Was gibt es Neues in InDesign 2023 (Version 18) 🆔

Was gibt es Neues in InDesign 2023 (Version 18) 🆔

Im Rahmen der Hausmesse „Adobe Max“ hat der Softwarehersteller unseres Herzens neue Versionen der Programme der „Creative Cloud“ veröffentlicht. Seit dem 18. Oktober glüht die „Creative-Cloud-Desktop-App“ und verkündet, dass massig Updates auf uns warten. Wir schauen uns die Neuerungen für InDesign 2023 genauer an.

Als ich den „Splashscreen“ beim ersten Starten gesehen habe, habe ich mich zunächst sehr gefreut. Der „Splashscreen“ ist das Bild, dass das Programm beim Starten zeigt. Das von InDesign ist oben als Beitragsbild eingefügt. Warum es mich gefreut hat? Weil es aus der Printwelt stammt (und nicht mehr Werbung für eine Amazon-Serie enthält). Hier zu sehen ist etwas Geducktes, sind Druckfarben und Papier. Irgendwie macht mich das zuversichtlich, dass Adobe unsere Industrie nicht komplett vergessen hat.

Der Splashscreen wurde im Übrigen von Julia Schimautz gestaltet, einer österreichischen, in Berlin ansässigen, Künstlerin.

Im Internet hat Adobe diese Seite veröffentlicht, und die Neuerungen erläutert.

 

Automatisch formatieren

Der erste Punkt auf der Seite von Adobe ist schon falsch. Denn diese „Technologievorschau“ ist bis auf Weiteres (Stand Oktober 2022) für englische Benutzer vorbehalten. Die Palette „Stilpakete“ oder „Formatpakete“ oder wie die auf Deutsch auch immer heißen wird, ist nur sichtbar, wenn man InDesign installiert und als Standardinstallationssprache „Englisch“ eingetragen hat. Unsereins muss also noch etwas warten. Hinter dieser Funktion steckt eine neue Funktion, die Text mit Unterstützung von KI formatieren kann. Naja…

 

Effizientes Kopieren und Einfügen zwischen Illustrator und InDesign

Kommen wir hier zur ersten, unter Umständen interessanten, Neuerung. Bisher war es ein rechter Mist, Text von Illustrator nach InDesign zu kopieren. Dort, im InDesign, kamen nämlich nur Vektorgrafiken an. In den neuen Versionen von Illustrator und InDesign ist es möglich, Text als Text von Illustrator nach InDesign zu übernehmen.

Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass in Illustrator 2023 in den Voreinstellungen unter „Zwischenablageoptionen“ nicht eingestellt ist, dass beim Kopieren das PDF-Format genutzt werden soll.

Nebenbei hat uns Adobe noch eine zusätzliche Option beschert, die beim Einfügen von Text über die Zwischenablage hilft. Ist in den Voreinstellungen, unter „Zwischenablageoptionen“ aktiviert „Einfügeoptionen anzeigen“, dann erscheint an einem Textrahmen, der durch das Einfügen aus der Zwischenablage entsteht, dieses „Anhängsel“. Das konturlose „T“ führt dazu, dass der Text ohne Formatierung eingefügt wird. Das „T“ mit Outline fügt den Text mit Formatierung ein. Natürlich überleben die elaborierten Illustratoroptionen unter „Aussehen“ den Weg über die Zwischenablage nicht. Schade.

 

Neu in InDesign unterstützte Grafikformate

In InDesign 2023 kannst Du jetzt Dateien in den Formaten HEIF, HEIC, WEBP und JP2K importieren. Wir werden uns hier im Blog in den kommenden Wochen diesen neuen Formaten intensiver widmen.

 

Besseres einfügen von duplizierten Seiten

Was passiert, wenn man im Seiten-Bedienfeld eine Seite oder einen Druckbogen dupliziert? Bis inklusive InDesign 2022 wurden die neu erstellten Seiten immer ganz am Ende der bestehenden Seiten eingefügt. In InDesign 2023 werden diese nun direkt nach den ausgewählten Seiten eingefügt.

Wer dennoch möchte, dass die Duplikate, die „früher“, am Ende der Seiten landen, kann eine neue, zusätzliche Option auswählen: „Druckbogen am Ende der Seiten duplizierten“ respektive „Seite am Ende der Seiten duplizierten“.

Wir im Team freuen uns und meinen, diese kleine neue Funktion war längst überfällig.

Leider ist im Zuge des Updates eine Funktion verschwunden: Bis inklusive InDesign 2022 konnte man eine Seite in der Seitenpalette mit gedrückter Alt-Taste duplizieren. Dies funktioniert in InDesign 2023 nicht mehr.

 

Vorschau von InDesign-Dokumenten

Die in meinen Augen aber interessanteste Neuerung ist, dass man sich nun durch eine Seitenvorschau der InDesign-Dateien klicken kann, und das sowohl im Finder unter macOS als auch im Explorer unter Windows! Das wünsche ich mir tatsächlich seit Jahren! Eine InDesign-Datei zu öffnen, nur um nachzuschauen, ob das die „richtige“ ist, schien mir bisher immer aufwändiger als es sein müsste.

Zwei wichtige Informationen dazu: Zum einen ist es wichtig, was Du in InDesign in den Voreinstellungen unter „Dateihandhabung > InDesign-Dateien speichern“ eingestellt hast. Die Anzahl der Seiten und die Vorschaugröße entscheiden, welche Seiten und in welcher Qualität Du diese im Finder oder Explorer siehst.

Und der Hammer ist folgendes: Diese Neuerung betrifft nicht nur InDesign Dateien, die mit InDesign 2023 gespeichert werden! Nein, dies betrifft alle InDesign-Dateien, auch von älteren InDesign-Versionen! Wie kommt es? Die Möglichkeit eine Vorschau in die indd zu speichern gibt es schon seit Jahren! Wenn Du InDesign 2023 auf Deinem Mac oder PC installierst, erhält dein Betriebssystem eine Erweiterung, welche es ermöglicht, die Vorschauen darzustellen! Das heißt, auch wenn Du mit InDesign 2023 gar nicht arbeiten willst, kann es eine gute Idee sein, die Version dennoch zu installieren, nur um die Vorschauen Deiner (alten) Dateien zusehen! Cool, oder?

 

UXP-Scripting

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Entwickler von InDesign-Scripten nun „UXP-Scripting“ zu den bisherigen Sprachen „VBScript“, „AppleScript“ und „JavaScript“ verwenden können. Viele Programmierer begrüßen das.

 

Eine große Kleinigkeit

Wenig beachtet hat sich ein Detail verbessert, dass einen Fehler der letzten Versionen behebt. In den Voreinstellungen gibt es unter „Satz“ eine neue Option namens: „Beachten Sie Texteinzüge zusätzlich zum Textumfluss“. Dies ändert das bisherige Verhalten von Listen, wenn deren Text von einem Rahmen verdrängt wird.

 

InCopy

Kurz und knapp: Enttäuschenderweise gibts hier nix Neues. Schade!

Kleine Erinnerung zum Thema „Softwareupdate“

Wie immer gilt, mit dem Updaten sehr vorsichtig zu sein. Warte lieber vor dem produktiven Einsatz der neuen Versionen ab, bis ein kleines Zwischenupdate erschienen ist. Erfahrungsgemäß dauert es zwei Monate, vielleicht auch bis Januar, bis es von InDesign eine Version gibt, die man im Produktionsalltag einsetzen möchte. Zu oft in den letzten Jahren war die erste veröffentlichte Version zu fehlerhaft.

Wer unbedingt die neue Version ausprobieren möchte, sollte zumindest erwägen, die frühere Version nicht zu entfernen. Dies kann man in den Voreinstellungen der CC-App für jedes Programm separat einstellen oder auch beim jeweiligen Update.

Eine gute Idee ist es beim Update die „Bisherigen Einstellungen und Voreinstellungen importieren“ anzuklicken. Dann landen bei InDesign die Arbeitsbereiche und Scripte und vieles mehr direkt in der neuen Version.

Fazit

Tja. Auch dieses Jahr war die „Adobe Max“ für InDesign-Anwender:innen eher eine Enttäuschung. Wie schon 2022 beschränken sich die Neuerungen auf vier bis fünf Themen, die, neutral betrachtet, lachhaft sind! Sorry, aber da fragt man sich schon, wofür man pro Monat seine Abo-Gebühren bezahlt.

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Oktober 2022

Teilen
Nanu, ich kann ein Objekt in InDesign nicht anklicken?🤨

Nanu, ich kann ein Objekt in InDesign nicht anklicken?🤨

Wieso kann ich das Objekt nicht auswählen?

Kennst du das? Du willst in InDesign einen Bildrahmen verschieben, einen Textrahmen löschen oder die Seitenzahlen entfernen. Aber das Objekt, der Rahmen oder die Gruppe lässt sich partout nicht auswählen.

Was tun?

Wir haben im Team mal überlegt und sind auf neun Situationen gekommen, in denen es zu genau diesem Problem kommen kann. Sicher wärest du auf viele auch selber gekommen. Aber auf alle neun? (⊙_⊙)?

YouTube aktivieren. Ja, die Inhalte von YouTube anzeigen. Bei Aktivierung werden personenbezogene Daten an YouTube weitergeleitet. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung und in der von Youtube.

Wenn Sie diesen Hinweis akzeptieren, wird Ihre Auswahl gespeichert und die Seite aktualisiert.

Du hast noch einen kniffligen Fall?

Wenn wir eine Situation übersehen haben, schreib es gerne in die Kommentare des Videos! Wir freuen uns!!

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Oktober 2022

Teilen
Sichere Passwörter sind sicher 🔐

Sichere Passwörter sind sicher 🔐

Mit einem guten Passwort steht und fällt die Datensicherheit!

In der Antike entwickelte das römische Militär ein ausgeklügeltes System von „Losungswörtern“, um Freund und Feind zu unterscheiden und Feinde effektiv am Eindringen in kontrollierte Bereiche zu hindern. Es wird angenommen, dass die Römer zum ersten Mal Passwörter verwendeten und sogar ein ausgeklügeltes System der Weitergabe von Authentifizierungsdaten einsetzten, um sicherzustellen, dass das aktuelle Passwort von allen zugelassenen Befehlshabern verwendet wurde.

Heute sind Passwörter ein fester Bestandteil des täglichen Lebens – privat wie beruflich. Sie bilden die erste Verteidigungslinie, um unbefugten Zugang zu vertraulichen Daten oder Dateien zu verhindern.

Wenn Passwörter so wertvoll sind, warum sind dann schlechte Passwortgewohnheiten so weit verbreitet? Jeden Tag treffen Computernutzer Entscheidungen, die der Bequemlichkeit den Vorzug vor der Sicherheit geben. So verwenden sie zum Beispiel immer wieder das gleiche Passwort. Selbst die Sicherheitsbewussten unter uns entscheiden sich oft für ein Passwort, das leicht zu merken ist und nicht für eines, das schwer zu knacken ist.

Im Folgenden beschreiben wir die sechs goldenen Regeln, um deine persönlichen Daten und Firmendateien sicherer zu machen.

 

Dein Passwort steht auf einer Hacker-Liste

Passwörter sind ein Hauptziel für Hacker. Ein einziges geknacktes Passwort kann die Tür zu mehreren Stellen öffnen, wenn es mehrfach verwendet wurde. Untersuchungen zufolge sind 61 % der Sicherheitsverletzungen auf solche Passwörter zurückzuführen.

Viele Anwender sind möglicherweise von einer Datenschutzverletzung betroffen und wissen es nicht einmal. „Have I Been Pwned?“ ist eine Website, die überprüft, ob E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Kennwort bei einer Datenschutzverletzung preisgegeben wurden. Der kostenlose Dienst vergleicht deine Anmeldedaten mit Benutzernamen- und Kennwortkombinationen, die in einer öffentlichen Datenschutzverletzung oder einer geleakten Datenbank aufgetaucht sind.

 

Dein Passwort ist zu einfach

Die stärksten Kennwörter sind einzigartig, unvorhersehbar und lang. In der Tat ist die Länge entscheidend. Ein Hacker kann ein 8-Zeichen-Passwort, das aus Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben und Symbolen besteht in nur 39 Minuten erraten. Ein Hacker braucht jedoch 1 Milliarde Jahre, um ein 16-Zeichen-Passwort mit ähnlicher Zusammensetzung zu knacken.

Bei der Verwendung einer Passphrase steht die Anzahl der verwendeten Zeichen nicht mehr im Vordergrund. Eine Passphrase ist eine zufällige Kombination von Wörtern, die oft durch Bindestriche getrennt sind und eine eindeutige Phrase bilden. Diese ist oft leichter zu merken ist als ein Passwort. Zum Beispiel ist „Strangle-Santa-Unmovable-Cactus“ eine Passphrase mit vier zufälligen Wörtern, die jeweils eine unterschiedliche Anzahl von Zeichen enthalten.

Obwohl Passphrasen von vornherein lang sind, sind sie nicht von Natur aus stärker als Passwörter. Sie können anfällig für Wörterbuchangriffe sein, bei denen Hacker ein passwortgeschütztes System mithilfe einer Wörterbuchliste häufig verwendeter Wörter knacken. Das Risiko solcher Angriffe kann gemindert werden, wenn Passphrasen mit mehr eindeutigen Trennzeichen und dem Zusatz von Zahlen oder anderen zufälligen Zeichen erstellt werden. Um bei unserem Beispiel zu bleiben: „Strangle%Santa24-Unmovable=Cactus

 

Setze auf Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) werden mehr als eine Methode zum Entsperren Ihres Kontos verwendet. Dies macht sie sicherer als die Eingabe von nur einem Benutzernamen und einem Passwort. 2FA sind aktuell schon sehr weit verbreitet.

Die meisten Zwei-Faktor-Einrichtungen generieren einen numerischen Code, der innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens abläuft, von 30 Sekunden bis zu einigen Minuten. Diese zeitbasierten Einmal-Passwort-Codes (TOTP) lassen sich problemlos in 2FA-Implementierungen integrieren und sind bei Verbraucher-, Unternehmens- und Behörden-Websites zur beliebtesten 2FA-Methode geworden.

Benutzer erhalten TOTP-Codes per SMS auf ein Mobiltelefon, per E-Mail, über eine Authentifizierungs-App oder einen Sicherheitsschlüssel. Einige 2FA-Benachrichtigungsmethoden sind sicherer als andere. Im Allgemeinen sind Authentifizierungs-Apps sicherer als SMS- oder E-Mail-Benachrichtigungen, da sie nicht für SIM-Jacking (Diebstahl von Telefonnummern) anfällig sind und einen völlig anderen Kanal darstellen als E-Mails, die anfälliger für Hackerangriffe sein können. Einige Authentifizierungsprogramme bieten einfache Optionen zum Sichern der Original-Authentifizierungsschlüssel, so dass Sie auch bei Verlust eines Geräts geschützt sind. Unabhängig davon, welche Methode Sie verwenden, ist jede 2FA wesentlich sicherer als keine!

 

Teilen von Passwörtern

Die gemeinsame Nutzung von Passwörtern bietet echte Vorteile und ist für unsere Arbeitsweise zu Hause und am Arbeitsplatz von entscheidender Bedeutung geworden. Laut einer Umfrage zu Passwortentscheidungen ist die Zahl der IT-Entscheider, die Passwörter per E-Mail freigeben, im Vergleich zum Vorjahr von 39 % auf 53 % gestiegen, was zum Teil auf die Zunahme der Fernarbeit infolge der Pandemie zurückzuführen ist.

Die einfache und effektive Freigabe von Kennwörtern kann die Produktivität steigern und die Zusammenarbeit fördern. Problematisch wird es, wenn die Freigabe über ungesicherte Methoden erfolgt, die sensible Unternehmens- und Mitarbeiterdaten angreifbar machen. Die meisten E-Mail-Plattformen sind zum Beispiel nicht verschlüsselt. Kopien der Inhalte werden oft an mehreren Orten gespeichert, unter anderem auf den Backup-Servern des Anbieters. Die Weitergabe von Passwörtern per E-Mail stellt daher ein großes Sicherheitsrisiko dar. Auch Textnachrichten sind nicht durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt.

Es gibt jedoch sichere und einfache Möglichkeiten, Passwörter und andere sensible Daten auszutauschen. Passwortverwaltungslösungen bietet Tools, mit dem Sie eine Datei oder einen Text für einen bestimmten Zeitraum direkt an eine andere Person weitergeben können, wobei die Informationen durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt werden. So können Sie beispielsweise private Steuerdokumente über einen sicheren Link, der zur Erhöhung der Sicherheit auch mit einem Passwort geschützt werden kann, an Ihren Steuerberater weitergeben.

 

Wiederverwendung sollte vermieden werden

Trotz eines Jahres voller aufsehenerregender Cyberangriffe und zunehmender Schwachstellen, die durch Remote-Arbeit ausgelöst wurden, gaben fast alle (92 %) der befragten Personen zu, dass sie die gleichen Passwörter für mehrere Websites verwenden.

Die Wiederverwendung von Passwörtern ist aus einer Vielzahl von Gründen weit verbreitet. Einer der Hauptgründe ist die Angst der Benutzer, Logins zu vergessen und aus ihren Online-Konten ausgesperrt zu werden, zusammen mit der schlichten Passwortmüdigkeit. Es ist nicht einfach, sich ohne Hilfe Dutzende von Passwörtern zu merken, und so erliegen viele Menschen der schieren Bequemlichkeit, das gleiche Passwort für mehrere Konten zu verwenden. Die Wiederverwendung desselben Passworts erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass dein Konto durch Angriffe kompromittiert werden könnte. Bei einer Form des Cyberangriffs wird ein „Bot“ eingesetzt, der so programmiert ist, dass er Ihre Zugangsdaten von einer Website übernimmt und sie innerhalb weniger Sekunden auf Tausenden von anderen Websites ausprobiert.

Um die Sicherheit Ihrer Online-Informationen zu gewährleisten, ist es wichtig, für jedes einzelne Konto ein anderes komplexes Passwort zu verwenden. Der sicherste und stressfreieste Weg, Ihre eindeutigen und komplexen Passwörter zu verwalten, ist die Verwendung eines sicheren Passwortmanagers.

 

Verwende einen Passwort-Manager

Ein Passwort-Manager hilft, die Sicherheit von Passwörtern im Griff zu behalten. Anstatt sich Dutzende (oder Hunderte) von Passwörtern für deine Online-Konten merken zu müssen, verschlüsselt ein Passwort-Manager deine Passwort-Datenbank mit einem Master-Passwort. Dieses Master-Passwort ist das einzige, das du dir merken musst. Ein Passwort-Manager kann nicht nur alle deine Passwörter sicher speichern, sondern auch:

  • Zufalls-Passwörter für Konten generieren, die stark und schwer zu knacken sind
  • Passwörter sicher freigeben, bei der du kontrollieren kannst, wer Zugriff hat
  • Passwörter mit all deinen Geräten synchronisieren, damit du von überall aus auf alle deine Logins zugreifen kannst
  • Das Ändern und Zurücksetzen von Passwörtern vereinfachen
  • Dateien, Kreditkarten, Identitätsdaten und andere sensible Informationen speichern
  • sensible Informationen in einer verschlüsselten Umgebung teilen

Wenn du dich auf die Suche nach dem richtigen Passwortmanager machst, sollten du dich zunächst darüber informieren, wie die Sicherheit in die Infrastruktur des Passwortmanagers integriert ist. Ein wichtiger Punkt ist, ob der Anbieter bei der Datenübertragung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einsetzt oder nicht. Dadurch wird sichergestellt, dass alle deine sensiblen Daten verschlüsselt werden, bevor du dein Gerät verlässt, so dass nicht einmal der Anbieter selbst auf die Informationen zugreifen kann. Du kannst auch darauf achten, wie resistent der Passwortmanager gegen bekannte Angriffe und Sicherheitslücken ist. Selbst eine einfache Google-Suche kann Aufschluss darüber geben, ob es bei einem Anbieter in der Vergangenheit zu Sicherheitsverletzungen gekommen ist oder ob er über bekannte Schwachstellen verfügt, die seine Nutzerdaten gefährden könnten. Schließlich führt ein vertrauenswürdiger Anbieter regelmäßige Prüfungen durch Dritte durch und hält sich an Sicherheits- und Compliance-Richtlinien wie GDPR, SOC 2 und HIPAA.

Fazit

Wir in der Satzkiste setzen auf Bitwarden, wie bereits im Artikel im April beschrieben. Das ist eine extrem flexible, komfortable und preisgünstige Lösung, vor allem für KMU. Habt Ihr Interesse zu erfahren, wie wir Bitwarden im Alltag einsetzen? Schreibt uns, wenn Ihr mehr dazu wissen wollt.

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Oktober 2022

Teilen
Besondere Endnoten und eine InDesign-Script-Erfolgsgeschichte

Besondere Endnoten und eine InDesign-Script-Erfolgsgeschichte

Besondere Wünsche

Alles begann damit, dass sich eine Freundin des Hauses, Beate Zimmermanns (buerofuergedrucktes.de), an uns wand, mit der Frage, wie man „besondere Endnoten“ in InDesign lösen kann. Wären es nur eine Handvoll Endnoten gewesen, hätte man den Prozess manuell gestalten können. Aber bei über 600 wäre das sehr fehleranfällig gewesen. Uns fiel auch keine Lösung ein. Außer, natürlich, die Lösung über ein Script.

Der Autor des Buches hatte besondere Wünsche, wie die Endnoten im Buch beschaffen sein sollen. Da im Buch über 600 Endnoten enthalten sind, lehnte er die übliche Vorgehensweise ab. Die vielen, kleinen 3-stelligen Zahlen hätten den Lesefluss zu sehr gestört. Er wünschte sich, dass die in seinem Buch so aussehen und funktionieren:

Sie beginnen mit der Seitenzahl. Dann folgt das Zitat auf der Seite, auf das sich die Endnote bezieht. Es fehlt also die übliche Zuordnungszahl; anhand des „Zitates“ soll der Leser die Endnote zuordnen. Dann folgt die Quelle oder der Hinweis, also die eigentliche Endnote. Hier muss man zusätzlich beachten, dass im Normalfall mehr als ein Wort das Zitat darstellt, dass in der Endnoten erscheinen soll.

 

Die Voraussetzungen

Wir haben das ganze also mit einem Script gelöst. Das hat aber einige Voraussetzungen mit sich gebracht:

Das „Zitat“, das in den Endnoten erscheinen soll, muss mit einem speziellen Zeichenformat („Endnote“) formatiert sein. Im Screenshot oben in hellblau dargestellt. Danach folgt eine InDesign-eigene Endnote, die den zusätzlich Endnotentext enthält; also z. B. die Quellenangabe. Auch diese Endnote wird mit einem Zeichenformat („Endnotennummer“) belegt; im Screenshot oben als rote römische „1“ zu erkennen.

Natürlich wird das Zeichenformat für die „Zitate“ vor dem PDF-Export in die Farbe „ohne“ geändert, damit die farbige Hinterlegung nicht sichtbar ist. Das Zeichenformat für die Endnotenziffer dient dazu, dass man diese vor dem PDF-Export „unsichtbar“ machen kann. Denn genau diese wollte der Autor ja ursprünglich nicht.

 

Das Script

Wenn man nun das Script startet, dann passiert Folgendes:

  1. Das Script findet die Texte, die mit dem Zeichenformat „Endnoten“ belegt sind.
  2. Das Script merkt sich die Seitenzahl der Fundstelle.
  3. Das Script liest die dazugehörigen Endnotentexte aus.
  4. Das Script erzeugt auf der aktiven Seite einen Textrahmen. In dem werden die zusammengesammelten Daten wie folgt ausgegeben:
    Seitenzahl Komma Halbgeviert [Text, der mit dem Zeichenformat markiert ist] Doppelpunkt Halbgeviert [Text der Endnote]

Und schon sind die „besonderen“ Endnoten fertig.

Wir haben noch ein paar zusätzliche Details eingebaut. Man hätte das Script zudem noch dazu bringen können, alle offenen Dateien zu verarbeiten. Aber bei diesem Buch waren alle Seiten in einem Dokument. Die temporäre farbliche Markierung der Zitate für die Endnoten erleichterten zudem in der Korrekturphase die Arbeit für den Autor und die Redaktion.

Fazit

Ja, ich weiß: Das ist eine sehr exotische Anforderung, die wahrscheinlich außer diesem Autor niemand hat. Wir berichten in diesem Artikel auch nicht darüber, weil wir glauben, dass noch jemand dieses Script brauchen kann.

Wir berichten darüber, dass man in InDesign auch exotische „Wünsche“ oder Anforderungen lösen kann; und zwar mit Scripten. In diesem Fall konnten wir das Problem innerhalb einer Woche lösen und das für ein paar hundert Euro. 

Was soll ich sagen, die „Freundin des Hauses“ und Ihr Verlagskunde waren zufrieden…

Christoph Steffens

Du bist hier: Startseite / Archive für Oktober 2022

Teilen