Summertime

Summertime

Heute ist der letzte Schultag in Baden-Württemberg – und morgen beginnen für uns die 6,5 Wochen langen Sommerferien. 

Natürlich ist die Satzkiste nicht geschlossen, aber viele Kolleg:innen verabschieden sich nun abwechselnd in den Urlaub. Die IDUG hat Sommerpause und auch auf dem Blog werden wir während der Sommerferien keine wöchentlichen Artikel posten.

Damit es aber niemandem langweilig wird, haben wir uns ein kleines „Sommerferienprogramm“ überlegt: wir werden in jeder Ferienwoche ein besonderes Video aus unserem InDesign User Group-YouTube-Kanal vorstellen!

So gibt es also weiterhin interessante Tipps und Tricks zu Adobe Produkten und zu Publishing Themen, auch wenn wir im Hintergrund nun nacheinander in den Bergen wandern oder die Füße hochlegen.

Im September geht es dann weiter – übrigens nicht nur mit den Blog-Artikeln, auch mit der IDUG und unserer 85. Veranstaltung! Merkt Euch schon einmal den 29. September vor 🙂 Link zur Veranstaltung

Wir wünschen Euch allen eine schöne Sommerzeit!

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PowerToys von Microsoft – eine große Sammlung kleiner Helfer für Windows

PowerToys von Microsoft – eine große Sammlung kleiner Helfer für Windows

Microsoft PowerToys

Gerade vor ein paar Tagen fiel mir bei einer Schulung wieder auf, wie sehr ich die PowerToys schätze. Man konnte feststellen, wie die Konzentration der Teilnehmer:innen nachließ. Trotz Pausen, ausreichend Kaffee und meiner üblichen Scherze musste ich um die Aufmerksamkeit der Beschulten buhlen. Hier helfen mir immer wieder die Mausdienstprogramme aus der Patsche. Denn mit diesen kraftvollen Spielzeugen kann der Fokus auf genau den Teil der Präsentation lenken, der gerade wichtig ist.

Die PowerToys sind zwar Software von Microsoft, werden dem Anwender aber nicht, wie der Browser „Edge“ oder anderer Quatsch, zwanghaft auf dem Rechner installiert. Die interessierten Benutzer:innen müssen sich selbst um die Installation kümmern. Die Software ist kostenlos, hat sehr umfangreiche Funktionen und ist von mir sehr zu empfehlen.

PowerToys ist eine Sammlung von aktuell 12 Tools, die vollkommen unterschiedliche Dinge tun. Die Mausdienstprogramme nutze ich fast täglich. Andere Teile nutze ich nie oder selten. Mich begeistert, dass es häufig Updates gibt (ja, das mag ich), dass es ab und an neue Tools gibt oder vorhandene verbessert oder erweitert werden.

Ein riesengroßer Pluspunkt von PowerToys ist die tolle deutschsprachige Dokumentation. Daher möchte ich hier nur kurz beschreiben, für wen das überhaupt interessant sein könnte und was die einzelnen Tools so machen. Dazu teile ich die Tools in frei gewählte Kategorien ein. Ich hoffe, das hilft beim Konsum des Artikels.

 

Perfekt für Videokonferenz, Präsentation oder Onlineschulung

Mausdienstprogramme

In dem animierten GIF seiht man, wie der (Link) Zunächst kommen wir zu meinem absoluten Favoriten. Die Funktion wurde benannt als „Meine Maus suchen„, was ich irgendwie doof finde. Angeblich soll sie helfen, auf großen Monitoren seinen Mauszeiger zu finden 🤨. Ich liebe diese Funktion, um bei einem Meeting, in Schulungen oder Erklärfilmen den Fokus der Betrachtenden zu lenken. Das sieht sehr elegant aus, finde ich, und bringt mir eine wichtige Funktion zurück, die ich seit meinem Abschied vom macOS vermisst habe.

Des Weiteren kann man einen „Mausmarker“ aktivieren. Der zeigt an, wenn ich klicke, doppelklicke oder rechts-klicke. Ebenfalls praktisch, um die Aufmerksamkeit des Zuschauenden zu lenken!

Awake

(Link) Na, ist dir das auch schon mal passiert: Du bist in einer Videokonferenz und es wird geredet. Und geredet. Vielleicht hörst du zu, vielleicht bist du auch die redende Person. Dein Rechner merkt aber nicht, dass er gebraucht wird. Er merkt nur, dass weder Maus noch Tastatur benutzt werden. Und das bedeutet, dass der Rechner irgendwann in den Ruhezustand geht. Um das zu verhindern, kann man Awake dazu bringen, den Rechner wachzuhalten.

Videokonferenz-Stummschaltung

(Link) Manche Computer haben spezielle Tasten, mit denen man das Mikrofon stumm schalten oder die Webcam abschalten kann. Manche Videokonferenzsoftware bietet auch solche Schalter an. Wer sich darauf aber nicht verlassen kann oder will, der nutzt dieses Tool. Per Tastenkombination wird man „unsichtbar“ oder „nicht hörbar„. Letzteres ist ideal um einen Niesanfall zu verheimlichen.

 

Mit diesen wirst du Produktiver

Datei-Explorer-Add-Ons

(Link) Beim Entwickeln dieses Tools hat sicher niemand an uns Publisher gedacht. Die allermeisten Parameter sind vollkommen uninteressant. Aber es gibt eine tolle Funktion, die du sicher schätzen lernen wirst.

Unter „Miniaturbild-Symbol Vorschau“ kannst du für das „Portable Document Format“ eine Vorschau aktivieren. Das bedeutet, dass deine PDFs im Explorer nicht mehr nur das rote PDF-Symbol haben, sondern die erste Seite des PDFs angezeigt bekommst. Finde ich extrem hilfreich! Würde ich auch für InDesign-Dateien nehmen, gibts aber nicht. Schade.

Bildgrößenänderung

(Link) Dafür gibt es im Internet einen riesigen Zoo an Lösungen. Wer noch kein eigens Dienstprogramm dafür hat, ist vielleicht mit dem Teil der „PowerToys“ schon glücklich.

Wähle ein paar Bilder aus und vergrößere oder verkleinere sie direkt im Windows Explorer mit einem Mausklick. Finde ich extrem hilfreich, um Bilder für den Blog oder YouTube flott umzurechnen, ohne jedes Mal Photoshop anzuschmeißen.

PowerRename

(Link) Auch dafür gibt es andere Programme. Mir reicht dieser Teil der PowerToys vollkommen aus um den Dateinamen mehrerer Dateien zu ändern.

PowerToys Run

(Link) Für Windows-Anwender:innen schwer zu erklären. MacOS-Jünger:innen kennen dieses Spielzeug bereits unter dem Namen „Spotlight“.

Ein Tastaturkürzel öffnet einen Suchdialog, der nach Dateien, Ordnern, Systemeinstellungen und Programmen sucht. Aber er kann auch Zeitzonen oder die Uhrzeit anzeigen oder Rechenaufgaben lösen und Maße umrechnen.

Farbwähler

(Link) Der Farbwähler startet eine Pipette, mit der der Farbwert eines beliebigen Pixels auf dem Bildschirm ermittelt wird.

 

Sonstige Spielzeuge

FancyZones

(LinkFancyZones ist perfekt für alle, die gerne Ordnung auf dem Bildschirm haben. Das ewige Herumjonglieren mit Fenstern vom Windows Explorer oder Programmen hat damit ein Ende. Definiere Bereiche auf deinem Bildschirm – oder deinen Bildschirmen – und schiebe die Fenster einfach in diese Bereiche.

Wie von Zauberhand werden diese neben- und übereinander positioniert. Nie war Aufräumen und Ordnung halten einfacher.

Tastenkombinationsübersicht

(Link) Mit der Tastenkombination Windows – Hochstelltaste – Fragezeichen öffnet sich eine Übersicht über alle Tastenkombinationen, die sich mit der Windows-Taste anbieten.

Tastatur-Manager

(Link) Hiermit kann man die Tastaturbelegung neu konfigurieren. Wenn ich ehrlich sein darf, habe ich keine Ahnung, wer dieses Tool wann brauchen kann. Vielleicht fällt dir die eine Situation ein…🤨

Immer im Vordergrund

(Link) Damit ist es möglich, ein Fenster oder das Fenster eines Programmes immer im Vordergrund zu haben. Es wird also nie von anderen Fenstern überdeckt.

Wo bekomme ich die PowerToys her?

Microsoft StoreÜber den Microsoft Store geht es wahrscheinlich am schnellsten:
https://apps.microsoft.com/store/detail/XP89DCGQ3K6VLD

 

GitHubWer die Software lieber über GitHub lädt:
https://github.com/microsoft/PowerToys/releases
(Auch, wenn man diese Version installiert, kommen Updates automatisch auf den Rechner)

Fazit

Natürlich brauche ich die PowerToys nicht alle, und auch nicht jeden Tag. Aber ich möchte ohne die kleinen hilfreichen und produktiven Spielzeuge nicht mehr meinen Arbeitsalltag bestreiten. Die PowerToys sind für mich unverzichtbar geworden, vor allem die Mausdienstprogramme sind bei Schulungen und Erklärvideos elegante Hilfsmittel.

Christoph Steffens

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PDF 2.0

PDF 2.0

War es bei PDF bisher die Herausforderung, Druckdaten sicher zu transportieren, so ist sie es heute auch, Inhalte auf unterschiedlich große Endgeräte zu bringen. Die Nutzer wollen Daten auch auf dem Smartphone und Tablet konsumieren. Und da bringt ein PDF mehr Probleme als Lösungen. Um das gerade erworbene Flugticket oder die Eintrittskarte per PDF auf dem Smartphone zu begutachten, muss man zoomen und pinchen, bis das Display qualmt.

Von diesem Problem wissen wir Publisher schon lange, weshalb wir zunehmend mit HTML5 publizieren. Mit dieser Technologie ist Responsivität kein Problem. 

Die „PDF Association“ liefert uns nun mit PDF 2.0 eine alternative Problemlösung. Wir haben in unserem Blog-Artikel PDF – ein Geschenk des Himmels ja beschrieben, dass das Dateiformat „PDF“ schon lange nicht mehr Adobe gehört. Bereits 2008 hat die ISO (Internationale Organisation für Normung) die Normenserie 32000 veröffentlicht. Die „PDF Association“ wiederum kümmert sich inhaltlich um das Datenformat „PDF“.

Zurück zu PDF 2.0: Hier steht ein erweitertes Tagging auf der Matte, womit im PDF-Datenformat eine responsive Darstellung ermöglicht werden soll. „PDF 2.0“ hat die Nummer 32000-2 und steht bereits seit 2017 zur Verfügung, ist also schon 5 Jahre alt. Leider findet man in keinem der gängigen Programme aktuell Unterstützung für dieses Format! (Ausnahmen bestätigen die Regel)

 

So wird die PDF responsiv

Tags und Strukturen in PDFs sind zwar per se nichts neues, und der eine oder andere hat auch schon ein PDF gesehen, das den Textumbruch verändert, wenn das Fenster von Acrobat verkleinert wird. Mit „PDF 2.0“ wird diese Funktionalität jedoch komplett überarbeitet und umgebaut. 13 Strukturelemente entfallen, dafür kommen acht neue Elemente hinzu!

Die Beschreibung, Attribute und Funktionalität der bestehenden Tags wurde überarbeitet und das aus HTML bekannte Modell von Namensräumen wird aufgegriffen. Ferner werden MathML und andere Strukturelemente (nicht ausschließlich Elemente aus dem PDF2.0 Bereich) in den Standard aufgenommen. Nutzen können dies dann Publikationen, die einerseits höhere Anforderungen an die Gestaltung haben und deswegen gerne PDF sein möchten, aber dennoch auch auf kleinen Geräten bequem konsumierbar sein wollen.

Vorteile ergeben sich auch für die Hersteller und die Nutzer von barrierefreien PDFs. Die Erschließbarkeit von PDFs für Internet-Suchmaschinen verbessert sich durch ein konsequentes und konsistentes Taggen von PDF-Inhalten und deren Metadaten natürlich ebenfalls enorm.

 

Das „New Generation PDF“ – nur ein Teil des großen Ganzen

Um die Taggingtechnologie vollumfänglich nutzen zu können, muss der Anwender nicht nur auf Software warten, die das unterstützt. Es wird nicht ausreichen, nur ein „PDF 2.0“ zu exportieren, auch wenn dies bereits möglich ist. Es müssen Standards angepasst werden, unter anderem das barrierefreie PDF/UA, um die Regeln diesbezüglich festzulegen. Auch daran werkeln die Arbeitsgruppen schon seit Jahren, aber ein Veröffentlichungstermin wurde bis dato noch nicht genannt.

Die „PDF Association“ hat schon 2017 angekündigt, dass ein Angriff auf das bekannte ePUB-Format erfolgen wird. Einige Probleme rund um dieses Format und dessen Weiterentwicklung könnten mit „PDF 2.0“ gelöst werden.

Diese Features sind außerdem neu 

Die Liste der neuen Features ist nicht lang, die Details haben es aber in sich.

  • Verbessert wurden beispielsweise die Verschlüsselungsmöglichkeiten. Das war zu erwarten, da sich diese Technologie stetig weiterentwickelt.
  • An der Kommentarfunktion wurde gewerkelt, so stehen weitere Audio und Videokommentare zur Verfügung.
  • Die Sicherheit der PDFs wird durch aktuelle Signaturtechnologie erhöht.
  • Die Unterstützung von angehängten Dateien wird verbessert, beispielsweise durch die Möglichkeit, Vorschauen anzuzeigen.
  • 3D-Daten (PRC-Format) werden besser unterstützt
  • Es werden einige proprietäre Technologien aus dem Standard entfernt und durch offenen (Web-)Technologien ersetzt.

Und die Drucktechnik?

PDF 2.0 unterstützt Black Point Compensation, eine weitere ISO-Norm (18619:2015). Dies verspricht eine verbesserte Darstellung von Details in Schattenbereichen von Abbildungen.

Aktuelle PDF-Formate und damit auch Standards wie PDF/X erlauben lediglich einen Output-Intent pro Datei. Der Ersteller muss der Druckerei also eine PDF-Datei für den auf der Bogendruckmaschine zu druckenden Umschlag geben und eine weitere für den Inhalt, der auf Rolle gedruckt werden soll. „PDF 2.0“ erlaubt nun einen Output-Intent pro Seite. So kann das komplette Werk in einem PDF weitergegeben werden. Jede Seite ließe sich theoretisch auf einem anderen Gerät ausgegeben. Leider hat man die Chance nicht genutzt, gleich Output-Intents pro Objekt zu erlauben. Dann hätte man Anzeigen aus unterschiedlichen Quellen mit verschiedenen Ausgabeprofilen auf einer Seite in ein PDF packen können.

Fazit

Wir Publisher müssen nun abwarten, wann und wie die Hersteller unsere Werkzeuge anpassen. Insbesondere für InDesign wird es interessant, wie die Taggingtechnologie implementiert wird. Aktuell wird die Dokumentstruktur in einem InDesign-Dokument noch stiefmütterlich integriert. Seit InDesign CS4 (!) hat Adobe an der Stelle nichts mehr weiterentwickelt. Es wird also höchste Zeit für Adobe!

Christoph Steffens

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PDF – ein Geschenk des Himmels

PDF – ein Geschenk des Himmels

Das Dateiformat PDF – Portable Dokument Format – ist ein wahres Geschenk des Himmels. Publisher, die schon länger in der Branche sind, muss man das vielleicht nicht noch einmal ins Gedächtnis rufen. Frischlinge unter den Jüngern der schwarzen Zunft sind gut beraten, sich die Geschichten der „Altvorderen“ mal anzuhören, um einzuschätzen, wie gut sie es heute haben.

Und das PDF-Format ist absolut vital! Wer denk, dass es „auserzählt“ ist, der irrt.

Wer denkt, PDF sei ein „proprietäres“ Dateiformat, das Adobe gehört und nur von Adobe verwaltet wird, der irrt! PDF ist ein „ISO Standard“ und wird von der ISO verwaltet und entwickelt!

Dieser Artikel soll der Beginn einer kleinen, lockeren Reihe über das PDF werden. Wir schauen uns im Laufe der Zeit die verschiedenen PDF-Standards an und werfen einen Blick in die Zukunft.

 

Früher

Um die Jahrtausendwende war es der ganz normale Arbeitsablauf, dass der Ersteller der Druckdaten offene Daten an die Druckerei übergeben hat. Offene Dateien aus QuarkXpress (dem damals üblichen Layoutprogramm) wurden zusammen mit Schriften und Bildern und Grafiken auf Datenträger wie Floppy, Syquest oder CD gepackt. Man musste mit der Druckerei abklären, ob sie Windows-Rechner oder Macs hat und mit welcher Version vom Layoutprogramm sie arbeitet. Hatte man selbst schon QuarkXPress in der Version 4 kam eine Druckerei nicht infrage, die noch mit der Version 3.3 arbeitete. Es gab 1001 technische Probleme, Schwierigkeiten und Fallstricke. Und das ganz abgesehen von Lizenzproblemen, die „eigentlich“ verhinderten, dass man Bilddaten und Schriftdateien an Dritte übergibt.

All diese Probleme lösten sich in Luft auf, als PDF sich in kürzester Zeit zum Standard entwickelte. Die Vorteile liegen auf der Hand: Alle Bestandteile sind in einer Datei. Die Seiten, der Text, die Schriften, die Bilder und Grafiken, die Farben und auf Wunsch wichtige prozessrelevante Metainformationen. Wenn der Erzeuger des PDFs alles richtig macht, hat die Druckerei viel weniger Probleme.

 

Heute

„Wenn der Erzeuger des PDFs alles richtig macht“ ist dabei natürlich entscheidend! Und es stellt sich die Frage: „Was ist richtig?“.

Auch da gibt es Klippen zu umschiffen. So sollte man vermeiden, Videos in ein PDF zu bringen, welches gedruckt werden soll. Was soll die Druckerei machen, wenn Notizen oder Kommentare enthalten sind im PDF? Und woher soll die Druckerei wissen, für welches Druckverfahren die Bilder und sonstige Farben optimiert sind? Damit der Datenaustausch basierend auf PDF-Dateien noch besser und sicherer funktioniert, wurde der Standard PDF/X entwickelt.

PDF/X ist nichts anderes als ein Regelsatz, der beschreibt, was ein PDF haben muss und was es nicht haben darf. Wenn dieser Standard von Programmen unterstützt wird, die PDF erzeugen (InDesign) und prüfen und bearbeiten (Acrobat, pdfToolbox, Pitstop) und verarbeiten (Druckmaschinen), dann steht einem stabilen Workflow nichts mehr im Wege. PDF/X gibt es in aktuell 8 Geschmacksrichtungen. PDF/X-4 spielt die relevanteste Rolle, die anderen Standards sind entweder zu alt oder zu neu.

Nicht vergessen dürfen wir PDF/A und PDF/UA. Ersteres ist der Standard für die Langzeitarchivierung. Bei UA geht es um „Barrierefreiheit“; ebenfalls ein wichtiges Thema für Publisher.

 

Morgen

Bereits seit 2017 ist die Version 2.0 des Datenformates „PDF“ veröffentlicht. Und wenn du jetzt denkst: „Häh, da hab ich ja noch was von gehört oder gesehen!?!“, dann liegt das nicht an dir. Wahrscheinlich kann keines der Programme auf deinem Rechner dieses Format erzeugen oder verarbeiten.

Fazit

Ich gebe zu, dass ich einen „Crush“ auf das Datenformat „PDF“ habe. Neben den oben aufgeführten Vorteilen eignet es sich auch hervorragend zur Überarbeitung und Prüfung, vorwiegend im Rahmen von automatisierten Prozessen. So kann man sicherstellen, dass vor der Übergabe von Druckdaten an die Druckerei wirklich alles stimmt oder vor der Weiterverarbeitung der PDFs im webbasierten System die Daten korrekt aufbereitet sind.

Christoph Steffens

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17 Jahre Satzkiste

17 Jahre Satzkiste

Heute, am 1. Juli 2022, wird die Satzkiste 17 Jahre alt. Das ist kein großes Jubiläum, keine runde Zahl auf einer Geburtstagstorte – aber natürlich werden wir es im Kollegenkreis feiern und ordentlich auf uns anstoßen.

Schon Jahre vor der eigentlichen Firmengründung haben einige aus unserem heutigen Team miteinander gearbeitet. Für manche von uns ist das fast „unser halbes Leben“, was – wenn man darüber nachdenkt – erschreckend und beeindruckend zugleich ist.

Damals waren wir und Adobe InDesign noch jung!

 

Abschied von XPress und Neuanfang

Den Abschied von QuarkXPress hatten erst wenige große Verlage gewagt und wir wollten allen beweisen, wie toll InDesign ist. Wir haben mit Begeisterung hunderte oder gar tausende Quark-Dateien konvertiert, neue Templates gebaut und Umsteiger geschult.

Zunächst auf eigene Faust, später dann gemeinsam als „Satzkiste“.

Auf die Konvertierungen und Schulungen folgten vermehrt Satzaufträge. Es kamen immer mehr Verlage, Agenturen und Druckereien als Kunden hinzu. Und auch die Satzkiste wuchs stetig und bekam nach und nach mehr Teammitglieder.

An Ideen hat es uns selten gemangelt. Wir experimentierten früh mit kleinen Schulungsvideos, organisierten eine „Kunst-in-der-Kiste“-Veranstaltung, brachten ein umfangreiches InDesign Handbuch heraus. Viele Ideen und Projekte sind dem stetig wachsenden Auftragseingang zum Opfer gefallen. Manches aber lag nur auf Eis und bekam später seine Chance.

Eines unserer Herzensprojekte ist nun seit 12 Jahren ein fester Bestandteil im Satzkisten-Alltag: die „InDesign User Group Stuttgart“, in deren Namen wir schon über 80 Veranstaltungen organisiert haben. (Link zum Blog-Artikel)

 

17 Jahre, und 17 Kolleg*innen später

Unser Portfolio wurde stetig größer, neben Satzaufträgen drehte sich zunehmend mehr um Templates, Schulungen und Beratungen. Denn aus eigener Satz-Erfahrung konnten wir die schönsten Lieder singen über Effizienz und Zeitersparnis, gute Vorbereitung und mögliche Stolperfallen.

Das Team wurde größer, nicht nur wegen der neuen Kolleg*innen, sondern auch weil immer mehr Babys geboren wurden. Immerhin gehören heute zu 17 Kolleg*innen mittlerweile insgesamt 21 Kinder! Neben Druckerpapier und Kaffeefilter waren deshalb auch jahrelang Windeln im Büroschrank zu finden.

Unser erster großer Support-Auftrag kam und der Kundenkreis erweiterte sich auch über die Verlagsgrenzen hinaus in andere Branchen.

Gemeinsam mit PSD-Tutorials erstellten wir zwei große Online-Trainings – „Großprojekte in InDesign“ und „Adobe InCopy“. Immer mehr bis dahin manuell erledigte Arbeiten wurden von Skripten abgelöst. Und im Jahr 2019 zog auch endlich ein lang ersehntes neues Tool ins Team ein: Switch von Impressed. Damit können wir uns nun austoben und unsere Prozesse und natürlich die unserer Kunden noch weiter automatisieren. (Link zum Blog-Artikel)

 

Und dann kam Corona

Die Satzkiste zog 2019 vom Stuttgarter Westen ins schöne Heusteigviertel.

Viel Platz für das Team, das sich ein halbes Jahr nach dem Umzug ins Home-Office verabschiedet. Der Umstieg läuft reibungslos – unsere Erfahrungen damit haben wir ja bereits in einem anderen Beitrag geschildert.

Wir schauen heute stolz auf die letzten 17 Jahre zurück und freuen uns über den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind.

 

Unsere Steckenpferdchen

Heute stehen wir auf drei Beinen: Wir produzieren weiterhin auf unterschiedlichste Art und Weise „unsere“ Bücher, Drucksachen und viele andere Publikationen.

Wir stellen unseren Kunden Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Abläufe automatisiert werden können – zum Beispiel ein Katalog auf Knopfdruck oder Skripte zur Verwaltung von Marketingmaterialien.

Und wir geben weiterhin mit Begeisterung unser Know-How weiter, in Tutorials, Schulungen, bei Beratungsprojekten oder Supportanfragen.

Die Ideen gehen nicht aus

Hier auf unserem Blog erwarten Euch noch viele Themen und Gedanken – ab nächster Woche findet Ihr hier den  Auftakt zu einer PDF-Reihe, es wird mehr Automatisierungs-Input geben und mehr zu InCopy. Mehr wird nicht verraten (❁´◡`❁) 

Ihr könnt gespannt sein und wir freuen uns auf viele weitere Jahre großartigen Austausch mit Euch!

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