Kor­rek­tur­work­flow mit Acro­bat: PDF Kom­men­ta­re laden ewig

Kor­rek­tur­work­flow mit Acro­bat: PDF Kom­men­ta­re laden ewig

Wer mit Acro­bat und PDFs einen Kor­rek­tur­work­flow mit sei­nem Kun­den oder Dienst­leis­ter lebt, ist in die­se Fal­le viel­leicht schon ein­mal gelau­fen. Und im schlimms­ten Fall ist es noch nicht ein­mal auf­ge­fal­len. Wenn im PDF sehr vie­le Kom­men­ta­re ent­hal­ten sind, kann es ewig dau­ern, bis die­se in Acro­bat gela­den sind. Das kann in der gemein­sa­men Arbeit zu gro­ßen Pro­ble­men führen.

 

Das Pro­blem

Uns ist ein PDF unter­ge­kom­men, das 1541 Kom­men­ta­re ent­hielt. OK, das sind vie­le. Aber es kommt in der Tages­ar­beit eben manch­mal dazu, dass so vie­le Kom­men­ta­re not­wen­dig sind.

Wenn ich in Acro­bat die­ses PDF öff­ne, wür­de ich erwar­ten, dass die Anzahl der Kom­men­ta­re, die im PDF ent­hal­ten sind, in der Kom­men­tar­zei­le kor­rekt ange­zeigt wird. Das wären also in die­sem Fall „1541“. Das ist aber lei­der nicht der Fall gewe­sen! Statt­des­sen zeigt mir Acro­bat zunächst eine klei­ne­re Zahl an und zählt dann in aller See­len­ru­he hoch. Wenn ich also nach dem Öff­nen die Zahl che­cke und da steht nur „10“ statt „1541“ gehe ich von fal­schen Vor­aus­set­zun­gen aus und über­se­he ggf. eine gro­ße Zahl von Ände­rungs­wün­schen mei­nes Kunden.

In die­sem Video kann man das Pro­blem sehen. Aber Ach­tung: Es dau­ert über 7 Minu­ten, bis die kom­plet­te Zahl an Kom­men­ta­ren „1541“ dar­ge­stellt wird.

Um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den: Das Pro­blem ist nicht, dass das Laden von 1541 Kom­men­ta­ren zu lan­ge dau­ert! Das Pro­blem ist, dass die Anzei­ge der Anzahl der Kom­men­ta­re 7 Minu­ten dau­ert! Das muss doch schnel­ler gehen!!

Die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen waren übri­gens opti­mal: Die Datei lag lokal auf mei­ner Plat­te, die 32 GB Arbeits­spei­cher und der i7-Pro­zes­sor haben sonst nichts zu tun gehabt.

 

Die Lösung von Adobe

Wir haben natür­lich bei Ado­be nach­ge­fragt. Dies ist die Antwort:

Bit­te set­zen Sie ein­mal auf einer Test­ma­schi­ne, auf der das Pro­blem auf­tritt, die fol­gen­den bei­den Regis­try Keys:
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Adobe\Adobe Acrobat\DC\AVGeneral]
„bOSRCommentView“=dword:00000001
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Adobe\Adobe Acrobat\DC\FeatureState]
„bDeferAnnotMenuUpdate“=dword:00000001
Star­ten Sie dann Acro­bat und tes­ten Sie dann, ob das Ver­hal­ten sich verbessert.

Nun, zum einen ist dies kei­ne Lösung gewe­sen, weil wir dadurch die Lade­zeit nur auf 5 Minu­ten redu­zie­ren konn­ten. Und zum ande­ren ist das „fum­meln“ in der Regis­try sicher nicht für jeden Anwen­der eine gute Idee. Die meis­ten Anwen­der wer­den (zu Recht) kei­ne Berech­ti­gung dazu haben.

 

Die wirk­li­che Lösung

Eine Lösung für das Pro­blem gibt es, bis auf Wei­te­res, nicht! Du bist jetzt im Vor­teil, dass du das Pro­blem kennst und hof­fent­lich beim nächs­ten Mal dar­an denkst, dass die Anzahl von Kom­men­ta­ren in Acro­bat nicht sofort kor­rekt ange­zeigt wird.

Kom­men­tar

Ich dach­te eigent­lich, dass ich das „Por­ta­ble Docu­ment For­mat“ eini­ger­ma­ßen ver­stan­den hät­te. Also z.B. wie es intern auf­ge­baut ist und wie die Struk­tu­ren mit „Text“ und „Schrif­ten“ und „Bil­dern“ und „Far­ben“ usw. in einer PDF-Datei hin­ter­legt sind. Dann bin ich doch über­rascht, dass die Anzahl der Kom­men­ta­re nicht ein­fach in der Datei „drin­ste­hen“ und beim Öff­nen der Datei im Acro­bat ein­fach „ange­zeigt“ wird. Statt­des­sen muss Acro­bat, und natür­lich auch der Acro­bat Rea­der, bei jedem Öff­nen die vor­han­de­nen Kom­men­ta­re zäh­len. Und dass dann auch noch in einer Geschwin­dig­keit, die mich an das Her­un­ter­la­den von MP3-Datei­en 2001 erin­nern – nicht, dass ich das damals gemacht hätte 😳

Chris­toph Steffens

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2 Jah­re Home-Office – und wie geht’s weiter?

2 Jah­re Home-Office – und wie geht’s weiter?

Vor gut zwei Jah­ren wur­de es nach den Gerüch­ten und Geschich­ten rund um „das neu­ar­ti­ge Virus Sars-Cov 2“ auf ein­mal ernst:
In der Satz­kis­te wur­den die letz­ten Desk­top-PCs durch Lap­tops ersetzt und alle tes­te­ten mal „für den Fall der Fäl­le“ die VPN-Ver­bin­dung von zu Hau­se aus.
Wir haben Mas­ken bestellt, Ein­mal-Hand­tü­cher und viel Desinfektionsmittel.

Und ab dem 22. März 2020 hat sich bei uns – eben­so wie in vie­len, vie­len ande­ren Agen­tu­ren – der Arbeits­all­tag umge­dreht: die Kis­te war plötz­lich leer.

Bei­na­he alle Kol­le­gen waren zu Hau­se und haben sich so gut es eben ging im pri­va­ten Groß­raum­bü­ro neben den Part­nern, den Home-Schoo­ling-Kin­dern und den Kin­der­gar­ten­kin­dern ein­ge­rich­tet. War ja nur für ein paar Wochen.

 

Und auf ein­mal sind alle im Home-Office

Zwei Jah­re spä­ter haben wir mal ein Fazit gezo­gen: Wie ist es im Home-Office und wie machen wir weiter?

Rein betriebs­wirt­schaft­lich kann man sagen: es hät­te nicht bes­ser lau­fen kön­nen. Es lief ein­fach rei­bungs­los wei­ter. (In unse­rer Bran­che ist das ja im Ver­gleich zu vie­len ande­ren auch ganz ein­fach mög­lich.)
Es braucht schlicht­weg kei­ne Kon­trol­le, wenn das gesam­te Team schon immer aus ver­ant­wor­tungs­vol­len Kol­le­gen bestand, die auch im Büro aus einer inne­ren Moti­va­ti­on her­aus ihre Pro­jek­te gestemmt haben. Und wir haben neben­bei ziem­lich viel Dru­cker­pa­pier und Toner eingespart.

Wir tes­te­ten uns durch ver­schie­dens­te Mee­ting-Tools und VPN-Cli­ents. In den Video-Kon­fe­ren­zen waren meist eini­ge Kin­der anwe­send und man mach­te sich nicht nur ein­mal zum Clown, um die­se zum Lachen zu brin­gen.
Es sind sogar Freund­schaf­ten zwi­schen 6‑Jährigen ent­stan­den, die sich ver­mut­lich ohne die video-tele­fo­nie­ren­den Müt­ter nie ken­nen­ge­lernt hätten.

Nied­rig­schwel­li­ge Screen­cast-Pro­gram­me ersetz­ten den Blick über die Schul­ter. Über das Jahr hin­weg wur­den Screen­shots unter­schied­lichs­ter Gesichts­aus­drü­cke der Kol­le­gen gesam­melt, um am Jah­res­en­de ein „Best-Of-Pla­kat“ dar­aus zu gestal­ten. Es wur­de hier und da wei­ter­hin gemein­sam online zu Mit­tag geges­sen und an inter­ne Bespre­chun­gen der Flur­funk gehängt („Aber jetzt sag mal – wie war das Wochenende?!“).

Es wur­den Päck­chen ver­schickt mit Schnell­tests, Mas­ken sowie Scho­ko­la­de für die Ner­ven; Bas­tel­sets für die Kin­der und gutem Wein für die Online-Weih­nachts­fei­er. Und anstatt die Blu­men­sträu­ße zum Geburts­tag auf den Schreib­tisch zu stel­len, wer­den sie nun eben ins Home-Office geliefert.

Arbei­ten außer­halb unse­res Groß­raum­bü­ros ist ohne unse­re Viel-Tele­fo­nie­rer ruhi­ger und fokus­sier­ter mög­lich. Für unse­re Pend­ler (bis zu 3 Stun­den pro Tag!) ist der Zuge­winn an Frei­zeit ein Segen. Auch, dass mal neben­her eine Wasch­ma­schi­ne läuft (wer macht das nicht) oder dem Hand­wer­ker die Tür geöff­net wer­den kann.

 

Das Für und Wider von mehr Flexibilität

Arbei­ten ist deut­lich fle­xi­bler mög­lich, was allen zugu­te kommt.
Lan­ger Spa­zier­gang mit dem Hund am Mit­tag? Klar.
Kurz die Kin­der und deren Freun­de ver­sor­gen? Bis gleich!
Son­ne genie­ßen, dafür abends noch­mal ran? Ja, nutz das aus!

Man­che haben auch die Chan­ce ergrif­fen und ihren Lebens­mit­tel­punkt etwas wei­ter weg ver­legt, sogar bis ins Aus­land. Ohne die Pan­de­mie wäre es eine Ent­schei­dung zwi­schen Job und Pri­vat­le­ben gewe­sen, jetzt geht bei­des.
Alles ist mög­lich.
Und wir haben fest­ge­stellt: Man muss aufpassen.

Wer wäh­rend meh­re­rer Lock­downs dar­an gewöhnt war, mit Kin­dern zu Hau­se zu arbei­ten, macht das auch wei­ter­hin.
Kita-Streik? Frü­her ein Urlaubs­tag, heu­te kein Pro­blem. Wir haben ja gese­hen, dass das geht.
Eine fie­se Erkäl­tung abbe­kom­men? Ich leg mich kurz hin, schau aber gleich in die Mails und bin zum Mee­ting wie­der da.
Kind krank? Pro­jekt wird den­noch fer­tig, mach ich das eben nachts und am Wochenende.

Da freut sich der Arbeit­ge­ber! Ist aber für den­je­ni­gen, der zwi­schen Tele­fo­na­ten noch spu­cken­de Kin­der ver­sorgt statt in Ruhe sei­ne Mails zu lesen, eine ziem­li­che Dop­pel­be­las­tung. Und auch für den­je­ni­gen, der eigent­lich drin­gend eine Pau­se braucht, aber gar nicht weit genug weg kann von Lap­top und Telefon.

Das ist kei­ne Situa­ti­on, die über Jah­re hin­weg funk­tio­nie­ren kann.

 

Was wir dar­aus gelernt haben

Gera­de jetzt ste­hen wir vor der Her­aus­for­de­rung, wenn vie­le Kol­le­gen und deren Kin­der krank­heits­be­dingt aus­fal­len und irgend­wie die Erwar­tung im Raum steht, dass man den­noch wei­ter­ar­bei­ten kann. Oder die rest­li­chen Kol­le­gen das locker auf­fan­gen kön­nen, die sind ja „eh da“.
Geht doch. Oder?

Stän­di­ge Erreich­bar­keit darf nicht zur Nor­ma­li­tät wer­den, nur weil der Rech­ner neben dem Ess­tisch steht.
Es braucht von bei­den Sei­ten ein Maß­hal­ten zwi­schen Geben und Neh­men. Dann kön­nen die Vor­tei­le genutzt wer­den, ohne in Nach­tei­le umzu­schla­gen.
Die Fir­ma gibt Frei­hei­ten und ver­traut dar­auf, dass ver­ant­wor­tungs­voll damit umge­gan­gen wird.
Die Kol­le­gen geben Fle­xi­bi­li­tät und ver­trau­en eben­so dar­auf, dass das nicht bis zur Erschöp­fung aus­ge­nutzt wird. Und die Kun­den kön­nen auf ein gesun­des und sta­bi­les Team ver­trau­en. Dann funk­tio­niert das wunderbar.

 

Wie wir in Zukunft mit Home-Office umgehen

Ins Büro kom­men muss kei­ner mehr. Nicht im März, nicht im April und nicht im Som­mer. Aber alle, die noch im Groß­raum Stutt­gart woh­nen, kom­men frei­wil­lig zurück. Die meis­ten im Wech­sel zwi­schen Büro und Home-Office. Oder täg­lich, wenn’s passt.

Und alle, die wei­ter weg sind, wol­len eben­falls bald mal wie­der kom­men und die Kol­le­gen tref­fen. Denn die­ses Jahr steht noch ein gemein­sa­mer Koch­kurs an. Und viel­leicht noch ein­mal ein „Out-Of-Homeoffice“-Tag beim Wandern.

Bis dahin ver­quat­schen wir wei­ter­hin Zeit in unse­ren Team-Bespre­chun­gen, schi­cken mehr oder weni­ger geist­rei­che GIFs in den Grup­pen-Chat und freu­en uns ein Loch in die Müt­ze, wenn wir den ein oder ande­ren Kol­le­gen end­lich mal wie­der per­sön­lich sehen.

Einer unse­rer Kol­le­gen kam übri­gens wäh­rend des Lock­downs zu uns. Wie wie man die Kol­le­gen via Sky­pe ken­nen­lernt und wie man sich mit einem kaum-anwe­sen­den Team in Pro­jek­te ein­ar­bei­tet, wird er uns dem­nächst hier erzählen!

 

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Kor­rek­tur­work­flow mit PDF: Der Haken am Kom­men­tar kann täuschen

Kor­rek­tur­work­flow mit PDF: Der Haken am Kom­men­tar kann täuschen

Das Pro­blem

Wer PDF-Daten nutzt, um zwi­schen Kun­de und Dienst­leis­ter Kor­rek­tu­ren aus­zu­tau­schen, der arbei­tet in Acro­bat mit „Kom­men­ta­ren“ bzw. „Noti­zen“. Wenn es nun dar­um geht, die Kom­men­ta­re zu lesen und die Ände­rungs- und Kor­rek­tur­wün­sche umzu­set­zen, dann hilft (ver­meint­lich) das klei­ne Qua­drat in der unte­ren Ecke eines jeden Kom­men­tars. Dort kann man den Kom­men­tar „abha­ken“. So arbei­tet man sich also durch das PDF und des­sen Kom­men­ta­re, bis alle abge­ar­bei­tet sind. Die­se „Häk­chen“ kann man im Fil­ter ein- oder aus­blen­den, sodass man damit sei­ne Arbeit prak­tisch ver­wal­ten kann. Nun kom­men wir aber zu dem Haken an der Sache! Die­se Häk­chen an den Kom­men­ta­ren sind nur für den sicht­bar, der sie setzt! Der Kol­le­ge oder der Kun­de, der das PDF erhält, sieht die­se nicht!

Die Lösung

Wenn man die­se Infor­ma­tio­nen also über meh­re­re Rech­ner oder Per­so­nen hin­weg kom­mu­ni­zie­ren möch­te, nutzt man bes­ser den „Sta­tus“.

Wenn du einen Kom­men­tar durch Ankli­cken akti­vierst, erschei­nen drei klei­ne Punk­te in der rech­ten obe­ren Ecke des Kom­men­tars. Ein Klick auf die­se öff­net ein Pull­down­me­nü, dort gibt es den Menü­punkt „Sta­tus fest­le­gen“ unter dem du wie­der­um aus fünf Sta­tus aus­wäh­len kannst.

Die­se Sta­tus erzeu­gen klei­ne Sym­bo­le im Kom­men­tar und kön­nen eben­falls über den Fil­ter ein- und aus­ge­blen­det werden.

Sie hän­gen nun am Doku­ment und der Kol­le­ge, der die PDF öff­net oder der Kun­de, der sie erhält, sieht die glei­chen Status.

Klei­ner Hin­weis: Die­se Info gilt für Acro­bat Pro­fes­sio­nal und Rea­der in der Ver­si­on 2021 und wur­de im März 2022 erstellt. Je nach dem, wann du die­sen Arti­kel liest, sieht das gan­ze viel­leicht etwas anders aus.

Kom­men­tar

Ein moder­ner Kor­rek­tur­work­flow funk­tio­niert über PDF und der Kom­men­tar­funk­ti­on. Dar­an besteht kein Zwei­fel. Dass Ado­be aber den „Haken“ nur per­sön­lich nutz­bar gemacht hat, man ihn also nicht mit sei­nen Part­ner „tei­len“ kann ist ver­wun­der­lich. „Intui­tiv“ ist das sicher nicht. Aber dank die­ses Blog-Arti­kels fällst du in die­se Fal­le nicht mehr!

Chris­toph Steffens

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Spei­cher­ort von Datei­en ermitteln

Spei­cher­ort von Datei­en ermitteln

Hin und wie­der ist es not­wen­dig, den Spei­cher­ort von Datei­en ermit­teln. Es gibt ja vie­le Mög­lich­kei­ten eine Datei in einem Ado­be Pro­gramm zu öff­nen. Ein Dop­pel­klick auf die Datei im Explo­rer oder Fin­der ist natür­lich die nahe­lie­gends­te. Aber es geht auch über „Letz­te Datei­en öff­nen …“ im Menü „Datei“ oder über „Zuletzt ver­wen­det“ im Startfenster.

Aus InDe­sign her­aus ist es ein sehr prak­ti­scher Weg in der Palet­te „Ver­knüp­fun­gen“ die Funk­ti­on „Ori­gi­nal bear­bei­ten“ bzw. „Bear­bei­ten mit“ zu nut­zen. Das ist viel flot­ter, als die Datei im Fin­der oder Explo­rer zu suchen und von dort zu öffnen.

Wenn ich jedoch auf die­sem Weg eine Datei öff­ne, weiß ich nicht wo sie liegt. Der Weg zu der Datei ist unklar. Möch­te ich die Datei nun per E‑Mail ver­schi­cken, muss ich mich unter Umstän­den müh­sam durch ver­schie­de­ne Ord­ner kli­cken, um den Spei­cher­ort zu fin­den. Oder aber ich möch­te zu einer Datei, die im glei­chen Ord­ner liegt wie die gera­de offe­ne. Aber wo ist der „Spei­cher­ort“ auf der Fest­plat­te oder dem Servervolume?

Die Ado­be-Pro­gram­me bie­ten nun ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten das Pro­blem zu lösen. Sehr unan­ge­nehm für uns Anwen­der ist jedoch, dass es hier kei­nen ein­heit­li­chen Weg in allen Pro­gram­men gibt. Jedes Pro­gramm und jedes Ent­wick­ler­team bei Ado­be rührt da sein eige­nes Süpp­chen. Und wir Anwen­der dür­fen es aus­löf­feln. Aber zum Glück gibt es die­sen Blog, der dir erklärt, wie es geht.

 

In allen Programmen

Ein Weg, der in allen Pro­gram­men funk­tio­niert, ist „Spei­chern unter …“. Mit etwas Glück öff­net das Pro­gramm dann den Ord­ner, in dem die gera­de akti­ve Datei liegt. Das kann aber auch dane­ben gehen, wenn man z. B. eine kon­ver­tier­te Datei vor sich hat. Wenn man zum Bei­spiel in einer aktu­el­len InDe­sign-Ver­si­on eine alte InDe­sign CS6-Datei geöff­net hat. Vor allem älte­re Pro­gramm­ver­sio­nen öff­nen dann nicht den „rich­ti­gen“ Ord­ner, son­dern den Ord­ner, in wel­chen die letz­te Datei hin­ein gesi­chert wurde.

Nun schau­en wir aber mal, wie uns die ein­zel­nen Ado­be Pro­gram­me, mit denen wir haupt­säch­lich arbei­ten, den Weg zur Datei anzeigen:

 

InDe­sign

In InDe­sign gibt es im unte­ren lin­ken Fens­ter­rah­men ein klei­nes Sym­bol, das aus­sieht, wie eine lee­re Sei­te oder ein Doku­ment. Ein Klick dar­auf bie­tet uns an, die Datei im Fin­der bzw. Explo­rer oder sogar in der Bridge zu öff­nen. Die­se Funk­ti­on fin­de ich tat­säch­lich am ele­gan­tes­ten. Von allem fol­gen­den und ich wür­de mir wün­schen, dass Ado­be dies in sei­ne Richt­li­ni­en für die Benut­zer­füh­rung für alle Pro­gram­me über­neh­men wür­de. Zu The­ma „Bridge“ müs­sen wir übri­gens in einem ande­ren Blog­ar­ti­kel mal aus­führ­lich reden.

 

Pho­to­shop

In Pho­to­shop klickt man ein­fach mit der rech­ten Maus­tas­te auf den Rei­ter des Datei­fensters. Im Kon­text­me­nü zeigt sich der Befehl „Im Explo­rer anzei­gen“ oder „Im Fin­der öff­nen“.
Sehr scha­de fin­de ich, dass die Ent­wick­ler von Pho­to­shop die „Bridge“ offen­sicht­lich nicht ken­nen und kei­ne Ver­an­las­sung sehen an die­ser Stel­le das Pro­gramm „Bridge“ im Kon­text­me­nü anzubieten.

 

Illus­tra­tor

Für Illus­tra­tor ken­ne ich kei­nen Weg sich den Spei­cher­ort anzei­gen zu lassen.

 

Acro­bat

In Ado­be Acro­bat gibt es auch einen Weg. Der ist aber nicht gera­de ein schnur­ge­ra­der Weg, son­dern ziem­lich „durch die Brust ins Auge“, also alles ande­re als intui­tiv.
Wenn du ein PDF geöff­net hast, dann kli­cke auf den Rei­ter „Start“. Das aktu­el­le Doku­ment soll­te in der Lis­te „Zuletzt ver­wen­det“ ziem­lich weit oben ste­hen. Wenn du die­se Datei nun durch Ankli­cken akti­vierst, erscheint sie in der rech­ten Spal­te mit der Dar­stel­lung eines Thumb­nails, eini­gen weni­gen Meta­da­ten und eini­gen Werk­zeug- und Bear­bei­tungs­vor­schlä­gen.
Unter dem Thumb­nail und dem Datei­na­men wird auch der Pfad ange­zeigt. Die­se Pfad­an­ga­be ist anklick­bar. Da kommt man aber erst drauf, wenn man mit der Maus drü­ber­fährt. Kli­cke ein­fach auf die­se Pfad­an­zei­ge und der Ord­ner wird geöffnet.

War­um Ado­be hier bei jedem Pro­gramm das Rad neu erfin­det und nicht in jedem Pro­gramm die glei­chen Funk­tio­nen anbie­tet, bleibt unklar. OK, die Pro­gram­me haben alle Ihre eige­ne Geschich­te und Not­wen­dig­kei­ten. Und die Anwen­der sind jeweils das Ver­hal­ten ihrer Pro­gram­me gewohnt. Aber das äußerst geschick­te Doku­men­ten­sym­bol aus InDe­sign könn­te doch pro­blem­los den Weg in Pho­to­shop oder Illus­tra­tor fin­den. Oder die Mög­lich­keit, die oben für Pho­to­shop beschrie­ben ist, könn­te pro­blem­los in InDe­sign ein­ge­baut wer­den. Scha­de, dass Ado­be auch hier wie­der die Nut­zung der Pro­gram­me unnö­tig erschwert.
Auch das Pro­gramm „Bridge“ und des­sen Nut­zung könn­te an der Stel­le wei­ter geför­dert werden.

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Hilft beim Durch­bli­cken: Die Doku­ment­chro­nik in InDesign

Hilft beim Durch­bli­cken: Die Doku­ment­chro­nik in InDesign

Wer kennt das nicht? Eine InDe­sign-Datei zickt rum, und dann: Pro­gramm­ab­sturz. Zum Bei­spiel wäh­rend des Druck­vor­gangs. Oder das Blät­tern durch die Sei­ten lässt das Pro­gramm ein­frie­ren. Even­tu­ell funk­tio­niert der PDF-Export nicht oder InDe­sign bricht ein­fach mit­ten im Pro­zess ab. Ein Blick in die „Doku­ment­chro­nik“ gibt dir dar­über Auf­schluss, ob es sich beim betrof­fe­nen Doku­ment um eine älte­re Datei mit einer län­ge­ren Geschich­te han­delt. Dies kann dir bei der Ursa­chen­for­schung behilf­lich sein.

Die Doku­ment­chro­nik gibt es in InDe­sign schon ewig. Wahr­schein­lich seit der ers­ten Ver­si­on im Jahr 1999. Es gibt kei­nen Men­übefehl und kei­nen Hin­weis auf die Doku­ment­chro­nik in der Ober­flä­che des Pro­gramms. Man gelangt zu ihr nur über einen „gehei­men“ Maus­klick. War­um Ado­be den Zugriff nicht prä­sen­ter macht, weiß nie­mand. Es ist echt scha­de, dass Ado­be da ein Geheim­nis dar­aus macht. Lei­der ist die­se Infor­ma­ti­on auch nicht per Script aus­les­bar oder über die Bridge ein­seh­bar; sehr scha­de. Aber die­ses Geheim­wis­sen tei­le ich heu­te mit dir 😉
Um an die „Doku­ment­chro­nik“ zu gelan­gen klickt man unter macOS mit gedrück­ter Befehls­tas­te auf InDe­sign > Über InDe­sign. Am PC klickst du mit gedrück­ter Strg-Tas­te auf Hil­fe > Über InDe­sign. So öff­net sich das Fens­ter mit Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm und zum Dokument.

Im obe­ren Bereich des Fens­ters, dass sich nun geöff­net hat, fin­den sich zunächst Infor­ma­tio­nen zum ver­wen­de­ten InDe­sign. Im Screen­shot sieht man, dass ich aktu­ell InDe­sign in der Ver­si­on 16.1.0.20 ver­wen­de. Die rest­li­chen Infor­ma­tio­nen sind eher unin­ter­es­sant bzw. schwer oder nicht zu interpretieren.

Inter­es­sant sind jedoch die Infor­ma­tio­nen im Bereich „Doku­ment­chro­nik“. Die­se sind im Übri­gen über Klick auf den Knopf „Pro­to­koll­da­tei schrei­ben“ auch expor­tier­bar. So kannst du die­se Archi­vie­ren oder einem Kol­le­gen oder Kun­den oder Dienst­leis­ter zukom­men lassen.

Ach­tung bei Quar­kXress- oder Pagemaker-Quelldaten

Mein Blick geht bei Pro­blem-Datei­en zunächst immer zu den bei­den Punk­ten „Aus Quar­kX­Press umge­wan­delt“ und „Aus Page­ma­ker umge­wan­delt“. Wenn dort „ja“ steht, klin­geln die Alarm­glo­cken. OK, das ist zuneh­mend sel­te­ner der Fall. In den Anfangs­jah­ren, als die Druck­in­dus­trie sich von Quar­kX­Press ab- und InDe­sign zuwand, kam dies sehr oft vor. Aber der Blick lohnt den­noch, denn in dem Fall muss die Datei drin­gend über einen Export ins idml-For­mat berei­nigt werden.

Ich kann zwar nicht genau sagen, war­um es einen Zusam­men­hang gibt zwi­schen Pro­ble­men mit einer InDe­sign-Datei und der Tat­sa­che, dass die­se aus Page­ma­ker oder Quar­kX­press kon­ver­tiert ist. Fakt ist aber, dass die­ser Zusam­men­hang in der Ver­gan­gen­heit extrem oft bestand und die wei­ter unten beschrie­be­nen Maß­nah­men erfolg­reich das Pro­blem lösen konnten.

Wenn man in der Doku­ment­chro­nik nach unten scrollt, kann man die kom­plet­te His­to­rie des Doku­men­tes sehen. In dem Fall im Screen­shot wur­de die Datei auf einem Win­dows-Sys­tem in der InDe­sign Ver­si­on 8 (also CS6) im Jah­re 2010 erzeugt.

Du siehst rich­tig: Jedes „Spei­chern“ der Datei wird in dem Pro­to­koll vermerkt.

 

Wie­so hilft nun die Doku­ment­chro­nik bei der Fehlerbehebung?

Gar­nicht. Aber bei der Ermitt­lung des mög­li­chen Ver­ur­sa­chers. Hät­te ich nun mit die­sem InDe­sign-Doku­ment Pro­ble­me, dann könn­te das am „Alter“ der Datei lie­gen, respek­ti­ve dar­an, dass es seit CS6 in meh­re­ren InDe­sign-Ver­sio­nen gespei­chert wur­de. All das ist in der wei­te­ren His­to­rie sicht­bar. Eben­falls wür­de es mich miss­trau­isch machen, wenn die Datei mit einem ande­ren Betriebs­sys­tem erzeugt oder zwi­schen­zeit­lich gespei­chert wur­de als meinem.

Auf der rech­ten Sei­te des Screen­shots ist zu sehen, dass in mei­nem InDe­sign PlugIns feh­len, die aus Sicht des Doku­men­tes jedoch not­wen­dig sind. Auch hier schril­len die Alarm­glo­cken. Gege­be­nen­falls kannst du mit den Namen, die du in dei­nem Fall dort lesen kannst, nichts anfan­gen. Dann sind es PlugIns, die jemand in sei­nem InDe­sign instal­liert hat­te, als er die Datei bear­bei­tet und gespei­chert hat­te. Auch hier gilt: Kann man machen, aber wenn es Pro­ble­me gibt mit der Datei, könn­te es dar­an lie­gen. Bist du ein Dienst­leis­ter, dann soll­test du dar­über mit dem Kun­den reden. Gege­be­nen­falls musst du das PlugIn kau­fen. Bist du der Kun­de, und eine Datei kommt von einem Dienst­leis­ter, z.B. einem Set­zer, zu dir zurück und es wer­den feh­len­de PlugIns ange­zeigt, dann ist ein Gespräch mit die­sem Dienst­leis­ter angesagt.

Nicht miss­ver­ste­hen: Es ist durch­aus „erlaubt“ mit Datei­en zu arbei­ten, die 10 Jah­re alt sind. Man darf auch mit Datei­en arbei­ten, die in der Ver­gan­gen­heit mit meh­re­ren unter­schied­li­chen InDe­sign-Ver­sio­nen oder unter­schied­li­chen Betriebs­sys­te­men gespei­chert wur­den. Das „Feh­len von Zusatz­mo­du­len“ ist eben­falls an sich kein Problem.

Aber, wenn eine Datei Pro­ble­me macht und die­se Infor­ma­tio­nen aus der Doku­ment­chro­nik her­aus­zu­le­sen sind, könn­te das dar­auf hin­wei­sen, dass hier die Ursa­che für dein Pro­blem liegt. Kei­ner die­ser Infor­ma­tio­nen (außer die „Umwand­lung“ aus Quar­kX­Press und Page­ma­ker) ist „schlecht“ oder „nicht erlaubt“.

Was kann ich mit mei­ner Pro­blem­da­tei also tun, wenn alle bis­he­ri­gen Maß­nah­men ohne Erfolg gekrönt waren und mir nun die Doku­ment­chro­nik einen ver­däch­ti­gen Hin­weis aufzeigt?

Dann wird es Zeit einen „Voll­wasch­gang“ in Erwä­gung zie­hen. Infor­ma­tio­nen zum „Voll­wasch­gang“, also dem Export ins idml-For­mat, gibts hier:

 

Und hier noch ein Video zur Dokumentchronik:

 

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