IDUG Stuttgart #87 „Reinzeichnung“ mit Daniel Schulte

IDUG Stuttgart #87 „Reinzeichnung“ mit Daniel Schulte

Am 24. November 2022 fand die 87. Veranstaltung der „IDUG Stuttgart“ statt. Diesmal hatten wir Daniel Schulte zu Gast. Daniel ist Autor des Buchs „Reinzeichnung“, welches im Rheinwerk-Verlag erschienen ist.

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Reinzeichnung

Über 70 Teilnehmer waren mal wieder dabei, als Daniel zunächst mal in die Runde fragte, wer mit dem Begriff „Reinzeichnung“ überhaupt noch etwas anfangen kann.

Anschließend folge ein Rundumschlag mit tollen Hinweisen, Tipps und Hintergrundinformationen zu diesen Themen:

  • Farbmanagement in der Creative Cloud
  • Umgang mit Transparenz
  • Fremdsprachensatz
  • Vorbereitung der Datenausgabe

Wenn Du den Abend verpasst hast, ist das zwar schade, denn du konntest keine Fragen stellen und auch nicht an der regen Diskussion teilnehmen. Die Aufzeichnung kannst du aber noch gerne nachschauen. Wir haben den Abend in drei handliche Videos aufgeteilt.

 

1) Farbmanagement und Transparenz

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2) Fremdsprachensatz

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3) Ausgabe von Druckdaten plus Fragen

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Fazit

Ein richtig runder und gelungener Vortrag von Daniel. Vielen Dank dafür.

Christoph Steffens

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The Power of GREP

The Power of GREP

GREP

Die Arbeit mit “regulären Ausdrücken” gehört zu unserem Satzkisten-Alltag wie die morgendliche Tasse Kaffee und die GIFs im Firmenchat. Deswegen haben wir vor einem Jahr auch gleich einen der ersten Blog-Artikel diesem Thema gewidmet (sogar mit Film!).

Sind uns nach einem Jahr schon die Themen ausgegangen, dass wir nun schon wieder über GREP schreiben müssen? Nein, ganz sicher nicht!

Aber wir stellen häufig fest, wie schwer manchem der Einstieg in das Thema fällt – weil es sich viel zu sehr nach Informatik und Code anfühlt.

Natürlich: die „regulären Ausdrücke“ kommen aus der Softwareentwicklung. Du musst aber kein Informatiker sein, um diese anzuwenden. Und in der Ausbildung zum Grafiker oder Mediengestalter stehen sie nicht an erster Stelle, sofern sie überhaupt thematisiert werden.

Doch InDesign bietet auch den Kreativen einen leichten Zugang dazu an, ohne dass Du in Deinem Leben auch nur eine Zeile Code programmiert haben musst. Und die Anwendung von GREP spart Zeit, Geld und schont die Nerven von Anwendern und Kunden.

Ich kenne niemanden, der GREP kann und freiwillig darauf verzichtet. Man muss sich nur einmal darauf einlassen, auf diese „neue Sprache“. Und so wie man im realen Leben eine Sprache lernt, verhält es sich auch mit GREP.

 

Vokabeln

Zunächst – ohne Vokabeln, kein Erfolg. Aber es ist ziemlich leicht, da InDesign schon ein Wörterbuch mitliefert. Das befindet sich im Fenster „Suchen/Ersetzen“ und in den Absatzformatoptionen hinter dem @ und bietet eine Menge Sonderzeichen, Platzhalter und weitere Möglichkeiten an.

Und für alles Weitere gilt: Frag Google! Das Netz ist groß und hält hilfreiche Informationen parat, wie z. B. die großartige GREP-Referenz von Gregor Fellenz oder die Foren bei https://www.hilfdirselbst.ch.

Manche Vokabeln haben in unterschiedlichen Sprachen unterschiedliche Bedeutungen. Wie war das gleich?

„Pain is just the french word for bread“.

Pain bedeutet auf Französisch „Brot“, im Englischen „Schmerz“. Ein Punkt ist in unserem Sprachgebrauch ein Satzzeichen – für GREP der Platzhalter für „alle Zeichen“. Das muss man eben lernen oder aus den Wörterbüchern heraussuchen.

Apropos – wenn Du in GREP wirklich einmal einen „Punkt“ suchen willst, musst Du vor den Punkt . ein \ setzen. Dann weiß InDesign, dass Du tatsächlich den Punkt und nicht „alle Zeichen“ meinst. Das gilt für alle Zeichen, die bei GREP eine andere Bedeutung haben als in „unserem“ Sprachgebrauch – also zum Beispiel auch für runde oder eckige Klammern usw.

 

Grammatik und Satzbau

Viele Vokabeln aneinander gereiht ergeben noch nicht unbedingt einen verständlichen Satz. Aber auch hier tastet man sich ran und mit ein paar Regeln wird es verständlich. Suchketten können mit Klammern in einzelne „Päckchen“ untergliedert und somit strukturiert werden. Und auf diese Päckchen (= Fundstellen) kann im Ersetzen-Feld einzeln zugegriffen werden.

Wer eine Vokabel in Bezug zu einer anderen Vokabel setzen möchte, nimmt Lookbehind oder Lookahead zur Hilfe. Ein Beispiel könnte sein „finde a nur dann, wenn danach b kommt“.

Wer einen Platzhalter wie /d in Großbuchstaben schreibt, /D kehrt ihn um. So wird aus der Suche nach „alle Ziffern“ eine Suche nach „alles außer Ziffern“.

 

Übung Übung Übung

Die ersten Versuche in einer neuen Sprache sind vielleicht noch etwas holprig und reichen mal eben so zum Essen bestellen. Auch wenn andere den Satz schöner oder eloquenter formuliert hätten: Der Erfolg gibt uns recht. Das Essen steht auf dem Tisch und wenn es tatsächlich das ist, was wir bestellt haben, umso besser!

Fazit

Wer beherzt Wörterbuch und ein paar Regeln einsetzt und „dran bleibt“ kommt schnell zu den ersten Erfolgserlebnissen. Und wird sich im Anschluss mit zunehmendem Spaß auch an komplexere Suchmuster trauen. 

Wer die oben genannten Beispiele direkt in InDesign sehen möchte, kann sich gerne die beiden Vorträge von Oktober 2022 der IDUG-Stuttgart ansehen.

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Was sind HEIF und HEIC?

Was sind HEIF und HEIC?

Seit dem 18.10.2022 gibt es eine neue Version von InDesign. Diese zeichnet sich mal wieder nur durch ein paar wenige Änderungen und Verbesserungen aus. Eine der wenigen Schritte nach Vorne ist, dass InDesign nun neue Datenformate beim Verknüpfen bzw. Platzieren unterstützt.

Sie können jetzt HEIC-, HEIF-, WEBP- und JP2K-Dateien in ihren nativen Formaten importieren, ohne dass die Originaltreue beeinträchtigt wird.
Quelle: https://helpx.adobe.com/de/indesign/using/whats-new/2023.html#new-graphics

Werfen wir heute mal den Fokus auf „HEIF“ und „HEIC“. Apple-Jünger und iPhone-Besitzer kennen die beiden schon seit iOS 11 (2017). Denn seitdem werden Fotos, die mit iPhone oder iPad geschossen werden, nicht nur als JPG, sondern wahlweise im Format HEIF abgespeichert und Videos im HEVC-Codec in den Flashspeicher abgelegt. Die Gründe liegen in den vielen Vorteilen, die die neuen Komprimierungsverfahren (genannt „Codec“) sowie die neuen Formate mit sich bringen. Wir haben uns die Formate näher angeschaut und finden die Vorteile richtig überzeugend.

 

Abkürzungschaos: HEIF, HEIC, HEICS und HEVC

HEIF steht für „High Efficiency Image File Format“.
HEIC steht für „High Efficiency Image Container“ und ist eine aktualisierte Version von HEIF.
HEICS ist das gleiche wie HEIF, und wird manchmal bei einer größeren Anzahl von Bildern verwendet.
HEVC für „High Efficiency Video Coding“, das Komprimierungsverfahren, das die Daten so schön klein macht.

Das Verfahren wurden unter anderem von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelt und 2015 bzw. 2013 als ISO-Norm veröffentlicht – so neu sind diese Entwicklungen also nicht. Da hat Adobe aber mal richtig lange gepennt.

Man muss unterscheiden zwischen dem Codec und den Dateiformaten. Der Codec heißt „HEVC“ und komprimiert sowohl Bildern als auch Videos. Die Dateiformate sind bei Bildern HEIC, HEIF oder HEICS und bei Videos weiterhin .mov oder .mp4.

 

Warum ist das für Publisher interessant?

Zuallererst ist die Speicherersparnis zu nennen. HEVC verspricht, die Bilder und Videos circa zweimal so effektiv zu komprimieren wie JPEG. Anders gesagt, die Daten werden nur halb so groß im Vergleich zu JPG. Zudem ohne die störenden Artefakte, die man vom JPG-Format kennt. Nun könnte man denken, dass Speicherplatz zunehmend weniger kostet, warum dann also sparen? Zum einen werden Bilder und Videos wegen der steigenden Auflösung immer größer. Zudem muss man bedenken, dass die Daten transportiert werden müssen, zum Beispiel in die iCloud oder auf den heimischen Rechner. Und beim Transport lohnt sich leichtes Gepäck.

Zusätzlich bietet die neue Technologie ein paar Features, die tatsächlich neu sind. In einer HEIF-Datei ist es prinzipiell möglich, nicht nur ein Bild, sondern gleich eine ganze Anzahl Bilder zu speichern. Mit dieser Idee lassen sich nun einige unterschiedliche Szenarien realisieren:

Als erstes Beispiel nehmen wir „Burst Fotos“ (burst mode), also Fotos, die durch das lange Drücken des Auslösers erstellt werden (Apple nennt das „Live Photos“). Weitere Beispiele sind Belichtungsreihen, also mehrere Fotos einer Szene mit unterschiedlicher Belichtungszeit, oder „Focus stacking“, also mehrere Fotos einer Szene mit unterschiedlicher Schärfentiefe. Vor einiger Zeit sehr beliebt waren „Cinemagraphs“, auch „Cinemagramme“ genannt. Das sind Standbilder, die eine sich wiederholende kleine Bewegung darstellen. So erscheint das Bild ähnlich wie ein kurzes Video. Bei all diesen Beispielen handelt es sich um mehrere Bilder, die in einem Zusammenhang stehen und somit in einen HEIF-Datensatz zusammengefasst werden können.

Wer diese Art der Fotografie nutzt und sich heute ärgert, dass auf diese Weise in Ordnern, in iPhoto oder wo auch immer Dutzende Dateien erstellt werden, die schwer zu verwalten sind, kann sich über diese Entwicklung freuen. Denn in HEIF sind diese zusammenhängenden Bilder Bestandteil einer einzigen HEIF-Datei. Natürlich können in eine HEIF-Datei auch beliebige Bilder gepackt werden. Zum Beispiel alle Fotos eines Shootings oder eines Kleidungsstücks in der Modefotografie. In einer HEIF-Datei sind neben den eigentlichen Bilddaten weitere Informationen gespeichert: Bildeigenschaften, Vorschauen, Informationen zu Rotation oder Overlays.

Weiterhin können Alphakanäle oder sogar „Depth Maps“ enthalten sein. Depth Maps sind Bilder oder Kanäle, die Informationen zur dritten Dimension enthalten. Diese Daten werden nicht als solche angezeigt, sondern verwendet, um ein anderes Bild zu ergänzen. Und natürlich gehören zu den im HEIF gespeicherten Zusatzinformationen bekannte Bildmetadaten wie EXIF, XMP und andere. Eine Internetseite von Nokia bietet eine gute Möglichkeit, die Vorteile und Unterschiede zu bisher gebräuchlichen Bildformaten sichtbar zu machen.

Der neue Codec HEVC ist auch bekannt als H.265, ist also der Nachfolger von H.264. Auch bei Videos wird damit eine doppelt so starke Kompression wie bisher bei gleichbleibender Qualität realisiert. Anwendung findet das Format bereits bei der Übertragung von ultra-hochauflösenden TV-Programmen und bei Blu-ray-Discs und Camcordern mit 4K-Auflösung. Weitere Informationen findest Du hier.

 

Weitere Extras

Das Bildelement in HTML5.2 ist in der Lage, aus einer Auswahl von Bildalternativen selbsttätig das Bild auszuwählen, das für die aktuellen Anforderungen an die Darstellung bezogen auf das Gerät und die Fenstergröße am besten passt. Damit kann der Speicherbedarf und die Downloadzeit optimiert werden, je nachdem wie groß das Display oder wie schnell die Internetverbindung ist.

Und HEIF unterstützt per Design ausdrücklich ein „non-destructive editing„. Das bedeutet, dass das Originalbild durch Bearbeitung nicht unwiderruflich zerstört wird. Das fängt an beim Beschneiden und Drehen. Aber auch nach intensiver Bearbeitung steht das Original noch zur Verfügung, weil Zwischenschritte in der Datei selbst gespeichert werden können.

 

Gute Nachrichten/Schlechte Nachrichten

OK, man kann in InDesign 2023 HEIF-Dateien platzieren. Und man kann in Photoshop 2023 HEIF-Dateien öffnen. Beide Programme können auch Videos, die mit HEVC kodiert sind, platzieren und öffnen.

Aber: Weder in InDesign 2023 noch in Photoshop 2023 kann ich HEIF-Dateien speichern. Sicher wäre das aus Photoshop heraus wichtiger, aber InDesign kann seit 1000 Jahren PNG und JPEG exportieren, warum nicht auch HEIF? Und das „non-destructive editing“ voh HEIF beherrscht Photoshop ebenfalls nicht.

Zudem kommt keines der beiden Programme mit HEIF als Container zurecht! Das heißt, ich kann nur das „Schüsselbild“ sehen und platzieren oder bearbeiten. Wenn im HEIF-Container aber mehrere Dateien enthalten sind, habe ich darauf keinen Zugriff. Damit werden die interessanten Features, die HEIF mitbringt, im Keim erstickt.

Fazit

Bin ich Optimist? Dann freue ich mich darüber, dass InDesign und Photoshop aktuelle Datenformate unterstützen! Yeah! 🥳 Bin ich Pessimist? Dann ärgere ich mich, dass Adobe wiedermal nur einen halben Job gemacht hat. 😢 Das ist superschade, denn auf diese Weise werden die unbestrittenen Vorteile des Formates und des Codecs verspielt. Ärgerlich.

Christoph Steffens

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Keine Pantone-Bibliotheken mehr in Adobe Programmen – eine Aktualisierung (🔥Update November 2022)

Keine Pantone-Bibliotheken mehr in Adobe Programmen – eine Aktualisierung (🔥Update November 2022)

Schon vor ein paar Monaten haben wir über das Thema informiert. Nun kocht es wieder hoch. Das liegt unter anderem an diesem Artikel auf Heise.de. Dort steht:

Nutzer sehen nur noch Schwarz

Alle bislang verwendeten Pantone-Farben, die hinter der neuen ‚Paywall‘ verschwinden, werden durch schwarze Flächen dargestellt. Und zwar auch in Dateien, die man vor der Umstellung angelegt hat. Auf Twitter kursieren bereits entsprechende Hinweise und Screenshots sowie verärgerte Kommentare.

Jetzt rufen unsere Kunden an und fragen, was Sache ist und was sie tun sollen. In diesem etwas längeren Artikel wollen wir den Sachverhalt mal klarstellen. Du kannst den Artikel gerne unter Kollegen teilen!

 

Wer sollte weiterlesen und wer nicht?

  • Du hast bisher die Pantone-Bibliotheken nur verwendet, um dich farblich inspirieren zu lassen und am Ende hast du doch mit CMYK-Daten und nicht mit Volltonfarben gearbeitet. Wenn du deshalb die Bibliotheken vermisst, dann ist dieser Abschnitt interessant: Wo bekomme ich die alten Pantone-Bibliotheken her?
  • Wenn du dich fragst: Gibts denn keine Alternative zu Pantone? Dann lies hier weiter.
  • Wenn du in Photoshop mit Duplex-Bildern arbeitest und dort Pantone Farben verwendest, solltest Du diesen Artikel auf jeden Fall weiter lesen
  • Wenn du einfach mal wissen willst, worum es in der ganzen Aufregung eigentlich geht, lies hier weiter und was das größte Problem bei der Geschichte ist, liest du hier.

 

Was hat Adobe denn nun gemacht?

Adobe hat viele Jahre lang Bibliotheken mit Pantone-Farben mit seinen Desktop-Programmen ausgeliefert. Diese sind im Übrigen mindestens seit CS3, also seit 2012 (!), unverändert! Pantone hat in den letzten zehn Jahren seine Farben aber weiterentwickelt und es stellt sich ganz grundlegend die Frage, in welchem Rahmen diese Bibliotheken überhaupt sinnvoll einsetzbar waren!

Wie angekündigt hat Adobe nun im August einen Teil der Bibliotheken aus den Programmen entfernt. Was dieser lapidare Satz konkret bedeutet, ist in meinen Augen nicht weniger als ein Skandal. Denn Adobe von deinem Rechner Dateien entfernt, die du unter Umständen zur Produktion benötigst!

Als Beispiel: In diesem Screenshot siehst du die Bibliotheken, die im Ordner deines InDesign 2022 (Version 17.0) enthalten waren (oder sind). Ich zähle zehn Bibliotheken, unter anderem „Pantone+ Premium Metallics Coated“ und „Pantone+ Pastel & Neon Coated„.

Wenn du das Update auf InDesign 2022 (Version 17.4) durchführst, sieht der Inhalt so aus. Ich zähle nur noch fünf Bibliotheken und unter anderem fehlen die beiden oben genannten Bibliotheken.

Dies ist bei den Updates für Illustrator 2022 und Photoshop 2022 das Gleiche. Adobe hat dir also durch das empfohlenen Update Dateien vom Rechner entfernt!

 

Was bedeutet das für deine Produktionsdateien?

Die gute Nachricht ist, dass sich für deine Dateien, die du in InDesign und Illustrator erstellt hast, selbst wenn diese Pantone-Farben enthalten, nichts zum Nachteil ändert. Mit einer Ausnahme gilt das auch für Dateien aus Photoshop.

Alle Farbfelder in InDesign und Illustrator, die ursprünglich aus einer der betroffenen Pantone-Bibliotheken stammen, sind als „Kopie“ in den Dateien gespeichert und wissen immer noch, wie sie dargestellt werden wollen.

 

Der GAU: Duplex-Bilder in Photoshop

Aktualisierung November 2022:

Adobe hat am 16.11.2022 die Version 24.0.1 von Photoshop veröffentlicht. In dieser Version besteht das „Schwarz-Problem“ nicht mehr! Das heißt, dass Dateien, wie im nächsten Abschnitt beschrieben, in der Version 24.0.1 nicht mehr falsch dargestellt werden. In InDesign und Illustrator hat sich nicht geändert!

Unter zwei Voraussetzungen bekommst du Probleme mit deinen Produktionsdateien aus Photoshop:

  1. Du arbeitest mit Bildern im Modus „Duplex, sei es „Einfarbig„, „Duplex„, „Triplex“ oder „Quadruplex„.
    und
  2. Eine der Farben stammt aus den „verloren gegangenen“ Pantone-Bibliotheken.

Zur Sicherheit sei nochmal gesagt: Wenn du nicht mit dem Modus „Duplex“ arbeitest oder diese Bilder nicht mit Pantone-Farben der betroffenen Bibliotheken eingefärbt hast in Photoshop, dann hast du das hier beschriebene Problem nicht!

Wenn du nun ein solches Bild in Photoshop 2022 öffnest, erscheint eine Fehlermeldung und die Farbe wird schwarz dargestellt!

Jetzt wird es kompliziert: Wenn du ein solches Bild in InDesign platzierst, passieren verwirrende Dinge. Zunächst sieht das Bild, wie in Photoshop, schwarz aus. Das ist schlecht! Aber ein Blick auf die Palette „Farbfelder“ zeigt, dass eine Volltonfarbe hinzugefügt wurde! Das ist natürlich gut! Aber, wenn man sich jetzt die „Separationsvorschau“ in InDesign anschaut, oder ein PDF exportiert und dieses in der „Ausgabevorschau“ in Acrobat betrachtet, stellt man fest, dass die Datei unbrauchbar ist!

Jetzt hast du die Wahl, wie du mit dem Problem umgehst. Entweder, du besorgst dir die verloren gegangenen Bibliotheken oder du wirst Pantone-Kunde und abonnierst Pantone-Connect.

Wo bekomme ich die alten Pantone-Bibliotheken her?

  • Im Backup nachsehen
    Wenn du deine Festplatte regelmäßig sicherst, dann solltest du nach Dateien suchen, deren Dateiname mit „Pantone+“ beginnen und deren Suffix „*.acb“ (InDesign und Illustrator) und „*.aco“ (Photoshop) ist. Diese Dateien legst du in deinem Rechner in den entsprechenden Ordner der genutzten Programmeversion.
  • Alternativ kannst du auch eine alte Version des Programmes installieren!
    Zum Zeitpunkt, wenn ich diese Zeilen schreibe (November 2022) kann man über „CC Desktop App“ noch die Version 17.0 von InDesign, 23.0 von Photoshop und 26.0 von Illustrator installieren. (Man muss wissen, wie das geht, aber das soll an anderer Stelle erklärt werden)
  • Vielleicht hast du einen Kollegen oder netten Dienstleister, den du fragen kannst, ob dort eventuell noch die alten Bibliotheken vorliegen und diese  weitergegeben werden 😁 Ob dies rechtlich zulässig ist, ist umstritten. Aber fragen kann man ja mal!

 

Gibts denn keine Alternative zu Pantone?

Fazit

Ich persönlich finde das Vorgehen von Adobe höchst fragwürdig. Wer nun „Schuld“ an diesem Desaster hat, Pantone oder Adobe, kann ich nicht beurteilen. Fest steht, dass sich beide nicht mit Ruhm bekleckert haben. Die Suppe auslöffeln müssen nur die Anwender, die brav jeden Monat ihre Abogebühren zahlen.

Erschwerend kommt hinzu: Die offizielle Lösung für das Problem, das PlugIn von Pantone kostet nicht nur monatlich Geld. Weil das PlugIn nur in „CEP“ programmiert ist, ist es zudem nicht möglich, dieses auf einem Apple-Rechner mit M1-Prozessor nativ in Photoshop laufen zu lassen. Das bedeutet, dass du Photoshop auf diesen Macs im „Rosetta Modus“ laufen lassen musst, um das Plugin zu nutzen. Die Bewertungen des PlugIns sprechen auch Bände.

Allerdings halte ich die Hysterie, die sich in der „Publishing-Community“ breit macht, für unangemessen. Wir hoffen, dass wir mit diesem Artikel zur Klärung beigetragen haben.

Wir freuen uns, wenn du den Artikel unter deinen Kolleg*innen und Freund*innen teilst. Wenn du Ergänzungen hast oder einen Fehler gefunden hast, freuen wir uns über eine Rückmeldung.

Christoph Steffens

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IDUG Stuttgart #86 „Keine Angst vor GREP“

IDUG Stuttgart #86 „Keine Angst vor GREP“

Am 27. Oktober 2022 fand die 86. Veranstaltung der „IDUG Stuttgart“ statt. Das Thema war dieses Mal wieder ein sehr „indesigniges“, nämlich „GREP“.

 

Das Thema ist GREP

GREP ermöglicht es dir in InDesign mit „Mustern“ nach Text zu suchen. Das macht die „Suchen/Ersetzen“ Funktion zu einem mächtigen Werkzeug. Zusätzlich erweitert es die Automatisierungsmöglichkeiten über den sogenannten „GREP-Stil“ in den Absatzformaten von InDesign. Alle E-Mail-Adressen blau und unterstreichen – kein Problem. Das 2 von m² automatisch hochgestellt setzen – kein Problem.

Der Abend war zweigeteilt. Zuerst holte Christoph Steffens alle Teilnehmer mal grundsätzlich ab. Was ist dieses „GREP“ überhaupt? Welches Potenzial schlummert in dieser Technik und warum brauche ich keine Angst zu haben, mich damit zu beschäftigen. Dieser Vortrag ist bereits freigeschaltet und kann hier angeschaut werden:

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Anschließend stieg Katharina Frerichs tiefer ein und zeigt Beispiele aus dem Produktionsalltag der Satzkiste. Dieser Vortrag wird am Donnerstag, den 10. November 2022 um 12.00 Uhr freigeschaltet:

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Fazit

Mit 70 Teilnehmern war der Abend mal wieder richtig schön gut besucht. Es hat mal wieder großen Spaß gemacht, selbst einen Vortrag zu halten. Auch die Fragen und die Diskussion waren sehr interessant!

Was meinst du, sollen wir mehr InDesign-Basics machen?

Christoph Steffens

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