Was ist eine „InDesign User Group“?

Was ist eine „InDesign User Group“?

„Usergroups“ gibt es schon ewig und für wahrscheinlich jede Hard- oder Software. Im Prinzip ist eine Usergroup nichts anderes als ein „Stammtisch“. Es ist eine Gruppe Menschen, die sich trifft und sich austauscht und gegenseitig unterstützt. Und so ist eine „InDesign Usergroup“ eben eine Gruppe von Menschen, die Interesse an InDesign im Speziellen und Publishing im Allgemeinen hat, in diesem Metier Geld verdient oder sich vernetzen möchte.

Alle Veranstaltungen der IDUG sind kostenlos und offen für jeden!

Katharina Frerichs und Christoph Steffens organisieren seit 2010 die „InDesign Usergroup Stuttgart“ und haben aktuell (Stand Juni 2022) stolze 82 Veranstaltungen hinter sich.

 

Unabhängig von Adobe

Uns ist wichtig, zu betonen, dass die Usergroup unabhängig von Adobe ist!

Ja, wir bekommen von Adobe Gewinne gesponsert, die wir verlosen dürfen. Häufig bekommen wir auch Kontakt zu Referenten über Adobe. Aber der freundliche Softwareriese aus San José hat kein Mitspracherecht bei den Inhalten der IDUG. Und so kommt es selbstverständlich dazu, dass im Rahmen einer IDUG-Veranstaltung auch mal Software von Quark oder Serif vorgestellt wird. Oder wir machen uns einfach über Adobe lustig: Link!

Die Organisatoren der Gruppen machen das in ihrer Freizeit, aus „Spaß an der Freud“ und aus Lust am Netzwerken. Und dementsprechend wild sind auch die Formen, die jede IDUG an den Tag legt. So kommen und gehen die IDUGs auch. Es gab sehr erfolgreiche IDUGs in München, Rhein/Ruhr, Rhein/Main, Köln und Bern. Aber, wie das bei Hobbyprojekten so ist, manchmal kommt das Leben dazwischen und macht einen Strich durch die Rechnung.

Früher, vor Corona, traf man sich persönlich. Die IDUG Stuttgart war dankbarer Gast in der „Hochschule der Medien“ in Stuttgart. Ein perfekter Ort mit viel Platz und tollen Vortragsbedingungen, Parkplätzen und einer ÖPNV-Anbindung vom Feinsten. Seit Frühjahr 2020 finden die Treffen natürlich digital statt. Da sich auf diese Weise das Einzugsgebiet enorm vergrößert hat, wird das wohl auch so bleiben.

 

Vielfalt bei den Themen

Das Herzstück der IDUG sind die Veranstaltungen. Die IDUG-Stuttgart organisiert seit März 2020 jeden Monat ein Treffen zu den unterschiedlichsten Themen. Wenn wir Umfragen machen, welches Thema wir mal in einer Veranstaltung beackern sollen, dann ist immer eines ganz weit oben: „Tipps und Tricks in InDesign“ – gerne kommen wir diesem Wunsch regelmäßig nach. Aber auch Tipps und Tricks zu den anderen Programmen von Adobe kommen nicht zu kurz, wie die Illustrator, After Effects oder CC Express IDUGs zeigen. Aber auch Software anderer Firmen (CI-Hub, Storyeditor, Presshouse…). Wir geben Einblick in die Arbeit von Schriftgestaltern und lassen uns erklären, wie unsere Firma im Internet besser findbar wird. Sehr eindrucksvoll war der Vortrag von René Jaun über die Notwendigkeit von barrierefreien Inhalten.

 

Unser Youtube-Kanal

Schon vor Corona haben wir unsere Veranstaltungen aufgezeichnet. Auf unserem YouTube-Kanal kannst Du alle Aufzeichnungen anschauen. Zudem gibt es jede Menge lange und kurze Videos mit Tipps und Tricks; und das natürlich nicht nur für InDesign. In unserer Playlist „60 Sekunden Photoshop“ geht es um Bildbearbeitung. Ein Höhepunkt sind sicher die Videos, die im Rahmen unserer Feier zum 75. Treffen der IDUG-Stuttgart entstanden sind. Wir konnten uns über internationale Gäste freuen, wie Anne Marie Concepcion.

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

 

Die aktuelle Deutschlandkarte

Aktuell (Mitte 2022) gibt es äußerst vitale Lebenszeichen aus den Städten Hamburg, Hannover, Berlin und Stuttgart. Auch diese IDUGs veranstalten Onlinemeetings und wir möchten es sehr stark empfehlen teilzunehmen, wenn das Thema interessant erscheint.

 

Kostenlos, aber nie umsonst

Dieser wunderbare Claim trifft es auf den Kopf.

Willkommen ist jeder! Vom ambitionierten Hobbyisten bis zum Universitätsprofessor sind alle Schattierungen vertreten. Das Gros unserer Teilnehmer sind Grafiker*innen oder Setzer*innen, die selbstständig sind oder in einer kleinen Firma arbeiten. Aber auch Mitarbeiter von Weltkonzernen wurden gesichtet und Geschäftsführer*innen und CEOs und so weiter! Habe bitte keine Scheu, komm einfach dazu und bring dich auch gerne ein.

 

Kommende Veranstaltungen

Redaktionssystem „Storyeditor“ mit Katja Novak und Jürgen Friedmann

26.6.2022
Wir werfen einen Blick auf die redaktionellen und gestalterischen Abläufe des Tools „Storyeditor“

Infos zur Veranstaltung

PDFX-ready „PDF Konverter“ mit Stephan Jaeggi

13.7.2022
Eine brauchbare PDF, die aus einem Office Programm stammt, konvertieren? Eine Web-PDF aus einer Print-PDF erstellen? Hier erfahrt ihr, wie gut das mit PDFX-ready funktioniert

Infos zur Veranstaltung

„Press2id“ mit Gregor Fellenz und Stefan Lamb

29.9.2022
Unser Versprechen: Nach dieser IDUG kann jeder innerhalb kürzester Zeit Daten von WordPress nach InDesign importieren.

Infos zur Veranstaltung

 

Abonniere am besten den Newsletter der IDUG Stuttgart und verpasse keine Veranstaltung mehr: Newsletter abonnieren
Weitere relevante Internetadressen der IDUG-Stuttgart findest Du unter dieser URL https://bit.ly/IDUG-S

Kommentar

Ich bin ein großer Fan von dieser Art der Wissensvermittlung und des Netzwerkens. Natürlich haben die Präsenzveranstaltungen mehr „Spaß“ gemacht als Zoom-Meetings. Allerdings sind „digital“ Teilnehmer aus dem kompletten deutschsprachigen dabei. Ob und wann wir wieder in die HdM zurückkehren, steht noch in den Sternen. Aber es werden dann sicher „hybride“ Veranstaltungen sein. Die berühmte Butterbretzel bekommt dann jedoch nur der Teilnehmer „vor Ort“.

Christoph Steffens

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Die verlängerte Werkbank zwischen Kunde und Dienstleister

Die verlängerte Werkbank zwischen Kunde und Dienstleister

Ich weiß gar nicht, ob der Begriff „verlängerte Werkbank“ in der Branche bekannt war oder nur in meiner „Blase“. Gemeint ist eine bessere, nahtlose Zusammenarbeit zwischen Kunde und Dienstleister. Diese sollte herbeigeführt werden durch moderne Techniken, die das Internet ermöglicht. Vor Jahren ging es darum, Daten nicht mehr per Datenträger und Post zu transportieren. Übertragung per ISDN lösten dies ab (Stichwort ist „Leonardo“ von „Hermstedt“). Das wiederum wurde durch E-Mail abgelöst. Heute ist es möglich, dass sich Kunde und Dienstleister gemeinsame Server und Datenbanken teilen.

In meinen Augen ist dieses Thema von der Tagesordnung verschwunden. Und das empfinde ich als einen großen Fehler. Dienstleister verfügen über Kenntnisse, Fertigkeiten und Werkzeuge, die die Mitarbeiter*innen der Auftraggeber nicht haben. Klar, man kann einen Dienstleister „beauftragen“, mit gewissen Tätigkeiten. Allerdings stellt es eine Hürde da, einen Auftrag zu erzeugen, Daten zu sammeln und dem Dienstleister zur Verfügung zu stellen. Absprachen müssen getroffen, Details besprochen und Rechnungen geschrieben und kontrolliert werden.

Manchmal scheinen Dienstleister es aus den Augen verloren zu haben, Entwicklungen des Internets zur Unterstützung ihrer Kunden zu nutzen.

 

Satzkiste geht andere Wege

Wir als Satzkiste bieten unseren Kunden sowohl unser Know-How als auch die passenden Werkzeuge an. Dies, sozusagen, in einer nahtlosen verlängerten Werkbank aus Sicht unserer Kunden. Der Übergabepunkt ist eine Website: maxi.satzkiste.de

Hinter der Anmeldemaske sieht jeder und jede Mitarbeiter*in unserer Kunden die „Kacheln“ wie im Bild oben dargestellt. Per „drag’n’drop“ können die Daten hochgeladen werden und diese werden dann entsprechend verarbeitet.

Welche „Kacheln“ angeboten werden, was mit den Daten gemacht wird, welche zusätzlichen Steuerparameter angeboten werden, wird einmal abgestimmt und eingerichtet. Ab dann stehen diese Dienstleistungen auf Wunsch „7/24“ zur Verfügung. Alle Mitarbeiter*innen des Kunden können also ohne weitere Absprache die Systeme und das Know-how der Satzkiste nutzen.

 

Alles ist möglich!

OK, das hört sich etwas „angeberisch“ an, zugegeben. Sagen wir, es ist fast alles möglich. Einige Beispiele haben wir bereits beschrieben, z. B. hier oder hier oder hier. Die Faustregel ist, dass es um Daten gehen muss und die Verarbeitung irgendwie beschreibbar sein muss.

Klassischerweise werden Daten aus der Medienproduktion verarbeitet. InDesign-Dateien, Bilder, PDFs und so weiter. Aber wir nehmen auch gerne XML entgegen und lassen die in InDesign-Templates rendern. Oder Excel-Tabellen, um Anzeigen zu generieren. Und so weiter, et cetera, …

 

Der Preis ist natürlich enorm

Ja, das muss man sagen. Es ist nämlich wahnsinnig teuer, wenn man diese Dienstleistung nicht nutzt! ( ͡ᵔ ͜ʖ ͡ᵔ )

Denn entweder müssen die Teams in den Fachabteilungen die Aufgaben selbst erledigen oder es müssen andere ineffiziente oder umständliche Wege gegangen werden. Nehmen wir das Beispiel Mockup-Maker. Natürlich kann man die Marketingabteilung mit Photoshop, einem Template, einer „Aktion“ und einer Schulung ausstatten und die Mock-Ups werden dort angefertigt. Aber haben die Kolleg*innen Zeit? Was ist, wenn es Probleme und Fragen gibt? Nein! Die Aufgaben einer Marketingabteilung sollten andere sein. Es ist besser und günstiger, wenn deren Mitarbeiter*innen maxi.satzkiste.de nutzen.

 

Und wie geht es weiter?

Natürlich ist die Web-Oberfläche in unserem Beispielaufbau nicht alles, was möglich ist. Selbstverständlich können auch automatisiert Daten beim gewünschten Ort abgeholt werden – sei es über FTP oder andere beliebige Internetschnittstellen. Die Dienstleistung ist nicht teuer und lohnt schon für kleine Datenvolumen. Lass uns miteinander reden, dann wird sich schnell klären, ob Maxi für Dich „gut“ oder „sehr gut“ ist!

Kommentar

Für viele in der Branche hört „Automatisierung“ auf, wenn irgendwie XML-Daten eine Rolle spielen. Dabei fängt Automatisierung viel früher an und hört viel später auf. Wir werden hier im Blog immer mal wieder Workflows aufzeigen, die uns und unseren Kunden bei der Arbeit enorm helfen.

Christoph Steffens

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Warum Templates in InDesign benutzen?

Warum Templates in InDesign benutzen?

Das „Template“ – die perfekte InDesign Vorlage

Wir reden ja immer gerne und viel über „Templates“. Doch – was meinen wir eigentlich damit? Wenn man es genau nimmt, ist ein Template zunächst einmal das Dateiformat *indt, das InDesign zur Verfügung stellt. Letztendlich ist dabei die einzige Besonderheit, dass eine Datei, die im indt-Format vorliegt, immer als KOPIE geöffnet wird. Es liegt auf der Hand, weshalb das sinnvoll ist: man kann das Original auf diese Art und Weise nicht „aus Versehen“ überschreiben bzw. abändern. Eine solche Datei erzeugt man in InDesign durch „Speichern unter“. Dort wählt man den Dateityp „InDesign Vorlage“ und die Datei erhält die Dateierweiterung „indt“. Man kann alternativ auch ganz einfach eine existierende InDesign-Datei in eine Vorlage umwandeln, indem man die Dateierweiterung „indd“ in „indt“ ändert! Das hat die gleiche Wirkung. Dieser Artikel wäre hier zu Ende, wenn das alles ist was wir meinen, wenn wir „Template“ sagen. Doch natürlich ist es das nicht – eine indt-Datei macht noch keine gute Vorlage!

Denn bei „Templates“ reden wir eigentlich von Musterseiten, Ebenen, Formaten, Farbfeldern, Textvariablen, klugen Vererbungen und Benamsungen. Wir reden von Bibliotheken, Snippets und manchmal auch von Skripten. Wir reden von der einen perfekt vorbereiteten InDesign-Datei, mit der du Seiten sauber und effizient aufbauen kannst. Wir reden davon, mit solchen intelligenten Templates deine Produktion zu beschleunigen und sicher zu machen, da Arbeitsprozesse, die fehleranfällig sein können, durch das höhere Maß an Automatisierung überflüssig werden.

 

Der Einsatz einer InDesign-Vorlage lohnt sich schnell

Wer sein Geld damit verdient, kleine Dokumente einmalig und immer wieder neu zu gestalten und beständig neue visuelle Erlebnisse kreiert, wird eher weniger Verwendung für Templates haben.

Doch sobald man Projekte mit mehreren Seiten, Ausgaben, Streuterminen oder Reihen umsetzt, kommt man an Templates nicht mehr vorbei. Auch nicht, wenn man zwar viele kleine Einzelprojekte hat, die sich aber immer an derselben Optik orientieren, die im selben Corporate Design aufgebaut sind.

Ja, man kann einfach die Datei von der letzten Ausgabe duplizieren und den Inhalt löschen bzw. überschreiben. Aber das ist natürlich ebenso lästig, wie unprofessionell und gefährlich und zeitraubend. Fehler werden hier vererbt und über alle Werbemittel hinweg mitgeschleppt.

Viel cleverer ist es, einmalig und ordentlich Gedanken, Zeit und Arbeit in eine ausgeklügelte Vorlage zu stecken. Dann kann man bei jeder neuen Ausgabe, Anzeige oder jedem Kundenmailing die Vorteile genießen, die die neue InDesign-Vorlage einem bietet.

 

Bestandteile einer InDesign-Vorlage

In einer Vorlage bzw. einem Template wird alles angelegt, was später für die Erstellung der InDesign-Datei benötigt wird. Dazu gehören natürlich Seitengröße, Ränder, Anschnitt, Infobereich und und und.

Darüber hinaus sollte man sich eingehend Gedanken machen über die Formate. Absatz- , Zeichen- , Objekt- , Tabellen- und Zellenformate spielen bei einer InDesign-Vorlage eine, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle.

Über die Verwendung und schlaue Definierung von Absatz- und Zeichenformaten kann man ganze Bücher schreiben. Hier gilt es, in der Erarbeitung von InDesign-Vorlagen ordentlich Gehirnschmalz zu investieren um die darauf basierende Produktion ordentlich zu befeuern. Hier sollen stellvertretend nur mal die Begriffe Verschachtelte Formate und GREP-Stil genannt sein. Wer hier die richtigen Entscheidungen trifft, spart in der folgenden Produktion bares Geld und sichert eine hohe, beständige Qualität.

Wenn wir in diesem Zusammenhang über Formate reden, dann dürfen wir Dinge wie Barrierefreiheit, XML-Workflow oder EPUB nicht vergessen. Sollten diese Aspekte in der Publikation eine Rolle spielen, müssen entsprechende Einstellungen in Zeichen- und Absatzformat vorgenommen werden.

Alle Bestandteile einer InDesign-Datei können in die Betrachtung kommen, müssen aber nicht notwendigerweise. Profis grübeln auch über den sinnstiftenden Einsatz von Ebenen, deren Namen und sogar die richtigen Ebenenfarbe.

Apropos Farben: Welche Farbfelder in welchen Farbgruppen unterstützen die zukünftige Produktion und was sind richtige Namen?

Zentrale Technologie sind natürlich die Musterseiten. Je komplexer die Publikation ist, desto mehr Gedanken wird man dort investieren. Verschachtelte Musterseiten müssen sorgfältig geplant und Textvariablen angelegt werden.

Ins „Eingemachte“ geht es dann, wenn man auch an die „Voreinstellungen“ denkt. Dort findet man Programmeinstellungen aber auch Einstellungen, die am Dokument hängen. Zu nennen wären da Einstellungen zum Grundlinien- und Dokumentraster, der Farbe der Hilfslinien und so weiter.

Das „gewisse Etwas” entsteht natürlich dann, wenn man all diese Technologien geschickt kombiniert und nicht getrennt voneinander betrachtet. Die durchdachte Kombination von Musterseite, Objektformat und Absatz- und Zeichenformat kann schon der halbe Weg zum Erfolg sein.

 

InDesign-Vorlage XXL

Natürlich sind jetzt die Grenzen noch nicht erreicht. Es ist nur folgerichtig, dass wir weitere Techniken, die uns InDesign bietet, in unsere Vorlage mit einbeziehen – nicht technisch, aber organisatorisch. Was wir sagen wollen ist, dass folgende Dateien nicht Bestandteil der Vorlage sind, sondern zusätzlich zu der .indt in den Prozess integriert werden können.

 

Snippets

Diese Technik, die uns Adobe vor einigen Jahren geschenkt hat, ist etwas ins Abseits geraten, unter anderem durch die „CC Libraries”. Snippets entstehen z.B. dadurch, dass man Objekte oder auch Gruppen von Objekten, einfach per drag´n´drop auf den Desktop zieht. Alternativ lassen sich Snippets auch exportieren und dabei auch gleich korrekt benennen. Es entstehen kleine idms-Dateien. Diese können ebenfalls durch drag´n´drop wieder in eine InDesign-Datei und auf eine Seite gezogen werden.

Hält man beim ziehen auf die Seite die Alt-Taste gedrückt oder hat die richtigen Voreinstellungen getroffen, werden die Objekte des Snippets auf die gleiche Position gelegt wie im Ursprung. So lassen sich auch Logos, Symbole, Seitenkopf und ‑fuß einsetzen. Im Gegensatz zu den Bestandteilen einer „CC Library” können Snippets von einem Script angesprochen, aufgerufen und positioniert werden.

 

Bibliotheken

Wer noch mit InDesign CS6 oder älter arbeitet oder wenn die „CC Libraries“ aus Datenschutzgründen nicht in Frage kommen, nutzt vielleicht noch „Bibliotheken”. Auch diese können perfekt mit InDesign-Vorlagen kombiniert werden. In diesen indl-Dateien lassen sich ebenfalls verschiedenste Objekte oder Gruppen ablegen. Der Unterschied zu den Snippets liegt darin, dass es sich hierbei um nur eine Datei handelt, statt um viele einzelne. Und: da diese Datei vom Anwender geöffnet wird und nicht wie die Snippets platziert werden, kann zunächst einmal nur ein Anwender eine Bibliothek auf einem gemeinsamen Laufwerk öffnen. Allerdings lässt sich das leicht über den Schreibschutz (Explorer) lösen.

 

CC-Libraries

Die „CC Libraries“ sind die aktuelle Technologie, um Objekte zu verwalten, die keinen fixen Platz auf einer Seite der Vorlage haben. Ideal auch in der firmenübergreifenden Zusammenarbeit (sofern der Datenschutz kein Problem darstellt). In Verbindung mit einer InDesign-Vorlage kann man in „CC Libraries“ Layoutbestandteile verwalten, die bei Bedarf auf die Seite gezogen werden.

Achtung, ein Arbeiten mit Daten, die in der „Adobe Creative Cloud“ liegen, entspricht leider nicht der DSGVO. Wenn du und dein Unternehmen oder deine Kunden Wert darauf legen, die Regeln der Datenschutz-Grundverordnung einzuhalten, solltest du das beachten.

 

Skripte

Ja, auch Skripte können einer InDesign-Vorlage den letzten Schliff geben. Manche notwendigen Tätigkeiten an einer Datei können sinnvoll von einem Skript erledigt werden. Ist dieses abgestimmt auf die Vorlage, die mitgelieferten Snippets, Bibliotheken oder Formaten, können Skripte eine große Unterstützung darstellen.

 

Unsere Meinung

Aussagen wie „das brauche ich nicht“ oder „dafür haben wir keine Zeit“ sollte man kritisch hinterfragen. Wir bauen nun seit fast 20 Jahren InDesign-Templates auf und können mit Sicherheit sagen: Jede Minute Zeit, die in die Vorbereitung investiert wird, zahlt sich später doppelt und dreifach aus. Das gilt für Bücher oder Zeitschriften großer Verlage genauso wie für Bedienungsanleitungen von Konzernen oder für Marketingmaterialien mittelständischer Unternehmen. Und ganz nebenbei macht es übrigens irre viel Spaß, sich in die Struktur eines Layouts reinzudenken und sich viele raffinierte Lösungen zu ertüfteln 😉

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Satzkiste unterstützt bei technischen Problemen rund ums Publishing

Satzkiste unterstützt bei technischen Problemen rund ums Publishing

Die Satzkiste ist nicht nur Dienstleister rund um Satz, Schulungen und Automatisierung. Gerne unterstützen wir dich und dein Team bei der täglichen Arbeit im Publishing. Abstürzende InDesign-Dateien, störrische Illustrator-Daten oder merkwürdige PDFs – da kümmern wir uns gerne drum. Oder Fragen wie:

„Wie setze ich das am Besten als Template um?“

„Warum sieht die Datei im Überdruckenmodus nicht aus wie gewünscht?“

„Die Druckerei meckert über mein PDF. Was mache ich falsch?“

„Soll ich das Illustrator-Update durchführen?“

Mit all diesen Fragen kannst du dich vertrauensvoll an uns wenden. Größere Firmen oder Verlage möchten dies gerne im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung geordnet wissen. Wir haben einige Kunden im deutschsprachigen Raum, mit denen wir Supportverträge vereinbart haben.

 

Supportverträge vereinfachen die Zusammenarbeit

Mit einem Supportvertrag wird die Zusammenarbeit zwischen unserem Kunden und uns extrem vereinfacht. Den Mitarbeitenden in Herstellung und Marketing stehen wir zur Seite, wann immer es „klemmt“. Diese können sich an eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse wenden, die von mehreren Kollegen in der Satzkiste überwacht wird. Die Abrechnungsmodalitäten machen es auch viel einfacher Schulungen zu vereinbaren, da umständliche Angebotsphasen entfallen. Mal schnell ein „Training on the job“ um die Tabellen in InDesign zu erklären oder wie man richtig und flott PDFs vereint? Kein Problem.

Zudem beraten und helfen wir bei Umstellungen wie einem anstehenden Update von InDesign oder der aktuellen Postcript Type 1-Krise, Einführung eines DAM-Systems oder, oder, oder.

 

Eine neue Zusammenarbeit mit zwei „alten“ Kunden

Und wir freuen uns nun über zwei weitere Verlage, für den wir ab sofort im Rahmen von Supportvereinbarungen anfallende technische Probleme lösen dürfen. Wir sind darauf wahnsinnig stolz. Denn die Verantwortlichen haben sich für uns entschieden, da wir uns bereits seit langer Zeit kennen und schon einige Projekte erfolgreich miteinander umgesetzt haben. Das ist für uns so etwas wie der Publikums-Bambi. Jetzt ist auch klar, wie es zu dem süßen Titelbild kommt, gell? (´‿`)

Eine solche Zusammenarbeit wäre auch etwas für dich oder dein Team? Dann sprich uns an! Wir sind garantiert flotter als die eigene stundenlange und frustrierende Suche im Internet.

 

Unser Fazit

Wenn ich persönlich etwas Neues lerne, dann kniffele ich mich gerne selbst rein. Was ich aber unbedingt benötige, ist jemand, den ich fragen kann, wenn es klemmt. Häufig geht es dabei um Kleinigkeiten, die ich einfach nicht selbst sehe. Da hilft es, wenn jemand kurz sagt: „geh lieber rechts rum“ oder „drück den roten Knopf, nicht den blauen“ . Natürlich unterstützten wir auch gerne bei großen Projekten und umfangreichen Themen. Aber es macht mir große Freude, wenn ein Kunde verzweifelt anruft und ich ihm oder ihr den Tag retten kann durch eine einfache Antwort.

Wir geben unser Wissen gerne weiter. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und auf viele, viele knifflige Fragen!

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So stellst du die Adobe Updates richtig ein

So stellst du die Adobe Updates richtig ein

Wir stellen in unseren Workshops immer wieder fest, dass es bei Nutzern der Adobe Creative Cloud häufig Unklarheiten darüber gibt, wie Adobe Updates konkret funktionieren. Zugegeben, Adobe präsentiert uns hier eine Benutzeroberfläche, die sich zu Teilen nicht intuitiv bedienen lässt und unter Umständen mit gewissen Fallstricken verbunden ist. Wir erklären dir das gerne.

Die folgenden Informationen gelten für Anwender mit Individual-Lizenz oder Team-Lizenz. Wenn du eine Enterprise-Lizenz nutzt, regelt der Admin diese Dinge für dich.

 

Die verschiedenen Versionsnummern deiner Adobe Programme

Wir müssen unterscheiden zwischen der Nebenversionsnummer und der Hauptversionsnummer; im englischen Minorrelease und Majorrelease genannt.

Die Hauptversionsnummer ist die Zahl vor dem Punkt. Also z.B. „17.1“,  „18.2“ oder „19.10“. Diese Versionen sind extrem wichtig, vor allem für Programme wie InDesign. Denn InDesign-Dateien sind nicht „abwärtskompatibel“. Das bedeutet, dass man eine Datei, die man in InDesign Version 18  gespeichert hat, nicht ohne weiteres in InDesign Version 17 öffnen kann.

Andere Programme sind da nicht so empfindlich. Zur allgemeinen Verwirrung „versteckt“ Adobe diese Hauptversionsnummer und nennt sie stattdessen 2021, 2022. Hier muss der Anwender also höllisch aufpassen.

Welche Version aktuell auf dem Rechner installiert ist, sieht man am besten im „Creative Cloud Desktop“ Programm. Als ich den Screenshot gemacht habe, hatte ich also von Photoshop die „Hauptversionsnummern“ 23 und 22 installiert.

Die Nebenversionsnummer oder Minorrelease ist der Teil rechts vom ersten Punkt. Also z.B. „17.1“,  „17.2.3.09“ oder „17.10.800“. Die Dateien der Programme sind (im Normalfall) innerhalb der Hauptversionsnummer kompatibel.

Einmal hat Adobe eine Version von InDesign veröffentlicht mit Nebenversionsnummer, die nicht kompatibel war: eine InDesign-CS5.5-Datei konnte man mit InDesign CS5.0 nicht öffnen. Aber das ist lange her.

Diese Nebenversionsnummer veröffentlicht Adobe für Bugfixes und Sicherheitsupdates. Bugfixes beheben Programmierfehler und Sicherheitsupdates schließen Lücken, die für Schadcode (Viren) genutzt werden können.

 

Geschmacksfrage: Update Ja oder Nein oder Beides?

Die Frage, die man sich nun stellen muss, ist, ob man Updates von Adobe haben möchte. Ich denke, die richtige Antwort lautet „Ja“. Denn zum einen bezahlen wir Adobe genau dafür Monat für Monat, dass kontinuierlich an der Software gewerkelt wird. Zudem ist es eine gute Idee, sicherheitsbedingte Updates durchzuführen, um sich vor Hackern zu schützen. Aber möchte man auch immer alle Updates von Hauptversionnummern? Das ist Geschmackssache! Ist man neugierig und arbeitet immer gerne mit dem Neuesten, dann will man das. Arbeitet man aber in einem großen Team und muss gewährleisten, dass die Dateien kompatibel sind, kann man unter Umständen nicht immer sofort auf die neueste Version updaten.

Ich sage es vorweg: Adobe erlaubt leider keine Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenversionsnummer. Das ist ärgerlich.

Und eine Info noch: Hauptversionnummern veröffentlicht Adobe im Normalfall nur einmal im Jahr und zwar zur Hausmesse „Adobe Max“. Nebenversionnummern erscheinen monatlich, teilweise häufiger. Informationen zu den Sicherheitsupdates veröffentlicht Adobe hier: https://helpx.adobe.com/security.html/security

 

„Creative Cloud Desktop“ App ist der Dreh- und Angelpunkt

Die wichtigste Einstellung für die weiteren Schritte findet man in der „Creative Cloud Desktop” App unter ( Datei > Voreinstellungen > ) Allgemein > Einstellungen > Creative Cloud bei Anmeldung starten. Nur wenn dies eingeschaltet ist und damit die App läuft, kann sie über Updates informieren.

Die nächste wichtige Einstellung befindet sich unter Allgemein > Einstellungen > Creative Cloud laufend aktualisieren. Auch dies sollte eingeschaltet sein, damit diese wichtige Software immer auf dem neuesten Stand ist. Sollte es in Zukunft eine Version der „Creative Cloud Desktop“ App geben, die nicht kompatibel mit dem eigenen Betriebssystem ist, wird das Update nicht ausgeführt. Hier kann man sich also sicher wähnen.

Mögliche Updates der einzelnen Adobe-Programme kann man sich zunächst einmal melden lassen, bevor sie installiert werden. Dann weißt das „Creative Cloud“ Symbol in der Menüzeile (macOS) oder Taskleiste (Windows) mit einem kleinen roten Punkt darauf hin.

Dies stellt man ein in der „Creative Cloud Desktop“ App unter Benachrichtigungen > Applikationsupdates. Dies sollte man nun einschalten, damit Benachrichtigungen zu verfügbaren Updates für die installierten Programme erscheinen.

 

Wie automatisch sollen Updates geladen werden?

Schauen wir uns in der „Creative Cloud Desktop“ App mal dies an: Datei > Voreinstellungen > Applikationen > Automatische Aktualisierung.

Wenn der Schalter ausgeschaltet ist, dann passiert nichts, wenn Adobe eine neue Version veröffentlicht. Du bekommst so keine Software installiert, weder Haupt- noch Nebenversionsnummer. Du behältst die Software, die du hast.

Wenn der Schalter bei „Automatische Aktualisierung“ eingeschaltet ist, wird die neue Version automatisch heruntergeladen und Installiert.

Ich erwähnte es weiter oben schon einmal: Adobe unterscheidet da leider nicht zwischen Haupt- und Nebenversionsnummer. Bedauerlicherweise! Denn, wenn man „Bugfixes“ und Sicherheitsupdates haben möchte, muss man die „Automatische Aktualisierung“ einschalten. Dann bekommt man aber auch die neuen Hauptversionsnummern.

Unter den „Erweiterten Optionen“ kann man nun noch einstellen, ob die Einstellungen und Voreinstellungen der Vorgängerversion übernommen werden sollen und ob die ältere Version entfernt werden soll. Was für jeden persönlich und für die eingesetzte Software die richtige Einstellung ist, hängt jetzt von ein paar Parametern ab.

Arbeitet man im Team oder allein? Welche Versionen und welche PlugIns nutzen Kunden und Partnerunternehmen? Arbeitet man mit Software, die nicht rückwärtskompatible Dateien erzeugt? Wie sicher muss der Prozess sein? Wie voll ist die Festplatte bzw. der Server?

Ich persönlich habe bei InDesign natürlich eingestellt, dass jedes Update installiert und keine alte Version entfernt werden soll. Bei Bridge möchte ich auch die neue Version aber die alte kann entfernt werden.

Mit dem Schalter „Update“ kann man im Übrigen eine manuelle Suche starten, wenn man die Fäden selber in der Hand halten will. Dies sollte man wegen der Sicherheitsupdates aber auch regelmäßig tun!

Übrigens: Es hält sich hartnäckig das Gerücht, man könne nicht mehrere Versionen der Adobe Programme auf einem Rechner installiert haben. Das gilt für Acrobat. Die anderen Programme, InDesign, Photoshop, Illustrator usw. können aber mit mehreren Versionen installiert sein. 

Link zur Dokumentation von Adobe

Kommentar

Bei diesen Einstellungen sollte man genau aufpassen. Zum einen besteht die Gefahr ein Update zu verpassen und sich mit Programmfehlern herumzuschlagen, die „eigentlich“ nicht mehr bestehen. Oder man arbeitet noch mit Sicherheitslücken, die bereits lange geschlossen sind. Zum anderen besteht aber auch die Gefahr, dass man sich seine produktive Software updatet und PlugIns nicht mehr funktionieren oder Kunden und Kollegen die Dateien nicht mehr öffnen können. Letzteres ist bei InDesign ein großes Thema.

Aber, jetzt weißt du, welche Regeln bei der Einstellung dieser Parameter wichtig sind und es kann nichts mehr schiefgehen!

Christoph Steffens

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