Was sind HEIF und HEIC?

Was sind HEIF und HEIC?

Seit dem 18.10.2022 gibt es eine neue Version von InDesign. Diese zeichnet sich mal wieder nur durch ein paar wenige Änderungen und Verbesserungen aus. Eine der wenigen Schritte nach Vorne ist, dass InDesign nun neue Datenformate beim Verknüpfen bzw. Platzieren unterstützt.

Sie können jetzt HEIC-, HEIF-, WEBP- und JP2K-Dateien in ihren nativen Formaten importieren, ohne dass die Originaltreue beeinträchtigt wird.
Quelle: https://helpx.adobe.com/de/indesign/using/whats-new/2023.html#new-graphics

Werfen wir heute mal den Fokus auf „HEIF“ und „HEIC“. Apple-Jünger und iPhone-Besitzer kennen die beiden schon seit iOS 11 (2017). Denn seitdem werden Fotos, die mit iPhone oder iPad geschossen werden, nicht nur als JPG, sondern wahlweise im Format HEIF abgespeichert und Videos im HEVC-Codec in den Flashspeicher abgelegt. Die Gründe liegen in den vielen Vorteilen, die die neuen Komprimierungsverfahren (genannt „Codec“) sowie die neuen Formate mit sich bringen. Wir haben uns die Formate näher angeschaut und finden die Vorteile richtig überzeugend.

 

Abkürzungschaos: HEIF, HEIC, HEICS und HEVC

HEIF steht für „High Efficiency Image File Format“.
HEIC steht für „High Efficiency Image Container“ und ist eine aktualisierte Version von HEIF.
HEICS ist das gleiche wie HEIF, und wird manchmal bei einer größeren Anzahl von Bildern verwendet.
HEVC für „High Efficiency Video Coding“, das Komprimierungsverfahren, das die Daten so schön klein macht.

Das Verfahren wurden unter anderem von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelt und 2015 bzw. 2013 als ISO-Norm veröffentlicht – so neu sind diese Entwicklungen also nicht. Da hat Adobe aber mal richtig lange gepennt.

Man muss unterscheiden zwischen dem Codec und den Dateiformaten. Der Codec heißt „HEVC“ und komprimiert sowohl Bildern als auch Videos. Die Dateiformate sind bei Bildern HEIC, HEIF oder HEICS und bei Videos weiterhin .mov oder .mp4.

 

Warum ist das für Publisher interessant?

Zuallererst ist die Speicherersparnis zu nennen. HEVC verspricht, die Bilder und Videos circa zweimal so effektiv zu komprimieren wie JPEG. Anders gesagt, die Daten werden nur halb so groß im Vergleich zu JPG. Zudem ohne die störenden Artefakte, die man vom JPG-Format kennt. Nun könnte man denken, dass Speicherplatz zunehmend weniger kostet, warum dann also sparen? Zum einen werden Bilder und Videos wegen der steigenden Auflösung immer größer. Zudem muss man bedenken, dass die Daten transportiert werden müssen, zum Beispiel in die iCloud oder auf den heimischen Rechner. Und beim Transport lohnt sich leichtes Gepäck.

Zusätzlich bietet die neue Technologie ein paar Features, die tatsächlich neu sind. In einer HEIF-Datei ist es prinzipiell möglich, nicht nur ein Bild, sondern gleich eine ganze Anzahl Bilder zu speichern. Mit dieser Idee lassen sich nun einige unterschiedliche Szenarien realisieren:

Als erstes Beispiel nehmen wir „Burst Fotos“ (burst mode), also Fotos, die durch das lange Drücken des Auslösers erstellt werden (Apple nennt das „Live Photos“). Weitere Beispiele sind Belichtungsreihen, also mehrere Fotos einer Szene mit unterschiedlicher Belichtungszeit, oder „Focus stacking“, also mehrere Fotos einer Szene mit unterschiedlicher Schärfentiefe. Vor einiger Zeit sehr beliebt waren „Cinemagraphs“, auch „Cinemagramme“ genannt. Das sind Standbilder, die eine sich wiederholende kleine Bewegung darstellen. So erscheint das Bild ähnlich wie ein kurzes Video. Bei all diesen Beispielen handelt es sich um mehrere Bilder, die in einem Zusammenhang stehen und somit in einen HEIF-Datensatz zusammengefasst werden können.

Wer diese Art der Fotografie nutzt und sich heute ärgert, dass auf diese Weise in Ordnern, in iPhoto oder wo auch immer Dutzende Dateien erstellt werden, die schwer zu verwalten sind, kann sich über diese Entwicklung freuen. Denn in HEIF sind diese zusammenhängenden Bilder Bestandteil einer einzigen HEIF-Datei. Natürlich können in eine HEIF-Datei auch beliebige Bilder gepackt werden. Zum Beispiel alle Fotos eines Shootings oder eines Kleidungsstücks in der Modefotografie. In einer HEIF-Datei sind neben den eigentlichen Bilddaten weitere Informationen gespeichert: Bildeigenschaften, Vorschauen, Informationen zu Rotation oder Overlays.

Weiterhin können Alphakanäle oder sogar „Depth Maps“ enthalten sein. Depth Maps sind Bilder oder Kanäle, die Informationen zur dritten Dimension enthalten. Diese Daten werden nicht als solche angezeigt, sondern verwendet, um ein anderes Bild zu ergänzen. Und natürlich gehören zu den im HEIF gespeicherten Zusatzinformationen bekannte Bildmetadaten wie EXIF, XMP und andere. Eine Internetseite von Nokia bietet eine gute Möglichkeit, die Vorteile und Unterschiede zu bisher gebräuchlichen Bildformaten sichtbar zu machen.

Der neue Codec HEVC ist auch bekannt als H.265, ist also der Nachfolger von H.264. Auch bei Videos wird damit eine doppelt so starke Kompression wie bisher bei gleichbleibender Qualität realisiert. Anwendung findet das Format bereits bei der Übertragung von ultra-hochauflösenden TV-Programmen und bei Blu-ray-Discs und Camcordern mit 4K-Auflösung. Weitere Informationen findest Du hier.

 

Weitere Extras

Das Bildelement in HTML5.2 ist in der Lage, aus einer Auswahl von Bildalternativen selbsttätig das Bild auszuwählen, das für die aktuellen Anforderungen an die Darstellung bezogen auf das Gerät und die Fenstergröße am besten passt. Damit kann der Speicherbedarf und die Downloadzeit optimiert werden, je nachdem wie groß das Display oder wie schnell die Internetverbindung ist.

Und HEIF unterstützt per Design ausdrücklich ein „non-destructive editing„. Das bedeutet, dass das Originalbild durch Bearbeitung nicht unwiderruflich zerstört wird. Das fängt an beim Beschneiden und Drehen. Aber auch nach intensiver Bearbeitung steht das Original noch zur Verfügung, weil Zwischenschritte in der Datei selbst gespeichert werden können.

 

Gute Nachrichten/Schlechte Nachrichten

OK, man kann in InDesign 2023 HEIF-Dateien platzieren. Und man kann in Photoshop 2023 HEIF-Dateien öffnen. Beide Programme können auch Videos, die mit HEVC kodiert sind, platzieren und öffnen.

Aber: Weder in InDesign 2023 noch in Photoshop 2023 kann ich HEIF-Dateien speichern. Sicher wäre das aus Photoshop heraus wichtiger, aber InDesign kann seit 1000 Jahren PNG und JPEG exportieren, warum nicht auch HEIF? Und das „non-destructive editing“ voh HEIF beherrscht Photoshop ebenfalls nicht.

Zudem kommt keines der beiden Programme mit HEIF als Container zurecht! Das heißt, ich kann nur das „Schüsselbild“ sehen und platzieren oder bearbeiten. Wenn im HEIF-Container aber mehrere Dateien enthalten sind, habe ich darauf keinen Zugriff. Damit werden die interessanten Features, die HEIF mitbringt, im Keim erstickt.

Fazit

Bin ich Optimist? Dann freue ich mich darüber, dass InDesign und Photoshop aktuelle Datenformate unterstützen! Yeah! 🥳 Bin ich Pessimist? Dann ärgere ich mich, dass Adobe wiedermal nur einen halben Job gemacht hat. 😢 Das ist superschade, denn auf diese Weise werden die unbestrittenen Vorteile des Formates und des Codecs verspielt. Ärgerlich.

Christoph Steffens

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Summertime

Summertime

Heute ist der letzte Schultag in Baden-Württemberg – und morgen beginnen für uns die 6,5 Wochen langen Sommerferien. 

Natürlich ist die Satzkiste nicht geschlossen, aber viele Kolleg:innen verabschieden sich nun abwechselnd in den Urlaub. Die IDUG hat Sommerpause und auch auf dem Blog werden wir während der Sommerferien keine wöchentlichen Artikel posten.

Damit es aber niemandem langweilig wird, haben wir uns ein kleines „Sommerferienprogramm“ überlegt: wir werden in jeder Ferienwoche ein besonderes Video aus unserem InDesign User Group-YouTube-Kanal vorstellen!

So gibt es also weiterhin interessante Tipps und Tricks zu Adobe Produkten und zu Publishing Themen, auch wenn wir im Hintergrund nun nacheinander in den Bergen wandern oder die Füße hochlegen.

Im September geht es dann weiter – übrigens nicht nur mit den Blog-Artikeln, auch mit der IDUG und unserer 85. Veranstaltung! Merkt Euch schon einmal den 29. September vor 🙂 Link zur Veranstaltung

Wir wünschen Euch allen eine schöne Sommerzeit!

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17 Jahre Satzkiste

17 Jahre Satzkiste

Heute, am 1. Juli 2022, wird die Satzkiste 17 Jahre alt. Das ist kein großes Jubiläum, keine runde Zahl auf einer Geburtstagstorte – aber natürlich werden wir es im Kollegenkreis feiern und ordentlich auf uns anstoßen.

Schon Jahre vor der eigentlichen Firmengründung haben einige aus unserem heutigen Team miteinander gearbeitet. Für manche von uns ist das fast „unser halbes Leben“, was – wenn man darüber nachdenkt – erschreckend und beeindruckend zugleich ist.

Damals waren wir und Adobe InDesign noch jung!

 

Abschied von XPress und Neuanfang

Den Abschied von QuarkXPress hatten erst wenige große Verlage gewagt und wir wollten allen beweisen, wie toll InDesign ist. Wir haben mit Begeisterung hunderte oder gar tausende Quark-Dateien konvertiert, neue Templates gebaut und Umsteiger geschult.

Zunächst auf eigene Faust, später dann gemeinsam als „Satzkiste“.

Auf die Konvertierungen und Schulungen folgten vermehrt Satzaufträge. Es kamen immer mehr Verlage, Agenturen und Druckereien als Kunden hinzu. Und auch die Satzkiste wuchs stetig und bekam nach und nach mehr Teammitglieder.

An Ideen hat es uns selten gemangelt. Wir experimentierten früh mit kleinen Schulungsvideos, organisierten eine „Kunst-in-der-Kiste“-Veranstaltung, brachten ein umfangreiches InDesign Handbuch heraus. Viele Ideen und Projekte sind dem stetig wachsenden Auftragseingang zum Opfer gefallen. Manches aber lag nur auf Eis und bekam später seine Chance.

Eines unserer Herzensprojekte ist nun seit 12 Jahren ein fester Bestandteil im Satzkisten-Alltag: die „InDesign User Group Stuttgart“, in deren Namen wir schon über 80 Veranstaltungen organisiert haben. (Link zum Blog-Artikel)

 

17 Jahre, und 17 Kolleg*innen später

Unser Portfolio wurde stetig größer, neben Satzaufträgen drehte sich zunehmend mehr um Templates, Schulungen und Beratungen. Denn aus eigener Satz-Erfahrung konnten wir die schönsten Lieder singen über Effizienz und Zeitersparnis, gute Vorbereitung und mögliche Stolperfallen.

Das Team wurde größer, nicht nur wegen der neuen Kolleg*innen, sondern auch weil immer mehr Babys geboren wurden. Immerhin gehören heute zu 17 Kolleg*innen mittlerweile insgesamt 21 Kinder! Neben Druckerpapier und Kaffeefilter waren deshalb auch jahrelang Windeln im Büroschrank zu finden.

Unser erster großer Support-Auftrag kam und der Kundenkreis erweiterte sich auch über die Verlagsgrenzen hinaus in andere Branchen.

Gemeinsam mit PSD-Tutorials erstellten wir zwei große Online-Trainings – „Großprojekte in InDesign“ und „Adobe InCopy“. Immer mehr bis dahin manuell erledigte Arbeiten wurden von Skripten abgelöst. Und im Jahr 2019 zog auch endlich ein lang ersehntes neues Tool ins Team ein: Switch von Impressed. Damit können wir uns nun austoben und unsere Prozesse und natürlich die unserer Kunden noch weiter automatisieren. (Link zum Blog-Artikel)

 

Und dann kam Corona

Die Satzkiste zog 2019 vom Stuttgarter Westen ins schöne Heusteigviertel.

Viel Platz für das Team, das sich ein halbes Jahr nach dem Umzug ins Home-Office verabschiedet. Der Umstieg läuft reibungslos – unsere Erfahrungen damit haben wir ja bereits in einem anderen Beitrag geschildert.

Wir schauen heute stolz auf die letzten 17 Jahre zurück und freuen uns über den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind.

 

Unsere Steckenpferdchen

Heute stehen wir auf drei Beinen: Wir produzieren weiterhin auf unterschiedlichste Art und Weise „unsere“ Bücher, Drucksachen und viele andere Publikationen.

Wir stellen unseren Kunden Werkzeuge zur Verfügung, mit denen Abläufe automatisiert werden können – zum Beispiel ein Katalog auf Knopfdruck oder Skripte zur Verwaltung von Marketingmaterialien.

Und wir geben weiterhin mit Begeisterung unser Know-How weiter, in Tutorials, Schulungen, bei Beratungsprojekten oder Supportanfragen.

Die Ideen gehen nicht aus

Hier auf unserem Blog erwarten Euch noch viele Themen und Gedanken – ab nächster Woche findet Ihr hier den  Auftakt zu einer PDF-Reihe, es wird mehr Automatisierungs-Input geben und mehr zu InCopy. Mehr wird nicht verraten (❁´◡`❁) 

Ihr könnt gespannt sein und wir freuen uns auf viele weitere Jahre großartigen Austausch mit Euch!

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Scripte in InDesign

Scripte in InDesign

Die Satzkiste hat eine Mission. Und dieser Mission geht sie seit Jahren mit wachsender Begeisterung und Vehemenz nach: Wir möchten die Nutzung von Scripten in InDesign bewerben und überall verbreiten, wie toll, hilfreich und unentbehrlich Scripte sind.

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Schau InDesign beim Arbeiten zu

Bei der täglichen Arbeit ist es doch einfach eine Wonne, nach dem Start eines Scriptes InDesign dabei zu beobachten, wie der Computer endlich das tut, wofür er erfunden wurde: Für mich arbeiten. Wie magisch öffnen und schließen sich Dateien und Rahmen; je nachdem, welches Skript gerade werkelt. Scripte können Tätigkeiten, die ich sonst mühsam zusammenklicken muss, für mich erledigen. Das ist natürlich bei stupiden, immer wiederkehrenden Handgriffen eine enorme Hilfe. Einen Aspekt darf man dabei nicht vergessen: Der Mensch macht Fehler. Wenn ich einen Computer richtig „anweise“ (also: ein ordentliches Skript nutze) macht er keine Fehler.

Nehmen wir BatchConvert. Ein Skript, das dabei hilft, einen Ordner voller InDesign-Dateien in PDF-Dateien zu exportieren. Abgesehen von der gewonnener Zeit, das mir dieses Skript schenkt, hat es einen Riesenvorteil gegenüber meiner Hand und meiner Maus: Wenn ich einhundert Exporte mache, dann werde ich einige Male den falschen Zielordner auswählen oder das falsche PDF-Export-Preset anklicken. Den Fehler macht das Skript nicht. Den kostenfreien Download und weitere Informationen zu BatchConvert findest du auf https://creativepro.com/files/kahrel/indesign/batch_convert.html

Manche Scripte können sogar Dinge, an die ich mit der Maus nicht herankomme. Zauberei. Scripte können für mich Fehler finden, Fehler reparieren, oder eben tausende von Daten konvertieren. Und all das, während ich Kaffee trinke – oder Tee, je nach persönlicher Präferenz.

Und meine frohe Kunde beginnt damit: Niemand muss Angst vor der Anwendung von Scripten in InDesign haben. Die Anwendung eines Scriptes ist ein simpler Doppelklick.

Es gibt Scripte, die sich in die Menübefehle einfügen, weitere Informationen dazu erhältst du in folgendem Video:

 

Und es gibt Scripte, die sich sogar in Kontextmenüs einfügen, wie dieser fabelhafte Tipp: https://github.com/gsingelmann/indd_swap_images.

Der Effekt bei diesen Scripten ist immer maximal.

Ganz wichtig ist folgendes: Du musst keinen Code lesen, geschweige denn schreiben können. Das Erlernen von Programmiersprachen ist nicht jedermanns Sache und ist zum Glück auch nicht nötig für das Anwenden von Scripten in InDesign.

Ich habe mehrfach versucht JavaScript zu lernen, um selbst mal ein Skript zu schreiben, wenigstens ein paar Zeilen. Aber es ist mir nie gelungen, das ist einfach nicht meine Welt. Wenn dir das genau so geht wie mir, ist das keine Hürde. Man muss nur wissen, wo man Scripte herbekommt und wie man sie installiert. Das Installieren ist schon mal super einfach.

 

Wo finde ich Scripte in InDesign?

Öffne in InDesign die Palette „Scripte“ über das Menü „Fenster > Hilfsprogramme > Scripte“. In diesem Video ist es noch mal beschrieben:

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Das wirklich Tolle ist, dass mit InDesign schon eine riesige Anzahl von nützlichen Scripten mit ausgeliefert wird. In der Scripte-Palette findest du unter „Anwendung“ in den „Samples“ einige wertvolle Goldstücke, die dir schon mal die Arbeit erleichtern können. In diesem Ordner findest du „JavaScript“ und, je nach Betriebssystem „VBScript“ (Windows) oder „AppleScripte“ (macOs). Konzentriere dich auf die Scripte im Ordner „JavaScript“, die anderen Ordner enthalten die gleichen Scripte, nur in einer anderen Programmiersprache.

Dort findest du so einfache Beispiele wie „AddGuides“ oder „CropMarks“. Das sind super simple Scripte, und vielleicht hast du diese Funktionen nie gebraucht. Aber sie machen deutlich, welches Potenzial in Scripten steckt.

Unter „Community“ in der Scripte-Palette hat Adobe in den letzten Jahren einen Ort geschaffen, in den die besten Scripter der Welt ihre Schätze platzieren können. Der Blick lohnt garantiert. Mehr zu diesen Community-Scripten unter: https://helpx.adobe.com/indesign/user-guide.html/indesign/using/scripting.ug.html#community_scripts

Kleiner Tipp am Rande: Wenn der Ersteller des Scriptes sauber arbeitet, dann schreibt er in den Code eine DESCRIPTION. Diese erscheint dann, wenn man mit der Maus in der Scripte-Palette über den Skriptnamen fährt. Das ergänzt den reinen Namen des Scriptes und macht (oft) klarer, was man von dem Skript erwarten kann.

Hier gibt es Videos, die einige der mitgelieferten Scripte beschreiben:

 

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Eines meiner Lieblingsscripte ist der „UnicodeInjector“. Wenn du häufig Sonderzeichen in Texte einbauen musst, die über die normale Tastatur nicht erreichbar sind, dann hilft dir dieses Skript. Wenn du es mit dem Unicode des Zeichens kombinierst, kannst du es mit einfachem Mausklick einfügen. Mehr dazu hier:

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Es gibt viele Quellen für Scripte im Internet. Die Google-Suche hilft. Mir ist noch kein Skript untergekommen, welches „schlecht“ war. Prinzipiell sind Downloads aus dem Internet natürlich mit Vorsicht zu genießen. Aber dass böse Hacker ein InDesign-Skript als Einfallstor nutzen, ist doch extrem unwahrscheinlich. Eine wertvolle Quelle für Scripte ist die große Skript-Datenbank von Hilfdirselbst.ch http://indesign.hilfdirselbst.ch., dem Schweizer Internetforum, das von extrem pfiffigen Moderatoren und Teilnehmern gepflegt wird. Und nicht selten werden Problemschilderungen dadurch gelöst, dass ein kundiger Programmierer einfach ein 10-zeiliges JavaScript schreibt, und schon ist das Problem erledigt.

 

Wie installiert man ein Skript?

Gar nicht! Man „installiert“ keine Scripte. Scripte sind einzelne Dateien, die man in den richtigen Ordner legen muss. Fertig. In wenigen Ausnahmen gehören noch weitere Datei zu einem Skript.

Wo der Ordner ist, in den du das Skript legen musst, ist einfach herauszufinden. Klicke in der Scripte-Palette mit der rechten Maustaste auf den Ordner „Benutzer“. Wähle im Kontextmenü „Im Explorer anzeigen“ bzw. „im Finder anzeigen“.

Nun öffnet sich das Benutzer-Verzeichnis deines Betriebssystems und dort der Scripts-Ordner des InDesigns, dass du benutzt. Wichtig: Deine Scripte legst du nun in den Ordner “Scripts Panel” hinein! Sofort sollten diese in der Scripte-Palette in deinem InDesign sichtbar und nutzbar sein.

Noch mehr nützliches Know-How: Videos von der IDUG

Im Rahmen einer Onlineveranstaltung der IDUG Stuttgart haben Katharina Frerichs und Christoph Steffens eine ganze Reihe von Skripten vorgestellt. Siehe hier, hier und hier! Es lohnt sich.

Kommentar

Die Welt der Skripte in InDesign ist riesengroß. Tu dir den Gefallen und tauche ein. Wir, das Team der Satzkiste, hilft dir gerne dabei. Wo sind deine „Zeitfresser“? Wo deine größten Schmerzen bei der Arbeit mit InDesign? Wenn es noch kein fertiges Skript im Internet gibt, so können wir sicher eines für dich  „zaubern“!

Katharina Frerichs

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Starke Passwörter sind wichtig für die IT-Sicherheit

Starke Passwörter sind wichtig für die IT-Sicherheit

Der zentrale Baustein beim Thema Sicherheit im Internet oder allgemein IT-Sicherheit ist und bleibt das Passwort. Es gibt viele alternative Entwicklungen zum Konzept „Passwort“, aber ein starkes Passwort ist wichtig.

 

Schwaches Passwort erleichtert Angriffe

Zugegeben: Das Verwalten von „starken“ Passwörtern ist nicht so einfach wie bei „schwachen“ Passwörtern und verursacht Aufwand. Schaut man sich aber die häufigsten Ursachen für Lösegeldangriffe an (siehe Grafik), stellt man fest, dass in einem von fünf Angriffen auf IT-Systeme schwache Passwörter eine Rolle spielten.

© Datto, zitiert nach de.statista.com, 2020

 

Und im Gegensatz zu den ersten drei Plätzen der Umfrage kannst Du persönlich jetzt und heute diese Schwachstelle schließen! Du musst nur Deine Passwörter stark machen.

Trotz sich häufender Meldungen über Cyberangriffe werden nach wie vor erstaunlich oft Passwörter genutzt, die sich der Anwender einfach einprägen kann. Unter den beliebtesten sind beispielsweise 123456 oder Passwort. Schau doch mal auf diese Seite von Wikipedia und suche Dein Passwort. Kannst Du es dort finden? Das bedeutet, dass bei einem Angriff auf dein E-Mailkonto diese Liste als Erstes abgearbeitet wird vom Angreifer. Diese Passwörter sollten also auf jeden Fall nicht mehr verwendet werden.

Infographic: The Most Popular Passwords Around the World | Statista

© North Pass, zitiert nach de.statista.com, 2020

 

Was ist ein starkes Passwort?

Schon das Hinzufügen eines einzigen Großbuchstabens zu einem Passwort kann dessen Potenzial dramatisch verändern, wie aus den Daten der Website Security.org (siehe Grafik) hervorgeht. Ein Passwort mit acht Zeichen kann nun in 22 Minuten statt in einer Sekunde geknackt werden – eine Steigerung von mehr als 1000 Prozent.

Infographic: How Safe Is Your Password? | Statista

© Security.org, zitiert nach de.statista.com, 2020

 

Während die zusätzliche Zeit in diesem Fall definitiv nicht ausreicht, um ein zufriedenstellendes Passwort zu erhalten, kann der hohe Sicherheitsgewinn durch die Verwendung anderer Zeichen als Kleinbuchstaben vervielfacht werden. Bei Verwendung von mindestens einem Großbuchstaben und einer Zahl würde ein acht Zeichen umfassendes Kennwort von einem Computer in einer Stunde geknackt werden können. Fügt man ein weiteres Symbol hinzu, sind es acht Stunden.

Um ein Passwort wirklich sicher zu machen, können noch mehr Zeichen oder mehr als ein Großbuchstabe, eine Zahl oder ein Symbol hinzugefügt werden. Ein Passwort mit zwölf Zeichen, einem Großbuchstaben, einer Zahl und einem Symbol ist fast unknackbar, denn ein aktueller Computer braucht 34.000 Jahre, um es zu knacken.

Dies liegt daran, dass sich die möglichen Kombinationen für ein Kennwort exponentiell erhöhen, wenn wir mehr verschiedene Zeichen verwenden. Bei nur 26 Kleinbuchstaben hat ein Passwort mit acht Zeichen etwa 209 Milliarden mögliche Kombinationen. Rechnet man die Großbuchstaben hinzu, kommt man bereits etwa 53,5 Billionen Kombinationen. Mit den Zahlen sind es 218 Billionen Kombinationen. Symbole bieten ein weiteres großes Sicherheitspotenzial, aber da nur die wenigen, die auf Computertastaturen angezeigt werden, bequem zu verwenden sind, erhöht sich die Zahl der Kombinationen noch einmal auf rund 430 Billionen Kombinationen.

Das weltweit sicherste Passwort

Laut dem Internetportal Der Postillon wurde Mb2.r5oHf-0t von Sicherheitsexperten zum sichersten Passwort der Welt gekürt. Okay – Spaß beiseite. An dem Beispiel erkennt man dennoch sehr schön ein starkes Passwort. Laut checkdeinpasswort.de dauert es 121 Quintillionen Jahre bis es mit aktueller Rechnerkapazität geknackt werden würde. So kompliziert und „unmerkbar“ muss ein Passwort aber nicht sein.

Denn wir haben eine weitere Anforderung an Passwörter: Du solltest kein Passwort mehrmals verwenden. Das bedeutet, dass Du für jedes System, Internetprotal oder Dienst ein eigenes und einmaliges Passwort verwenden solltest. Wenn nämlich die Benutzerdaten einer Internetseite geklaut wurden, haben dunkle Gestalten dein Passwort. Schlechte Nachrichten über Onlinekriminalität und Datenklau sind allgegenwärtig. Im April 2021 wurde ein großer Datensatz von über 500 Millionen Facebook-Nutzern frei zum Download bereitgestellt. Die Daten, die etwa 20 % der Facebook-Abonnenten umfassen, wurden angeblich durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke erlangt, die laut Facebook im August 2019 behoben wurde. Auch Adobe und dessen Kunden waren von einem „Passwort-Diebstahl“ schon einmal betroffen.

Ob Du und Deine Daten bereits von einem solchen „Diebstahl“ betroffen waren, kannst Du testen bei haveibeenpwned.com. Diese Website schaut in Millionen geklauter und öffentlich zugänglicher Datensätze und sucht auf Wunsch Deine E-Mail-Adresse darin.

Wirst Du mit Deiner E-Mail-Adresse gefunden, solltest Du in diesen Diensten das Passwort dringend ändern und, wenn Du dort ein Standard-Passwort verwendest, dieses in allen Diensten ändern!

 

Eine einfache Lösung: Die Passwortphrase

Eine Lösung für das Problem ist eine Passwortphrase. Denk Dir einen Satz aus. Zum Beispiel: „Ich finde die Satzkiste total super“. Die Anfangsbuchstaben sind IfdSts. Jetzt fehlen noch Zahlen. Nehmen wir 2018 und kombinieren wir beides mit einem „Unterstrich“. Jetzt ist die Passwortphrase IfdSts_2018. Das können wir nun für jeden Dienst, oder System oder Internetportal mit dessen Anfangsbuchstaben kombinieren.

Also fb_IfdSts_2018 für Facebook und gm_IfdSts_2018 für Gmail und xi_IfdSts_2018 für Xing usw. Das kannst Du Dir merken und das ist sicher.

Der Nachteil ist, dass Du dieses Passwort nicht teilen kannst. Wenn Du ne_IfdSts_2018, also Dein Netflix-Passwort, an Deine Kinder weitergibst, kennen diese auch Deine Phrase und damit dein Amazon-Passwort!

 

Die sicherste Lösung

Auch wenn ich die Passwortphrase immer noch für die praktikabelste Lösung für den Großteil der Anwender halte, ist dies nicht geeignet für den professionellen Einsatz. Und eines kommt dazu: Richtig sicher ist ein Passwort nur, wenn es regelmäßig gewechselt wird!

Die beste Waffe, um sich vor schwachen Passwörtern zu schützen ist sicher die Nutzung eines Passwortmanagers! Also ein System, dass ein starkes und individuelles Passwort für Dich verwaltet. Die Liste der Tools ist lang. Apple-Jünger vertrauen dem iCloud-Schlüsselbund aber es gibt auch 1password, Keeper oder LastPass und noch viel mehr. Auch Browser wie Chrome oder Firefox verwalten Deine Passwörter. Jedes System oder Programm hat Vor- und Nachteile.

Wir in der Satzkiste setzen auf Bitwarden und sind sehr zufrieden. Aber davon mehr in einem späteren Blogartikel.

Die Vorteile dieser Tools liegen auf der Hand: Man muss sich keine Passwörter merken. Das heißt sie können beliebig lang und stark sein. Man kann die Tools auf allen Plattformen nutzen, sei es im Browser, dem Handy oder Computer. Man kann Passworte teilen im Team. Und man kann das Passwort beliebig oft ändern. Allerdings muss man sich sein Haupt-Passwort für den „Tresor“ des Passwortmanagers gut merken bzw. absichern.

Kommentar

Seit Einführung von „Bitwarden“ in der Satzkiste fühlen wir uns einerseits sicherer. Andererseits ist das Teilen von Passwörtern im Team viel einfacher. Man schaut einfach nach! Niemand muss fragen, es gibt keine Listen oder Post-its. Vor allem im Zeitalter des „Homeoffice“ ein wahrer und sicherer Segen.

Christoph Steffens

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