War­um Tem­pla­tes in InDe­sign benutzen?

War­um Tem­pla­tes in InDe­sign benutzen?

Das „Tem­pla­te“ – die per­fek­te InDe­sign Vorlage

Wir reden ja immer ger­ne und viel über „Tem­pla­tes“. Doch – was mei­nen wir eigent­lich damit? Wenn man es genau nimmt, ist ein Tem­pla­te zunächst ein­mal das Datei­for­mat *indt, das InDe­sign zur Ver­fü­gung stellt. Letzt­end­lich ist dabei die ein­zi­ge Beson­der­heit, dass eine Datei, die im indt-For­mat vor­liegt, immer als KOPIE geöff­net wird. Es liegt auf der Hand, wes­halb das sinn­voll ist: man kann das Ori­gi­nal auf die­se Art und Wei­se nicht „aus Ver­se­hen“ über­schrei­ben bzw. abän­dern. Eine sol­che Datei erzeugt man in InDe­sign durch „Spei­chern unter“. Dort wählt man den Datei­typ „InDe­sign Vor­la­ge“ und die Datei erhält die Datei­er­wei­te­rung „indt“. Man kann alter­na­tiv auch ganz ein­fach eine exis­tie­ren­de InDe­sign-Datei in eine Vor­la­ge umwan­deln, indem man die Datei­er­wei­te­rung „indd“ in „indt“ ändert! Das hat die glei­che Wir­kung. Die­ser Arti­kel wäre hier zu Ende, wenn das alles ist was wir mei­nen, wenn wir „Tem­pla­te“ sagen. Doch natür­lich ist es das nicht – eine indt-Datei macht noch kei­ne gute Vorlage!

Denn bei „Tem­pla­tes“ reden wir eigent­lich von Mus­ter­sei­ten, Ebe­nen, For­ma­ten, Farb­fel­dern, Text­va­ria­blen, klu­gen Ver­er­bun­gen und Benam­sun­gen. Wir reden von Biblio­the­ken, Snip­pets und manch­mal auch von Skrip­ten. Wir reden von der einen per­fekt vor­be­rei­te­ten InDe­sign-Datei, mit der du Sei­ten sau­ber und effi­zi­ent auf­bau­en kannst. Wir reden davon, mit sol­chen intel­li­gen­ten Tem­pla­tes dei­ne Pro­duk­ti­on zu beschleu­ni­gen und sicher zu machen, da Arbeits­pro­zes­se, die feh­ler­an­fäl­lig sein kön­nen, durch das höhe­re Maß an Auto­ma­ti­sie­rung über­flüs­sig werden.

 

Der Ein­satz einer InDe­sign-Vor­la­ge lohnt sich schnell

Wer sein Geld damit ver­dient, klei­ne Doku­men­te ein­ma­lig und immer wie­der neu zu gestal­ten und bestän­dig neue visu­el­le Erleb­nis­se kre­iert, wird eher weni­ger Ver­wen­dung für Tem­pla­tes haben.

Doch sobald man Pro­jek­te mit meh­re­ren Sei­ten, Aus­ga­ben, Streu­ter­mi­nen oder Rei­hen umsetzt, kommt man an Tem­pla­tes nicht mehr vor­bei. Auch nicht, wenn man zwar vie­le klei­ne Ein­zel­pro­jek­te hat, die sich aber immer an der­sel­ben Optik ori­en­tie­ren, die im sel­ben Cor­po­ra­te Design auf­ge­baut sind.

Ja, man kann ein­fach die Datei von der letz­ten Aus­ga­be dupli­zie­ren und den Inhalt löschen bzw. über­schrei­ben. Aber das ist natür­lich eben­so läs­tig, wie unpro­fes­sio­nell und gefähr­lich und zeit­rau­bend. Feh­ler wer­den hier ver­erbt und über alle Wer­be­mit­tel hin­weg mitgeschleppt.

Viel cle­ve­rer ist es, ein­ma­lig und ordent­lich Gedan­ken, Zeit und Arbeit in eine aus­ge­klü­gel­te Vor­la­ge zu ste­cken. Dann kann man bei jeder neu­en Aus­ga­be, Anzei­ge oder jedem Kun­den­mai­ling die Vor­tei­le genie­ßen, die die neue InDe­sign-Vor­la­ge einem bietet.

 

Bestand­tei­le einer InDesign-Vorlage

In einer Vor­la­ge bzw. einem Tem­pla­te wird alles ange­legt, was spä­ter für die Erstel­lung der InDe­sign-Datei benö­tigt wird. Dazu gehö­ren natür­lich Sei­ten­grö­ße, Rän­der, Anschnitt, Infobe­reich und und und.

Dar­über hin­aus soll­te man sich ein­ge­hend Gedan­ken machen über die For­ma­te. Absatz- , Zei­chen- , Objekt- , Tabel­len- und Zel­len­for­ma­te spie­len bei einer InDe­sign-Vor­la­ge eine, wenn nicht sogar die ent­schei­den­de Rolle.

Über die Ver­wen­dung und schlaue Defi­nie­rung von Absatz- und Zei­chen­for­ma­ten kann man gan­ze Bücher schrei­ben. Hier gilt es, in der Erar­bei­tung von InDe­sign-Vor­la­gen ordent­lich Gehirn­schmalz zu inves­tie­ren um die dar­auf basie­ren­de Pro­duk­ti­on ordent­lich zu befeu­ern. Hier sol­len stell­ver­tre­tend nur mal die Begrif­fe Ver­schach­tel­te For­ma­te und GREP-Stil genannt sein. Wer hier die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen trifft, spart in der fol­gen­den Pro­duk­ti­on bares Geld und sichert eine hohe, bestän­di­ge Qua­li­tät.

Wenn wir in die­sem Zusam­men­hang über For­ma­te reden, dann dür­fen wir Din­ge wie Bar­rie­re­frei­heit, XML-Work­flow oder EPUB nicht ver­ges­sen. Soll­ten die­se Aspek­te in der Publi­ka­ti­on eine Rol­le spie­len, müs­sen ent­spre­chen­de Ein­stel­lun­gen in Zei­chen- und Absatz­for­mat vor­ge­nom­men werden.

Alle Bestand­tei­le einer InDe­sign-Datei kön­nen in die Betrach­tung kom­men, müs­sen aber nicht not­wen­di­ger­wei­se. Pro­fis grü­beln auch über den sinn­stif­ten­den Ein­satz von Ebe­nen, deren Namen und sogar die rich­ti­gen Ebenenfarbe.

Apro­pos Far­ben: Wel­che Farb­fel­der in wel­chen Farb­grup­pen unter­stüt­zen die zukünf­ti­ge Pro­duk­ti­on und was sind rich­ti­ge Namen?

Zen­tra­le Tech­no­lo­gie sind natür­lich die Mus­ter­sei­ten. Je kom­ple­xer die Publi­ka­ti­on ist, des­to mehr Gedan­ken wird man dort inves­tie­ren. Ver­schach­tel­te Mus­ter­sei­ten müs­sen sorg­fäl­tig geplant und Text­va­ria­blen ange­legt werden.

Ins „Ein­ge­mach­te“ geht es dann, wenn man auch an die „Vor­ein­stel­lun­gen“ denkt. Dort fin­det man Pro­gramm­ein­stel­lun­gen aber auch Ein­stel­lun­gen, die am Doku­ment hän­gen. Zu nen­nen wären da Ein­stel­lun­gen zum Grund­li­ni­en- und Doku­men­tras­ter, der Far­be der Hilfs­li­ni­en und so weiter.

Das „gewis­se Etwas” ent­steht natür­lich dann, wenn man all die­se Tech­no­lo­gien geschickt kom­bi­niert und nicht getrennt von­ein­an­der betrach­tet. Die durch­dach­te Kom­bi­na­ti­on von Mus­ter­sei­te, Objekt­for­mat und Absatz- und Zei­chen­for­mat kann schon der hal­be Weg zum Erfolg sein.

 

InDe­sign-Vor­la­ge XXL

Natür­lich sind jetzt die Gren­zen noch nicht erreicht. Es ist nur fol­ge­rich­tig, dass wir wei­te­re Tech­ni­ken, die uns InDe­sign bie­tet, in unse­re Vor­la­ge mit ein­be­zie­hen – nicht tech­nisch, aber orga­ni­sa­to­risch. Was wir sagen wol­len ist, dass fol­gen­de Datei­en nicht Bestand­teil der Vor­la­ge sind, son­dern zusätz­lich zu der .indt in den Pro­zess inte­griert wer­den können.

 

Snip­pets

Die­se Tech­nik, die uns Ado­be vor eini­gen Jah­ren geschenkt hat, ist etwas ins Abseits gera­ten, unter ande­rem durch die „CC Libra­ries”. Snip­pets ent­ste­hen z.B. dadurch, dass man Objek­te oder auch Grup­pen von Objek­ten, ein­fach per drag´n´drop auf den Desk­top zieht. Alter­na­tiv las­sen sich Snip­pets auch expor­tie­ren und dabei auch gleich kor­rekt benen­nen. Es ent­ste­hen klei­ne idms-Datei­en. Die­se kön­nen eben­falls durch drag´n´drop wie­der in eine InDe­sign-Datei und auf eine Sei­te gezo­gen werden.

Hält man beim zie­hen auf die Sei­te die Alt-Tas­te gedrückt oder hat die rich­ti­gen Vor­ein­stel­lun­gen getrof­fen, wer­den die Objek­te des Snip­pets auf die glei­che Posi­ti­on gelegt wie im Ursprung. So las­sen sich auch Logos, Sym­bo­le, Sei­ten­kopf und ‑fuß ein­set­zen. Im Gegen­satz zu den Bestand­tei­len einer „CC Libra­ry” kön­nen Snip­pets von einem Script ange­spro­chen, auf­ge­ru­fen und posi­tio­niert werden.

 

Biblio­the­ken

Wer noch mit InDe­sign CS6 oder älter arbei­tet oder wenn die „CC Libra­ries“ aus Daten­schutz­grün­den nicht in Fra­ge kom­men, nutzt viel­leicht noch „Biblio­the­ken”. Auch die­se kön­nen per­fekt mit InDe­sign-Vor­la­gen kom­bi­niert wer­den. In die­sen indl-Datei­en las­sen sich eben­falls ver­schie­dens­te Objek­te oder Grup­pen able­gen. Der Unter­schied zu den Snip­pets liegt dar­in, dass es sich hier­bei um nur eine Datei han­delt, statt um vie­le ein­zel­ne. Und: da die­se Datei vom Anwen­der geöff­net wird und nicht wie die Snip­pets plat­ziert wer­den, kann zunächst ein­mal nur ein Anwen­der eine Biblio­thek auf einem gemein­sa­men Lauf­werk öff­nen. Aller­dings lässt sich das leicht über den Schreib­schutz (Explo­rer) lösen.

 

CC-Libra­ries

Die „CC Libra­ries“ sind die aktu­el­le Tech­no­lo­gie, um Objek­te zu ver­wal­ten, die kei­nen fixen Platz auf einer Sei­te der Vor­la­ge haben. Ide­al auch in der fir­men­über­grei­fen­den Zusam­men­ar­beit (sofern der Daten­schutz kein Pro­blem dar­stellt). In Ver­bin­dung mit einer InDe­sign-Vor­la­ge kann man in „CC Libra­ries“ Lay­out­be­stand­tei­le ver­wal­ten, die bei Bedarf auf die Sei­te gezo­gen werden.

Ach­tung, ein Arbei­ten mit Daten, die in der „Ado­be Crea­ti­ve Cloud“ lie­gen, ent­spricht lei­der nicht der DSGVO. Wenn du und dein Unter­neh­men oder dei­ne Kun­den Wert dar­auf legen, die Regeln der Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung ein­zu­hal­ten, soll­test du das beachten.

 

Skrip­te

Ja, auch Skrip­te kön­nen einer InDe­sign-Vor­la­ge den letz­ten Schliff geben. Man­che not­wen­di­gen Tätig­kei­ten an einer Datei kön­nen sinn­voll von einem Skript erle­digt wer­den. Ist die­ses abge­stimmt auf die Vor­la­ge, die mit­ge­lie­fer­ten Snip­pets, Biblio­the­ken oder For­ma­ten, kön­nen Skrip­te eine gro­ße Unter­stüt­zung darstellen.

 

Unse­re Meinung

Aus­sa­gen wie „das brau­che ich nicht“ oder „dafür haben wir kei­ne Zeit“ soll­te man kri­tisch hin­ter­fra­gen. Wir bau­en nun seit fast 20 Jah­ren InDe­sign-Tem­pla­tes auf und kön­nen mit Sicher­heit sagen: Jede Minu­te Zeit, die in die Vor­be­rei­tung inves­tiert wird, zahlt sich spä­ter dop­pelt und drei­fach aus. Das gilt für Bücher oder Zeit­schrif­ten gro­ßer Ver­la­ge genau­so wie für Bedie­nungs­an­lei­tun­gen von Kon­zer­nen oder für Mar­ke­ting­ma­te­ria­li­en mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men. Und ganz neben­bei macht es übri­gens irre viel Spaß, sich in die Struk­tur eines Lay­outs rein­zu­den­ken und sich vie­le raf­fi­nier­te Lösun­gen zu ertüfteln 😉

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Satz­kis­te unter­stützt bei tech­ni­schen Pro­ble­men rund ums Publishing

Satz­kis­te unter­stützt bei tech­ni­schen Pro­ble­men rund ums Publishing

Die Satz­kis­te ist nicht nur Dienst­leis­ter rund um Satz, Schu­lun­gen und Auto­ma­ti­sie­rung. Ger­ne unter­stüt­zen wir dich und dein Team bei der täg­li­chen Arbeit im Publi­shing. Abstür­zen­de InDe­sign-Datei­en, stör­ri­sche Illus­tra­tor-Daten oder merk­wür­di­ge PDFs – da küm­mern wir uns ger­ne drum. Oder Fra­gen wie:

„Wie set­ze ich das am Bes­ten als Tem­pla­te um?“

„War­um sieht die Datei im Über­dru­cken­mo­dus nicht aus wie gewünscht?“

„Die Dru­cke­rei meckert über mein PDF. Was mache ich falsch?“

„Soll ich das Illus­tra­tor-Update durchführen?“

Mit all die­sen Fra­gen kannst du dich ver­trau­ens­voll an uns wen­den. Grö­ße­re Fir­men oder Ver­la­ge möch­ten dies ger­ne im Rah­men einer ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­rung geord­net wis­sen. Wir haben eini­ge Kun­den im deutsch­spra­chi­gen Raum, mit denen wir Sup­port­ver­trä­ge ver­ein­bart haben.

 

Sup­port­ver­trä­ge ver­ein­fa­chen die Zusammenarbeit

Mit einem Sup­port­ver­trag wird die Zusam­men­ar­beit zwi­schen unse­rem Kun­den und uns extrem ver­ein­facht. Den Mit­ar­bei­ten­den in Her­stel­lung und Mar­ke­ting ste­hen wir zur Sei­te, wann immer es „klemmt“. Die­se kön­nen sich an eine eigens ein­ge­rich­te­te E‑Mail-Adres­se wen­den, die von meh­re­ren Kol­le­gen in der Satz­kis­te über­wacht wird. Die Abrech­nungs­mo­da­li­tä­ten machen es auch viel ein­fa­cher Schu­lun­gen zu ver­ein­ba­ren, da umständ­li­che Ange­bots­pha­sen ent­fal­len. Mal schnell ein „Trai­ning on the job“ um die Tabel­len in InDe­sign zu erklä­ren oder wie man rich­tig und flott PDFs ver­eint? Kein Problem.

Zudem bera­ten und hel­fen wir bei Umstel­lun­gen wie einem anste­hen­den Update von InDe­sign oder der aktu­el­len Post­cript Type 1‑Krise, Ein­füh­rung eines DAM-Sys­tems oder, oder, oder.

 

Eine neue Zusam­men­ar­beit mit zwei „alten“ Kunden

Und wir freu­en uns nun über zwei wei­te­re Ver­la­ge, für den wir ab sofort im Rah­men von Sup­port­ver­ein­ba­run­gen anfal­len­de tech­ni­sche Pro­ble­me lösen dür­fen. Wir sind dar­auf wahn­sin­nig stolz. Denn die Ver­ant­wort­li­chen haben sich für uns ent­schie­den, da wir uns bereits seit lan­ger Zeit ken­nen und schon eini­ge Pro­jek­te erfolg­reich mit­ein­an­der umge­setzt haben. Das ist für uns so etwas wie der Publi­kums-Bam­bi. Jetzt ist auch klar, wie es zu dem süßen Titel­bild kommt, gell? (´‿‚)

Eine sol­che Zusam­men­ar­beit wäre auch etwas für dich oder dein Team? Dann sprich uns an! Wir sind garan­tiert flot­ter als die eige­ne stun­den­lan­ge und frus­trie­ren­de Suche im Internet.

 

Unser Fazit

Wenn ich per­sön­lich etwas Neu­es ler­ne, dann knif­fe­le ich mich ger­ne selbst rein. Was ich aber unbe­dingt benö­ti­ge, ist jemand, den ich fra­gen kann, wenn es klemmt. Häu­fig geht es dabei um Klei­nig­kei­ten, die ich ein­fach nicht selbst sehe. Da hilft es, wenn jemand kurz sagt: „geh lie­ber rechts rum“ oder „drück den roten Knopf, nicht den blau­en“ . Natür­lich unter­stütz­ten wir auch ger­ne bei gro­ßen Pro­jek­ten und umfang­rei­chen The­men. Aber es macht mir gro­ße Freu­de, wenn ein Kun­de ver­zwei­felt anruft und ich ihm oder ihr den Tag ret­ten kann durch eine ein­fa­che Antwort.

Wir geben unser Wis­sen ger­ne wei­ter. Wir freu­en uns auf die Zusam­men­ar­beit und auf vie­le, vie­le kniff­li­ge Fragen!

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