen ab, bis ein kleines Zwischenupdate erschienen ist. Erfahrungsgemäß dauert es zwei Monate, vielleicht auch bis Januar, bis es von InDesign eine Version gibt, die man im Produktionsalltag einsetzen möchte. Zu oft in den letzten Jahren war die erste veröffentlichte Version zu fehlerhaft.

Wer unbedingt die neue Version ausprobieren möchte, sollte zumindest erwägen, die frühere Version nicht zu entfernen. Dies kann man in den Voreinstellungen der CC-App für jedes Programm separat einstellen oder auch beim jeweiligen Update.

Eine gute Idee ist es beim Update die „Bisherigen Einstellungen und Voreinstellungen importieren“ anzuklicken. Dann landen bei InDesign die Arbeitsbereiche und Scripte und vieles mehr direkt in der neuen Version.

Fazit

Tja. Auch dieses Jahr war die „Adobe Max“ für InDesign-Anwender:innen eher eine Enttäuschung. Wie schon 2022 beschränken sich die Neuerungen auf vier bis fünf Themen, die, neutral betrachtet, lachhaft sind! Sorry, aber da fragt man sich schon, wofür man pro Monat seine Abo-Gebühren bezahlt.

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Christoph Steffens

Teilen